Firmenfahrzeug mit 1% Regelung?

Hallo Zusammen,

ich habe eine wichtige Frage. Dies wird selbstverständlich mit meinem Steuerberater abgeklärt allerdings möchte ich mich vorab informieren.

Ich möchte über meine Firma ein Auto finanzieren Kaufpreis 55.000€. Der Listenpreis beträgt 80.000€. Da das Fahrzeug auch Privat genutzt wird, werde ich Ihn mit 1% versteuern müssen. Die Rechtsform der Gesellschaft ist eine GmbH. Wie kann ich das für mich am einfachsten gestalten?

Die Überlegung die ich hatte:

Da 1% vom Listenpreis= 800€ sind müsste ich bei einem Bruttogehalt von bsp. 4000€ - 4800€ versteuern. Allerdings möchte ich Eigenleistung in Höhe der Kreditrate also 600€ selber einbringen. Somit würde sich mein Geldwerter Vorteil auf nur 200€ verringern und ich müsste 4200€ versteuern.

Tanken und auch die KFZ Versicherung bezahle ich ebenfalls selber und nicht über die Firma. Die Frage wäre nun:

Kann ich die Tankkosten und auch Versicherungskosten gegen meinen Geldwerten Vorteil verrechnen? Das ich die Vorsteuer bei den Tankbelegen nicht zurückbekomme ist verständlich.

Wie ist das mit der Abschreibung? Kann ich den Firmenwagen trotzdem über meine Firma abschreiben, obwohl ich diese im Grunde genommen vollständig von meinem Geschäftsführergehalt abbezahle? Das Fahrzeug wird zu 10-50% für die Firma genutzt. Da meine Arbeit örtlich unabhängig ist befinde ich mich an meinem Firmensitz (90Km) ca 2x im Monat.

Würde mich bei einer Rückmeldung sehr freuen!

Dienstwagen, Steuerberater, Steuererklärung, Steuern, Dienstreise, Firmenwagen
Darf der AG immer das Verkehrsmittel für "Dienstreisen" vorschreiben?

In absehbarer Zeit stehen bei uns diverse Schulungen/Weiterbildungen an. Dazu müssen alle Mitarbeiter zu Lehrgängen die sich im gesamten Bundesgebiet stattfinden. Bisher war es üblich das für solche Schulungen Firmeneigene PKW genutzt wurden (größeres Unternehmen mit eigenem Fahrzeugpool).

Jetzt gab es einige strukturelle Änderungen und der einfache Mitarbeiter darf natürlich keine Kosten verursachen. Und daher sollen alle Mitarbeiter jetzt Bahn plus ÖPNV nutzen. Die reine Reisezeit wird aber nicht als Arbeitszeit angerechnet. Die Kollegen die an einem Sonntag bereits ihre Dienstreise antreten sind zwar über den AG versichert aber die Reisezeit wird nicht als Arbeitszeit angerechnet. Gleiches gilt wenn Schulung + Rückreise mehr als die übliche tägl. Arbeitszeit beträgt (8h Schichtdienst).

Wenn also am letzten Schulungstag nach sagen wir mal 6h Lehrgang dann noch 4 oder 5h Fahrtzeit dazu kommen bekommt man lediglich die 8h angerechnet.

Daher bin ich bestrebt die Reisezeiten so gering wie möglich zu halten und würde gern auf einen PKW zurückgreifen. Die Fahrzeit zu meiner mir bekannten Schulung mit einem PKW beträgt 3-4h, mit dem Zug min. 4 1/2 + ÖPNV um vom HBF zum Hotel zu kommen, Wartezeiten kommen ja auch noch dazu.

Gibt es eine Regelung wie viel zeitlichen Mehraufwand ich als AN in Kauf nehmen muss? Im MTV Energie sowie den BV konnte ich dazu nichts finden.

Ein weiterer Punkt warum ich nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln reisen möchte ist ein ganz einfacher. Im Hotel muss am letzten Tag meist bis 10:00 ausgecheckt werden. Die Schulungen dauern aber länger, also muss das Gepäck irgendwo hin. Bei der letzten Schulung war das Ergebnis das alle Teilnehmer die Mit der Bahn angereist waren ihr Gepäck im Schulungsraum gestapelt haben. Dieser war aber auch in den Pausen und wenn niemand drin war nicht verschlossen. Das mir jetzt jemand schmutzige Wäsche klaut befürchte ich eher nicht, allerdings hat man ja für die "Freizeit" im Hotel das ein oder andere private Gepäckstück mit dabei. Wenn dann etwas gestohlen wird (Laptop,Reisegitarre z.B.) habe ich den Schaden und bleib darauf sitzen. Mir persönlich wäre es da natürlich lieber ich könnte mein Gepäck schon ins Auto packen. Da kann es zwar auch gestohlen werden, aber die Gefahr ist geringer.

Die Begründung des AG für Bahn+ÖPNV ist natürlich das dass günstigste Verkehrsmittel gewählt werden soll. Das bei einer Strecke von ca. 400km die Kosten für den Zug geringer sind als die Kosten für Kraftstoff und Verschleiß wage ich zu bezweifeln. Die Fahrzeuge stehen im Fuhrpark bereit und "kosten" nur bei der internen Verrechnung extra. Das ist aber ein linke Tasche - rechte Tasche Spiel.

Des weiteren ist noch nicht ganz klar ob immer 2 AN gemeinsam an den Schulungen teilnehmen, was ja dann den Einsatz eines PKW eher noch sinnvoller macht.

Bin auf Tipps gespannt. Evtl. gibt es ja auch Hinweise auf rechtliche Vorgaben mit denen ich gegenüber meinem Dienstvorgesetzten argumentieren kann.

Gruß M.L.

arbeitsrecht, Dienstreise

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