Mal abgesehen von dem, was andere schon geschrieben haben:

Unternehmer geben nicht nur die USt-Voranmeldung und -Erklärung ab, sondern auch andere, wie Gewerbe- und Einkommensteuererklärung. Die müssen schon zusammenpassen. Wenn in der USt-Erklärung 10.000 EUR zuviel ausgewiesen sind, dann müsste mit dem mehr Umsatz auch mehr Gewinn verbunden sein - oder die Betriebsausgaben wären ebenfalls höher gewesen. Dann wäre aber auch der VSt-Abzug höher ausgefallen...

Ein Blick in die Richtsatztabelle lässt erkennen, wie die Finanzverwaltung den Zusammenhang zwischen Waren-/Materialeinsatz, Rohgewinn I, Rohgewin II, Halbreingewinn und Reingewinn beurteilt.

Solche Gedankenexperimente beruhen immer darauf, dass ein Sachverhalt aus dem Zusammenhang gerissen wird. Aber Denken in Zusamenhängen ist heute weitgehend aus der Mode gekommen.

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Abfindungen als Entschädigungen für den Verlust des Arbeitsplatzes sind erst einmal grundsätzlich steuerpflichtig - siehe auch https://www.abfindunginfo.de/abfindung-ist-zu-versteuern.html

Unter Umständen werden sie ermäßigt versteuert.

Einzahlungen in die Rentenversicherungen können als Altersvorsorgeleistungen ebenfalls beschränkt (bis zu einem Höchstbetrag) steuermindernd wirken.

Wie sich all diese Möglichkeiten in dem konkreten Fall insgesamt auswirken, müsste man anhand konkreter Zahlen kalkulieren.

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Ich vermute, dass da keine Steuererstattung herauskommt. 3.500 x 3 Monate = 10.500 Euro - richtig. Sofern der Arbeitgeber das Gehalt versteuert hat, müsste er jedoch den Werbungskosten-Pauschbetrag in Höhe von 1.000 Euro sowie die Vorsorgepauschale und den Sonderausgabenpauschbetrag berücksichtigt haben. Da dürften also gar keine Steuerabzüge bleiben.

Wenn keine Steuern gezahlt wurden, werden auch keine erstattet.

Und ob da ein Verlustvortrag aus den Studienkosten herauskommt, hängt unter anderem von der Einkommenssituation in den Vorjahren ab sowie davon, ob es ein steuerbegünstigtes Erststudium oder ein Studium im Rahmen eines Dienstverhältnisses war.

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Der italienische Dienstleister schreibt Dir eine Rechnung mit Nettobetrag (ohne USt) und verweist in der Rechnung darauf, dass die Leistung in Deutschland (durch den Leistungsempfänger) zu versteuern ist.

Der deutsche Unternehmer versteuert die Leistung in Deutschland so, wie Du richtig beschrieben hast. Bezogen auf diese Leistung beträgt die Steuerbelastung für den deutschen Unternehmer +/- 0 - die Steuereinnahme für das Finanzamt ebefalls 0.

Dieses Ergebnis hätte sich übrigens auch beim Einkauf einer Leistung durch einen Unternehmer für sein Unternehmen von einem Unternehmer ergeben. Nur hätte sich bei zwei deutschen Unternehmern dieses Ergebnis auf zwei Seiten verteilt. Der Leistende hätte die USt eingenommen und ans Finanzamt abgeführt - der Leistungsempfänger hätte sich die Vorsteuer wiedergeholt - also insgesamt +/- 0.

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Einkommensteuerlich gehören Zinsen zur Einkunftsart Einkünfte aus Kapitalvermögen. Seit 2009 werden Sie jedoch nicht im Rahmen des steuerpflichtigen Einkommens berücksichtigt, sondern nach einem speziellen Steuersatz ("Abgeltungssteuer" = 25 % + SolZ) berücksichtigt. Auf Antrag können sie jedoch alternativ im Rahmen des steuerpflichtigen Einkommens berücksichtigt werden.

Insofern liegt keine Doppelbelastung vor.

Von einer Doppelbelastung kann auch nicht gesprochen werden, wenn man Arbeitslohn auf dem Bankkonto anlegt und die Zinsen versteuern muss. Denn der Arbeitslohn wird versteuert, weil es um Einkünfte aus nichtselbstständiger Tätigkeit geht. Mit der Anlage auf dem Bankkonto wird eine andere Einkommensquelle genutzt, nämlich Kapitalerträge. Das ist genauso, als wenn ich mit meinem Arbeitslohn ein Geschäft begründe und damit Einkünfte (aus Gewerbebetrieb oder selbstständiger Arbeit) erziele. Hier kann man auch nicht von einer Doppelbelastung sprechen, weil das Geld für das Geschäft ja aus versteuertem Arbeitseinkommen stammt. ;-)

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Es würde mich interessieren, wie Andri123 zu dieser Erkenntnis kommt. Wo lebt sie?

Abfindungen werden versteuert wie normaler Arbeitslohn. Insofern fällt erst einmal die gleiche Steuerhöhe an wie bei einem steuerpflichtigen Arbeitslohn.

Unter bestimmten Bedingungen kann die Abfindung nach der Fünftelregelung ermäßigt besteuert werden - siehe auch https://www.abfindunginfo.de/abfindung-mit-ein-fuenftelregelung.html

Ob diese Bedingungen bei Dir zutreffen, ist aus Deiner Frage nicht erkennbar.

Letztendlich beeinflussen jedoch auch noch Werbungskosten, Sonderausgaben, außergewöhnliche Belastungen und weitere Steuerermäßigungen die Steuerlast. All das ist hier nicht erkennbar - insofern keine genauere Antwort möglich. Wenn Du diese kalkulatorisch ansetzen kannst, kannst Du mit einem Abfindungsrechner aus dem Internet zumindest grob die Steuerlast überschlagen.

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Die Agentur für Arbeit hat grundsätzlich keinen "Anspruch" auf die Abfindung.

Schlimmstenfalls könnte bei Nichteinhaltung der Kündigungsfrist eine Ruhezeit, oder - wenn Du zur Auflösung des Arbeitsverhältnisses beigetragen hast - eine Sperrzeit als Sanktion für das Arbeitslosengeld I verhängt werden - siehe auch https://www.abfindunginfo.de/abfindung-und-arbeitslosengeld.html

Etwas anders ist es beim Arbeitslosengeld II:

Eine Abfindungszahlung, die vor Bezug von Arbeitslosengeld II zufließt, ist „Vermögen“ des Arbeitslosen. Dafür gelten bei Beantragung von Arbeitslosengeld II die Vermögensfreibeträge gem. § 12 SGB II.

Abfindungszahlungen, die erst während des Bezuges von Arbeitslosengeld II als Einmalbetrag oder in Raten zufließen, sind nach dem Urteil des BSG Einkommen – und zwar nicht nur im Zuflussmonat.

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Die Frage lässt sich so hier nicht beantworten, weil man dazu die Zahlen kennen müsste. Vielleicht hilft ein Blick auf https://www.abfindunginfo.de/abfindung-und-zusammenballung-von-einkunften.html. Im Beispiel 2 mit dem Kommentar darunter ist so ein Fall kurz dargestellt.

Um die Frage genau zu beantworten, müsste man einfach mal nachrechnen.

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450 Euro Minijob + wissenschaftliche Hilfskraft?

Servus zusammen,

zurzeit studiere ich noch und übe seit knapp 2 Monaten einen 450 Euro Minijob nebenher aus. Nun habe ich am Dienstag ein Bewerbungsgespräch für eine Stelle als wissenschaftliche Hilfskraft an der Uni und wollte mich vorher mal informieren, wie das mit zwei Nebenjobs läuft. Google hat dazu teils widersprüchliche Aussagen geliefert.

Bei meinem derzeitigen Minijob verdiene ich so gut wie immer weniger als 450 Euro (meistens ca. 250-350 Euro), weil manche Schichten aufgrund Lieferprobleme ausfallen müssen. Als wissenschaftliche Hilfskraft würde ich voraussichtlich 250 Euro im Monat verdienen. Wenn ich beide Jobs behalten würde, wäre ich somit über die 450 Grenze.

1. Meine Frage ist jetzt, was sich Steuer- und abgabenmäßig ändern würde und ob es sich dann überhaupt lohnt, beide Jobs auszuüben? Wie hoch wären die neuen Abgaben oder muss ich weiterhin keine Steuern zahlen, da ich unter den Freibetrag kommen werde? Was kommen darüber hinaus noch für sonstige Abgaben in Frage?

2. Ich habe gelesen, dass die Arbeitgeber durch den zweiten Nebenjob einen Nachteil haben, da sie höhere Steuern zahlen müssen. Es wurde vorgeschlagen, den Lohn für einen Job auf 451 Euro zu setzen, um sich dadurch einen Steuervorteil zu erhaschen. Leider komme ich bei beiden Jobs (jeweils) nicht auf die 450 Euro. Bin ich am Dienstag verpflichtet, von mir selber aus zu erzählen, dass ich zurzeit noch einen weiteren Nebenjob ausübe (auf Nachfrage seitens des Arbeitgeber werde ich dann natürlich nicht lügen)? Auf der einen Seite möchte ich nur ungern einen Nachteil im Bewerberpool haben, weil ich für den Arbeitgeber dann "teuerer" wäre, auf der anderen Seite werde ich jetzt natürlich nicht vorher meinen derzeitigen Minijob kündigen ohne Feedback von dem Bewerbungsgespräch zu haben.

Zur Info noch: Trotz des niedrigeren Gehalt bei dem Job an der Uni würde ich diesen aufgrund der Erfahrung vorziehen und zur Not meinen jetzigen kündigen, falls Punkt 2. wirklich ein Problem für den Arbeitgeber darstellen sollte. Ich bin 25 und in der studentischen Krankenversicherung der Barmer GEK selbst versichert. Ebenso bin ich noch in der Probezeit meines jetzigen Jobs mit einer Kündigungsfrist von 2 Wochen.

Danke für eure Hilfe!

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Jeder kann nur einen Minijob haben. Das zweite Arbeitsverhältnis wird sozialversicherungs- und steuerpflichtig. Die Grenze von 450 Euro für einen Minijob darf nicht überschritten werden.

mögliche Lösung:

Der Job als studentische Hilfskraft wird wie der zweite Nebenjob als sozialversicherungs- und steuerpflichtig verhandelt. Steuern fallen aufs Jahr bezogen nicht an, weil selbst die Einnahmen unter dem Grundfreibetrag von 9.000 Euro liegen. Wenn dann noch Werbungskosten dagegen gerechnet werden, dürfte nicht mal ein großer Überschuss herauskommen. Für die Arbeitgeber wäre eine Steuerpflicht auch keine finanzielle Last, weil die Steuern allein vom Arbeitnehmer zu tragen sind.

Für die Sozialversicherung sind die gegenwärtigen Verhältnisse zu berücksichtigen (beispielsweise Familienversicherung). Einfach bei der Krankenkasse erkundigen und ausrechnen lassen. Wenn Du weißt, wie hoch der Abgabenanteil für die beiden Arbeitgeber wäre, kannst Du Dir Argumente für die Verhandlung vorbereiten, um sie zu überzeugen, dass Du doch den Job bekommen kannst.

Der Minijob bleibt steuer- und sozialversicherungsfrei.

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Eine Abfindung ist immer in dem Jahr zu versteuern, in dem Sie zugeflossen ist - in Deinem Fall also 2017.

Wenn der Arbeitgeber sie 2016 gemeldet und abgerechnet hat war das falsch.

Gib die Abfindung in der Steuererklärung für 2017 an. Den Zufluss kannst Du sicher mit einem Kontoauszug belegen.

Prüfe auch, ob das Finanzamt im Steuerbescheid für 2016 die Abfindung und die zuviel abgezogenen Steuern berücksichtigt hat. Sollte das nicht aufgefallen sein, sprich dort nochmals vor und bitte, ob man Dir helfen kann. Angst wegen "Unterschlagung" brauchst Du nicht zu haben.

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Warum bitte lohnt sich Vermietung/Verpachtung zum Steuersparen!?

Man hört öfter, dass Immobilien ein super Weg seien, Steuern zu sparen. Viele Zahnärzte, Anwälte etc. würden sich nebenberuflich als Vermieter betätigen, weil das steuerlich so toll sei. Es gebe da so tolle Möglichkeiten. Kann mir jemand erklären, um welche Posten es dabei vor allem gehen soll? Ich hab mich jetzt recht tief eingelesen, aber verstehe diesen Punkt einfach nicht.

Zum Hintergrund: Ich bin Anwalt (habe aber mit Steuern wenig zu tun). Ich werde in Kürze ein unbebautes Grundstück (bereits im Eigentum) bebauen zur Vermietung, Baukosten ca. 1,5 Millionen Euro, 5 Wohnungen. Ich hab mich recht tief eingelesen und verstehe glaube ich jetzt, wie das mit Abschreibung und den laufenden Werbungskosten grundsätzlich funktioniert. Ich habe aber noch nicht ganz verstanden, was da jetzt steuerlich so toll sein soll.

Mein momentanes Verständnis:

1. Kosten des Hausbaus: Abschreibung / Tilgung:

Ich werde 2% der Kosten des Hausbaus über 50 Jahre abschreiben können. Das sind ja aber nur 100% von Kosten, die ich real gehabt habe, d.h. da spare ich gar nichts. Gleichzeitig muss ich die Tilgung des Kredits aus meinem versteuerten Einkommen bestreiten, ohne dass ich diese Tilgung absetzen könnte - ich bekomme also auch den Hauswert nicht steuerfrei. Ich kann Dinge wie eigene Reisen in der Phase des Hausbaus mit in die Herstellungskosten nehmen (inklusive Verpflegungsmehraufwendung etc.) d.h. mit abschreiben, aber letzteres ist so wenig, dass es nicht ins Gewicht fällt. In der Phase des Hausbaus bzw. bzgl. der Hausbaukosten sehe ich also null Vorteile.

2. Kosten zum späteren Management des Hauses (z.B. häusliches Arbeitszimmer)

Ich kann meinem Verständnis nach ein häusliches Arbeitszimmer absetzen (so abtrennbar vorhanden), weil es um einige zu vermietende Wohnungen geht. Entsprechend werde ich (mit Quittungen) auch Dinge wie Porto, Telefonkosten anteilig etc. geltend machen. Dazu Reisen und Aufwendungen wegen Dingen wie Mietersuche etc. Angesichts der Investitionskosten von derzeit geschätzt 1,5 Millionen Euro für das Haus scheint mir das aber eher nicht besonders ins Gewicht zu fallen.

3. Fazit

Ich sehe keine tollen Möglichkeiten zum Steuersparen, konträr zu dem was immer erzählt wird. Meinem Verständnis nach gibt es schon ein gutes Argument pro Hausbau - die Anschaffungskosten hat man nur einmal, die Mietzahlungen dagegen laufen dann ja weiter. Insofern macht man schon Gewinn, wenn man es sehr sehr langfristig sieht. Aber dieser Vorteil ist ja nicht "steuerlich". Ich höre aber ja immer, Hausbau sei gerade steuerlich so toll. Was meint das?

Gibt es Tipps / tolle Möglichkeiten, die ich übersehe? Ich bin sowohl für eher generelle (= high-level-) Antworten dankbar als auch für sehr konkrete Hinweise auf Paragraphen o.ä. (die ich als Jurist schnell verstehen kann).

Vielen Dank!

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Mir scheint, hier gibt es noch weit mehr steuerliche Unklarheiten, die dazu führen können erhebliche Chancen zu verspielen. Vielleicht hilft ein Blick in ein geschenktes Buch etwas weiter: http://geld-anlagen.eu/reicherfb

Übrigen: Häusliches Arbeitszimmer absetzen und "Dinge wie Porto, Telefonkosten anteilig etc." sind steuerlich ganz unterschiedliche Sachverhalte.

Ob sich neben der Mietrendite und der Wertsteigerungsrendite als 3. Rendite auch eine steuerliche Rendite ergibt, ist sinnvollerweise zu kalkulieren. Insofern stimme ich zu. Beispielsweise wäre Letztere bei einer vermieteten Denkmalschutzimmobilie mit 100 % Steuervorteil in 12 Jahren auf den Denkmalschutzanteil (der schon mal um 70 % der Gesamtinvestition liegen kann) mehrfach höher als bei einem Neubau.

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Ich glaube, die hier sehr gegensätzlichen Meinungen helfen Dir kaum weiter.

Lassen wir mal meine Ansicht außen vor. Bevor Du in Inmobilien investierst, solltest Du verstehen, was da passiert. Genau darauf zielt ja auch Deine Frage.

Dir geht es ja nicht nur um ja oder nein, sondern "Was sind die Gründe?" und wie geht das. Deshalb würde ich Dir erst mal ein Buch empfehlen, was Du derzeit noch kostenfrei bekommen kannst: https://www.immobiliencapital.de/die-43-wichtigsten-Erfolgsgesetze

Schau einfach mal rein und lerne das System verstehen. Dann kannst Du besser entscheiden, was für Dich gut ist.

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Wie LittleArrow schreibt, ist Deine Aussage zu allgemein, um konkreter darauf antworten zu können.

Überschlagsweise kannst Du ja mal mit einem Abfindungsrechner (beispielsweise https://www.abfindunginfo.de/abfindungsrechner-2018-abfindung-berechnen-mit-fuenftelregelung.html kalkulieren, ob und wieviel Mehrsteuern anfallen.

Darüber hinaus gibt es auch diverse Möglichkeiten, die Steuern noch zu senken.

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Für die Festsetzung und Erhebung der Steuern sind gem. § 85 AO die Finanzbehörden zuständig - https://www.gesetze-im-internet.de/ao_1977/__85.html.

Steuerpflichtige und ggf. Dritte (Steuerberater) habe dazu allgemeine (§§ 90ff AO) und besondere Mitwirkungspflichten (beispielsweise Buchführungs- und Aufzeichnungspflichten gem. §§ 140ff).

Auch wenn Steuerpflichtige in Steueranmeldungen die Steuern selbst berechnen und solche Anmeldungen Steuerfestsetzungen unter dem Vorbehalt der Nachprüfung gleichzusetzen sind, bleibt die Zuständigkeit der Finanzbehörden erhalten.

Dass es im eigenen Interesse der Steuerpflichtigen sinnvoll und notwendig ist, "mitzurechnen", ist eine ganz andere Frage. Ebenso ist zu unterscheiden zwischen Gewinnermittlung = Aufgabe des Steuerpflichtigen und Steuerermittlung = Aufgabe der Finanzbehörden.

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Wenn Du nur Einkünfte hattest, von denen bereits Steuern abgezogen wurden - genauer siehe https://www.gesetze-im-internet.de/estg/__46.html, - dann bist Du nicht verpflichtet eine Steuererklärung abzugeben.

Allerdings kannst Du freiwillig eine Steuererklärung abgeben. Das lohnt sich, wenn Du steuerlich Ausgaben geltend machen kannst, wonach sich eine Steuererstattung ergibt - beispielsweise mehr als 1000 Eur Werbungskosten.

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Die Steuerberechnung ist hier nicht nachvollziehbar. Auf das normale zu versteuernde Einkommen (10.547 EUR insgesamt) sind 1.536 EUR LSt zuviel - oder war monatlich 10.547 EUR gemeint?

Auf 96.000 EUR Abfindung sind auch nach Fünftelregelung 13.085 EUR zu wenig.

Wann wurde denn die Abfindung ausgezahlt? Im Jahr der Beendigung des Arbeitsverhältnisses oder im Folgejahr? Wenn nicht im Folgejahr, spielt das auch keine Rolle bei der Berechnung der Abfindung.

Genauer lässt es sich nur anhand des Steuerbescheids nachvollziehen.

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Wie es aussieht, führt zwar der Ag den Beitrag ab für Dich, doch müsste er auf Dein Einkommen angerechnet werden. Insofern ist es ein Beitrag des Steuerpflichtigen. Deshalb ist er auch anzugeben.

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Ohne jegliche Daten lässt sich die Frage so nicht beantworten. Du kannst jedoch selbst mit einem Abfindungsrechner wie beispielsweise https://www.abfindunginfo.de/abfindungsrechner-2018-abfindung-berechnen-mit-fuenftelregelung.html kalkulieren, was als Steuerlast verbleibt.

Natürlich wäre auch noch zu berücksichtigen, was Du in diesem Jahr noch verdienen wirst, falls Du einen neuen Job findest.

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Steuerveranlagung bei Wiederheirat einer nicht-EU Ausländerin im Scheidungsjahr?

Hallo,

ich habe mich im April 2017 scheiden lassen. Meine Ex-Frau und ich sind in Deutschland unbeschränkt steuerpflichtig.

Anfang Dezember 2017 habe ich eine nicht-EU Ausländerin/Brasilianerin geheiratet. Sie war ab Ende November 2017 in Deutschland gemeldet. Insgesamt war sie ca. 4 Monate in 2017 in Deutschland. Sie hatte weder in Deutschland noch in Brasilien in 2017 ein Einkommen erzielt (Studentin).

Lt. meiner Steuersoftware ist meine neue Frau in Deutschland für 2017 nicht steuerpflichtig, d.h. ich könnte auch keine Freibeträge für sie absetzen, ist das richtig? D.h. ich kann mit ihr nicht zusammen veranlagt werden.

Könnte ich mit meiner Ex-Frau (da es ja noch das Scheidungsjahr ist) dann noch zusammen veranlagt werden, obwohl ich wieder geheiratet habe?

Ich habe zudem ein gemeinsames Kind mit meiner Ex-Frau, welches bei ihr lebt aber wir haben ein gemeinsames Sorgerecht, falls das relevant ist.

Ich hatte das Jahr über auch noch Steuerklasse III und V mit meiner Ex-Frau und im Dezember auf Steuerklasse IV gewechselt.

Ich möchte vermeiden dass ich "alleine" versteuert werde (d.h. Ex-Frau nicht mehr weil wiederheirat und neue Frau nicht weil nicht Steuerpflichtig?). Da beide Frauen wesentlich weniger verdienen würde ich auf alle Fälle profitieren wenn ich mit einer von ihnen die Steuer gemeinsam machen könnte.

Wie mache ich die Steuererklärung am besten in diesem Fall?


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Für die Zusammenveranlagung gem. § 26 (1) ist entscheidend,

  • dass beide unbeschränkt einkommensteuerpflichtig sind (das ist der Fall, wenn sie beispielsweise einen Wohnsitz im Inland haben - deine neue Frau hat doch einen gemeinsamen Wohnsitz mit Dir in Deutschland - oder?)
  • sie nicht dauernd getrennt leben (das ist auch der Fall - oder?)
  • die beiden Voraussetzungen wenigstens an einem Tag im Kalenderjahr vorhanden waren (ist das so?)

Also wäre die Frage für Dich erst einmal klar beantwortet.

Bei Zusammenveranlagung gilt der Splittingtarif. Dieser Tarif gilt

  • gem. § 32a (6) auch für verwitwete Steuerpflichtige im Jahr des Todes des Ehegatten,
  • für den geschiedenen Ehegatten, wenn der bisherige Ehegatte im Scheidungsjahr wieder geheiratet hat (das wäre Deine Ex-Frau),
  • und dieser neu verheiratete Ehegatte mit seiner Frau die Voraussetzungen der Zusammenveranlagung erfüllen (das seid Ihr).

Die Steuerklasse oder die Unterhaltspflicht für das gemeinsame Kind haben mit der Veranlagung nichts zu tun.

Der Beitrag von wfwbinder bezog sich auf die geschiedene und nicht wieder verheiratete Steuerpflichtige, also den Fall nach § 32a (6), der als zweiter aufgezählt wird.

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