Würzburger Versicherung, Abzocke?

5 Antworten

Widerruf per Fax. An die Würzburger. Du hast nämlich nur eine Kreditanfrage getätigt, die ist abschlägig beschieden worden aber eine Ausfallschutzversicherung abgeschlossen(mit welchem Ausfallbetrag ?) und da ist die Würzburger offenbar Dein Anprechpartner. Der Versicherungsnehmer kann seine Vertragserklärung gem. § 8 Abs. 1 VVG innerhalb von 14 Tagen widerrufen. Abweichend von § 8 Abs. 1 VVG beträgt nach 152 Abs. 1 VVG die Widerrufsfrist bei lebensversicherungsrechtlichen Risiken 30 Tage. Der Widerruf ist in Textform gegenüber dem Versicherer zu erklären und muss keine Begründung enthalten; zur Fristwahrung genügt die rechtzeitige Absendung. Die Widerrufsfrist beginnt gem. § 8 Abs. 2 VVG zu dem Zeitpunkt, zu dem folgende Unterlagen dem Versicherungsnehmer in Textform zugegangen sind.

Denach ausschlaggebend der Tag, an dem Dir die Versicherungsunterlagen von der Würzburger zugegangen sind. Wenn Dir keine Versicherungsunterlagen in Textform zugegangen sind, dann ist auch noch kein Versicherungsvertrag zustande gekommen.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

das ist natürlich nicht normal.

Man kann sich jetzt noch dagegen wehren, und auch die Beiträge kann man einige Wochen später noch zurückbuchen lassen (falls man rechtlich die richtigen Vorkehrungen trifft). Dazu sollte man sich Unterstützung entweder beim Verbraucherschutz oder bei einem Anwalt holen (dort bekommt man die Standardformulare für Widerruf etc.).

hier ein ähnlicher Fall:

https://verbraucherschutz.de/wuerzburger-hebt-den-ratenausfallschutz-versicherungsvertrag-von-beginn-auf/

Du musst Doch eine Police von der Versicherung bekommen haben. Wenn nicht ,ist das alles null und nichtig.

Leider ist es so,wenn man bei bei den Kredithaien eine Anfrage stellt,kommt man nicht weiter,ohne den Versicherungsschutz angeklickt zu haben.

Hast Du keine Vertragsunterlagen bekommen,was ich eigentlich nicht glaube(die "Würzburger") ist da sehr schnell,hast Du keinen Vertrag angeschlossen.

Wenn Du aber Unterlagen erhalten hast,ist Dein Widerrufsrecht,wohl abgelaufen.Hier kann Dir nur noch ein Anwalt helfen.

Allerdings kannst Du versuchen ,wegen Täuschung aus dem Vertrag raus zu kommen.

Ohne Unterlagen ,kein Vertrag,dann das Geld immer wieder zurück holen.

Widerrufe noch mal förmlich und auch die Einzugsermächtigung. Dann fang an die Lastschrift regelmässig zurück zu buchen bis man sich dort bewegt und die Unterlagen aus der die Forderung resultiert auf den Tisch legt. Dann schau es dir an vielleicht auch mit Hilfe eines Anwaltes

Beträge zurückbuchen und die Versicherung schriftlich darauf verweisen, dass ihnen kein Recht zum Einzug mittels Lastschrift gegeben ist.

Nach § 8 VVG gilt :

https://dejure.org/gesetze/VVG/8.html

(1) 1Der Versicherungsnehmer kann seine Vertragserklärung innerhalb von 14 Tagen widerrufen.

2Der Widerruf ist in Textform gegenüber dem Versicherer zu erklären und muss keine Begründung enthalten; zur Fristwahrung genügt die rechtzeitige Absendung.

(2) 1Die Widerrufsfrist beginnt zu dem Zeitpunkt, zu dem folgende Unterlagen dem Versicherungsnehmer in Textform zugegangen sind:

1. der Versicherungsschein und die Vertragsbestimmungen einschließlich der Allgemeinen Versicherungsbedingungen sowie die weiteren Informationen nach § 7 Abs. 1 und 2 und

2. eine deutlich gestaltete Belehrung über das Widerrufsrecht und über die Rechtsfolgen des Widerrufs, die dem Versicherungsnehmer seine Rechte entsprechend den Erfordernissen des eingesetzten Kommunikationsmittels deutlich macht und die den Namen und die ladungsfähige Anschrift desjenigen, gegenüber dem der Widerruf zu erklären ist, sowie einen Hinweis auf den Fristbeginn und auf die Regelungen des Absatzes 1 Satz 2 enthält. 2Der Nachweis über den Zugang der Unterlagen nach Satz 1 obliegt dem Versicherer.

Welche Unterlagen wurden Dir seitens der Versicherung ! in Textform zugesandt?

Lasse Dich im Bedarfsfall vom Verbraucherschutz beraten.

Du kannst auch Beiträge die länger als 8 Wochen zurückliegen zurückholen lassen, wenn Du dem Unternehmen welches so abbucht keine Einzugsermächtigung erteilt hast.

Das Problem wird sein, dass bei derartigen Geschäften meist nicht der Verbraucher der VN ist, sondern nur VP. VN ist das Kreditinstitut. Habe selber momentan mit einem ähnlichen Vorgang bei einem Kunden zu tun.

@NamenSindSchwer
VN ist das Kreditinstitut.

Tja - nur dann muss auch VN !! bezahlen und nicht die VP !!

Für den FrageSteller und die User : VN = Versicherungsnehmer // VP versicherte Person.

@wilees

Hinzu kommt noch dass dieser Vertrag an eine Kreditanfrage gekoppelt ist und es zu keinem Kreditvertrag gekommen ist.

@NamenSindSchwer

Da aber vom Konto der Fragestellerin unrechtmäßig Geld abgezogen wurde, kann sie dies auch zurück buchen lassen.

@wilees
Tja - nur dann muss auch VN !! bezahlen und nicht die VP !!

Und das wiederum wird dann im Kreditvertrag(!) auf die VP umgewälzt. Da der nicht zustande gekommen ist, dürften entsprechend auch die Zahlungen nicht rechtens sein. Aber das wird die Fragestellerin mit dem Kreditvermittler klären müssen und nicht mit der Versicherung. Wird mit Sicherheit langwierig und schwierig werden :/

@NamenSindSchwer

Warum - ein BGH Urteil liegt vor :

Zitat aus nachfolgend genanntem Link

das Urteil des BGH vom 15.12.2009 (Az: XI ZR 45/09) hat der BGH mit dem vorliegenden Urteil erneut entschieden, dass ein Darlehensvertrag und ein Restschuldversicherungsvertrag ein verbundenes Geschäft im Sinne von § 358 BGB bilden können. Im der Entscheidung zugrunde liegenden Fall hat der BGH bejaht, dass das Darlehen teilweise der Finanzierung des Restschuldversicherungsvertrages dient und dass zwischen dem Darlehensvertrag und dem Restschuldversicherungsvertrag eine wirtschaftliche Einheit besteht.Das führt dazu, dass bei Widerruf des Darlehensvertrages der Darlehensnehmer auch nicht mehr an den Restschuldversicherungsvertrag gebunden ist.

https://verbraucherschutz.de/wuerzburger-hebt-den-ratenausfallschutz-versicherungsvertrag-von-beginn-auf/

@wilees

Ich bestreite keinesfall, dass der Vertrag aufzuheben ist. Ich hab nur meine Zweifel ob die Versicherung der (natürlich vollkommen korrekten) Argumentation so einfach folgen wird und den Vertrag ohne großes Trara aufhebt. Es wäre der FS natürlich zu wünschen.

@NamenSindSchwer

FS sollte sich auf die "Hinterbeine stellen" alle Beiträge zurückholen lassen und abwarten was die Versicherung tut. Klagen wird diese nach Berufung auf ein derartiges BGH Urteil ja wohl kaum.

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