wie strafbar ist es die bremskabel vom fahrrad durchzuschneiden?

5 Antworten

Das du dir denken kannst wer ist war wird dir nicht helfen solange du es nicht beweisen kannst. Prinzipiell handelt es sich um einen Gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr, und das wird mit einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren oder mit einer Geldstrafe bestraft.

wie strafbar ist es?

Sehr! Es kommt mit darauf an, ob etwas passiert oder nicht. Kommt es zu keinem weiteren Sachschaden oder sogar Personenschaden, ist er dran wegen gefährlichem Eingriff in den Straßenverkehr. Das ist eine Straftat. Da ich nicht weiß, wie alt er ist, kann ich auch über das Strafmaß nichts sagen. Kommt es zu einem Sturz mit Personenschaden, oder gar zu einem tödlichen Unfall, geht er in den Knast. Da rettet ihn auch kein Jugendstrafrecht mehr. Allerdings ist es eine Frage der Beweisbarkeit.

Das Jugendstrafrecht richtet sich nur an Alter und Reife aus, nicht an der Tat. Auch schwerste Delikte mit dem Jugendstrafrecht vereinbar.

Nur mal so zur Eingrenzung: Es gibt Bremszüge und Bremsschläuche. Bremsschläuche kann man durchschneiden, verursacht dabei aber eine solche Sauerei, dass versuchte Körperverletzung wegfällt. Bremszüge lassen sich nicht im üblichen Sinne durchschneiden, jedenfalls wird der Begriff nur von Handwerkern so benutzt. Man braucht mindestens einen Seitenschneider dafür.

Was ist passiert? Hat dir jemand die Bremsen ausgehängt?

Bremszüge lassen sich nicht im üblichen Sinne durchschneiden, jedenfalls wird der Begriff nur von Handwerkern so benutzt. Man braucht mindestens einen Seitenschneider dafür.

Was macht man denn mit einem Seitenschneider? Schneiden. Da brauche ich nicht Handwerker zu sein, um den Begriff zu verwenden. Ja, richtig, eine Bastelschere eines Grundschülers reicht zum Durchtrennen eines Bowdenzuges nicht. Das benutzte Werkzeug hat der Fragende aber nicht genannt.

@user353737
  • Immer wieder gibt es Schüler, natürlich nur einzelne, die klauen. Werkzeug werden allerdings so gut wie nie geklaut, da die Diebe keinen Wert in ihnen erkennen können.

  • Man mag bei einer Razzia unter Schülern alles mögliche finden. Messer, Hukas, Por.no-CDs - ein Seitenschneider oder eine Kombizange ist aber extrem unwahrscheinlich.

  • Sehr oft kommt es dazu, dass beim üblichen Gerammel am Fahrradständer Bremzüge entweder aus der Bremse direkt oder aus dem Bremsgriff ausgehakt werden.

Frangalf, wo wurden deine 'Kabel' zerschnitten?

@FelixLingelbach

Du spekulierst, Felix. Ich sehe nirgendwo einen Hinweis darauf, dass es ein Schüler war, dass die Tat spontan geschah. Ich sehe auch keinen Hinweis darauf, dass die Tat mit geklautem Werkzeug passierte. Seitenschneider kann man auch legal erwerben oder der Werkstatt des Vaters entnehmen etc. Wenn ich jemanden schädigen möchte und mir überlege, einfach mal die Bremszüge zu durchtrennen, kann ich mir problemlos einen Seitenschneider einpacken. Passt in jede Hosentasche. Aber warten wir mal die Antwort von Frangalf ab.

@user353737

Oh oh, kein Frangalf mehr da. Du wirst recht gehabt haben. Sieht so aus, als ob der Attentäter aus seinem misslungenen ersten Anschlag gelernt hat...

bin zwar kein experte aber dass müsste grob fahrlässiges handeln gewesen sein

trotzdem wirds schwer ihm das nachzuweisen, wenn er das werkzeug dafür schon entsorgt hat und es keine zeugen gibt, schließlich heißt es ja im zweifel für den angeklagten...

Nein, es ist Vorsatz

@jabloberlin

Mindestens bedingter Vorsatz, da er vielleicht nicht die Unfallfolgen wollte, aber sie billigend in Kauf nahm, als er die Leitung durchschnitt. Wird aber grundsätzlich dem Merkmal Vorsatz zugeordnet, nur schwächer gewertet.

Mindestens Sachbeschädigung, möglicherweise versuchte Körperverletzung, selbst versuchter Totschlag wäre denkbar. Versuchter gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr.

Dort mal unter den Gesetzesnormen nachschauen, mit was die Taten bedroht sind.

Aber die Beweisführung scheint mir unmöglich. Vermutungen reichen nicht aus.

Zivilrechtlich: Schadensersatz.

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