Werde ich als Industriekaufmann direkt in die Buchführung kommen?

3 Antworten

Zunächst einmal kannst Du als Industriekaufmann auch in der Buchhaltung arbeiten, ohne eine Fortbildung zum Geprüften Bilanzbuchhalter (IHK) gemacht zu haben. Denn diese Fort-bildung sagt ja zunächst einmal "nur" aus, dass Du bilanzsicher bist, also an der Erstellung von Bilanzen für das Finanzamt mitwirken kannst. Für die täglichen Buchungen wie Eingangs- oder Ausgangsrechnungen, Spesenabrechnungen etc. kannst Du auch als "normaler" Industriekaufmann in der Buchhaltung arbeiten.

Abgeschlossene kfm. Berufsausbildung + 3 Jahre Berufserfahrung

Die Berufserfahrung muß im betrieblichen Finanz- und Rechnungswesen erworben werden, wie der Deutsche Industrie- und Handelstag (DIHT) als Zusatz zum § 2 der Prüfungs-Verordnung konkrtisiert. Als Nachweis für eine qualifizierte Berufspraxis gelten danach bestimmte Kerntätigkeiten. Besonders wichtig ist vor allem die GuV-Rechnung, die Erstellung des Jahresabschlusses, sowie das Erstellen von Bilanz und Lagebericht.

Besitzt der Bewerber keine Erfahrung in diesen Tätigkeiten, muss eine qualifizierte Mitwirkung in anderen Bereichen des Rechnungswesens nachgewiesen werden. Dies können unter anderem Personalbuchhaltung, Materialbuchhaltung, Kosten- und Leistungsrechnung oder Planungen und Auswertungen im Rechnungswesen sein.

Die vorgeschriebene Berufserfahrung muss erst bei Beginn des ersten Teil der Bilanzbuchhalter-Prüfung erfüllt sein (§ 2 der Prüfungsverordnung). Das bedeutet, dass die Kurse auch bequem parallel zum Beruf absolviert werden können, da diese Zeit ebenfalls als Berufspraxis angerechnet werden kann.

NICHTS hinzuzufügen.

"Den Buchhalter" gibt es heutzutage nicht mehr. Wieso bewirbst du dich nicht gleich als Bilanzbuchhalter oder Steuerberater und machst nicht erst den Umweg über Industriekfm. ?

Weil das nicht geht. Bilanzbuchhalter ist kein Ausbildungs- sondern Weiterbildungsberuf und setzt eine kaufmännische oder steuerfachliche Ausbildung voraus.

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