Wer trägt die Kosten des Rückversandes bei Annahmeverweigerung Verkäufer?

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

War der Warenwert denn über 40 Euro? Ansonsten kann es sein, dass du selber für den Rückversand aufkommen musst.

Der Verkäufer ist verpflichtet, auch unfreie Rücksendungen oder Nachnahmesendungen anzunehmen. Zumindest waren das die gängigen Urteile in der Vergangenheit. "Festgeschrieben" ist dazu nichts, aber ein rechtmäßiger Widerruf ist nach Meinung der Gerichte unabhängig von der Art der Rücksendung. Daher darf der Verkäufer nicht verweigern. Er kann dann auch für die Folgekosten aufkommen. Da ihr euch im Vorfeld nicht geeinigt habt müsst ihr das nun selbst unter Euch ausmachen. Ein Rückversand per Nachnahme ist aber eigentlich auch unnötig, da allein der Verkäufer das volle Versandrisiko hat und dir es völlig egal seien kann, ob und wie die ware dort ankommt. Wenn der Verkäufer natürlich eine gewisse Versandart bevorzugt, dann solltest du entsprechend verfahren.

Bei gewerblichen Verkäufern darfst Du meistens erst portofrei ab einem Einkaufswert von 40 € zurückschicken. Du hättest also die Portokosten selbst tragen müssen, da Dein Einkaufswert bestimmt darunter liegt. Dann hätte er auch die Ware angenommen. Meistens steht das in den Verkaufsbedingungen mit drin. Lies es Dir nochmals durch.

Der Fehler liegt bei dir.

Warum sendest du das per Nachnahme zurück? Ein Verkäufer wird einen Teufel tun, den Kaufpreis über den Postboten zu erstatten (und muss das auch gar nicht); er darf sich selbstverständlich erst mal ein Bild über die zurückgesendete Ware machen.

Warum hast du nicht einfach den ganz normalen und üblichen Weg gewählt, die Ware versichert zurückzusenden und dann das Geld vom Verkäufer zurückerstattet zu bekommen. Beim Warenwert über 40 Euro sogar komplett inclusive der Rücksendenkosten, die du verauslagt hättest.

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