Wenn ich ein Haus für c.a 100.000€ kaufe ohne Eigenkapital...

5 Antworten

Hallo tello99,

gerne möchte ich versuchen Dir weiterzuhelfen.

Die meisten Banken finanzieren Dir den Kaufpreis. Manche Banken finanzieren Dir aber zusätzlich die sogenannten Erwerbsnebenkosten. Hier fällt die Grunderwerbsteuer (3,5 - 5,5% je nach Bundesland) Notar- und Grundbuchkosten von ca. 1,5% und evtl. ein Makler an.

Falls Du die Möglichkeit hast die Erwerbsnebenkosten irgendwie aus Eigenkapital zu zahlen, solltest Du das auf jeden Fall tun. Dies wirkt sich in der Regel positiv auf die Konditionen aus.

Zusätzlich kannst du das "Wohneigentumsprogramm" der KfW bei einer selbstgenutzten Immobilie in Anspruch nehmen.

Ich hoffe, ich konnte Dir ein wenig weiterhelfen!

viele Grüße Kurt,

Interhyp AG

Hallo, vielen Dank für Ihre Antwort, könnten sie mit evtl noch etwas zu diesem KfW Programm sagen, was ist das oder was kann ich mir darunter vorstellen ? Vielen Dank

@tello99

Hallo tello99,

Die KfW ist die Kreditanstalt für Wiederaufbau, sie vergibt zinsverbilligte Förderdarlehen unter anderem auch im Bereich der Baufinanzierung.

Das KfW-Programm „Wohneigentum“ (Programm Nr. 124) können Sie beim Erwerb oder Bau einer eigengenutzten Immobilie (Eigentumswohnung, Haus) nutzen. Mit diesem Programm haben Sie die Möglichkeit, bis zu 100% der Anschaffungs- und Herstellungskosten (max. 50.000 Euro) zu finanzieren. Dabei könne Sie aus verschiedenen Sollzinsbindungsfristen und Darlehenslaufzeiten auswählen.

Es gibt natürlich noch andere wohnwirtschaftliche Programme, diese können Sie gerne unter

www.kfw.de

nachlesen.

Viele Grüße

Annette, Interhyp AG

Du brauchst eine Sicherheit für die Bank, z.B. ausreichende Lebensversicherung, die Du an die Bank als Sicherheit abtrittst. Wenn Du Deinen Abtrag immer fleißig zahlst, bekommst Du diese Lebensversicherung später natürlich wieder.

Rechenexempel: Darlehenszins, zum Beispiel aktuell etwa 2% plus mindestens 1% Tilgung, sind 3 Prozent. Wenn Du 100.000 brauchst, musst Du wohl 125.000 aufnehmen. Davon 3% sind 3750 pa. Also 312,5 pro Monat.

Wow, ist das so günstig geworden, oder habe ich mich vertan. Okay, nochmal an meinem Beispiel: Ich habe mal mit 200.000 DM angefangen und hatte 7,9% plus 2% Tilgung, waren so 1700 DM pro Monat (habe kurz nachgerechnet, stimmt)

Aber Du solltest berücksichtigen, dass Du die Sicherheit für die Bank brauchst und dass ein Haus nicht nur den Kredit kostet, dann kommen Grunderwerbssteuer, regelmäßige Grundsteuer, Strom, Wasser, Regenwasser etc. drauf

Ich würde mich an Deiner Stelle beraten lassen, denn bei den momentanen Zinsen für Eigenheime lohnt sich die Überlegung allemal.

kommt auf eure örtlichen kurse an

notar und grundbuch 1-1.5%

makler, 3-6%+mwst

grunderwerbssteuer, 3,5-5%

grunderwerbssteuer ist in nrw und bawü 5%, woanders 3,5%

der maker ist halt sehr unterschiedlich teuer, ist örtlch

aber die 3 posten sind es

1,5%+makler+grunderwerbssteuer

kfw musst du einfach googeln, das sind zinsvergünstigte darlehn

Also ich schildere Dir mal unsere Situation aus 2005: Da haben wir ein Einfamilienhaus gebaut, schlüsselfertig für über 155.000 € inkl. Notar-, Grundbuchkosten und Grunderwerbssteuer. Wir haben den vollen Betrag von der Sparkasse finanziert bekommen, obwohl wir außer dass wir beim Bau (Isolierung, Aussenbretter) mitgeholfen haben, was als Ersatz für Eigenkapitalanteil geltend gemacht werden konnte. Grob formuliert haben wir je 1/3 in Form von 3 Darlehen bekommen: 1x WfA (Wohnungsbauförderanstalt), KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) und den Rest bei der Sparkasse, wie gesagt grob von jedem ca. 50.000.- €. Bei einer Tilgung von 2% sind das monatlich insgesamt rund 600.- € Rate, also "Kaltmiete" sozusagen. Der Zinssatz war damals im Schnitt bei 4,2 %, außer bei der WfA, das Darlehen haben wir zinslos bekommen bzw. zu 0,5%, was aber genaugenommen nicht Zinsen sind sondern Verwaltungsaufwand, was aber genau wie Zinsen zu kalkulieren ist. Um Deine Frage nun zu beantworten: Ja, grundsätzlich ist das möglich. Es hängt allerdings davon ab, ob Du WfA- undKfW-.Gelder bekommst und wieviel Euch nach abzug der monatl. Raten noch zum Leben bleibt. Man will nämlich sicher gehen, daß ihr auch noch leben könnt, welcher Wohlstand auch immer dahinter stecken mag... Versucht doch mal, in irgendeiner Form Eigenleistung, und sei es durch "eigen Hände Arbeit", den Darlehensbetrag zu reduzieren. Außerdem gibt es KfW und WfA (z.B.: www.nrwbank.de in NRW) auch Rechner und Konditionen, wo Ihr Euren Anspruch je nach subjektiver Lebenssituation und Verhältnissen ermitteln könnt. Ein persönlicher Rat von mir: Übernehmt Euch nicht! Was nicht drin sitzt, sollte man lassen. Es gibt so viele , die sich mit Wohneigentum finanziell auf dünnem Eis bewegen und nicht wirklich glücklich sind mit dem Umstand. Manche Leute drehen total durch, nur um anderen sagen zu können, daß sie "keine Miete mehr zahlen"... Das ist es nicht wert! Viel erfolg !! Gruß Tom

das ist alles möglich, hängt aber von einigen dingen ab, zb. wie hoch dein gehalt ist, und ob der wert der immobilie auch so eingeschätzt wird. klapper ein paar banken ab, dann weißt du mehr.

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