Welche Konsequenzen hat das Kündigen ohne einen neuen Job in Aussicht zu haben?

7 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hi, wichtig ist vor allem, dass du dich innerhalb von drei Werktagen nach Aussprache der Kündigung telefonisch oder persönlich Arbeitsuchend und auch spätestens am 1. Tag der Arbeitslosigkeit in deiner Wohnortagentur Arbeitslos meldest.

Mal davon abgesehen dass bei einer Sperrzeit immer ein wichtiger Grund geprüft wird, würde ich nicht hingehen und meinen Chef um eine Kündigung bitten - wie hier vorgeschlagen wurde....

>> Weil der AG in die Arbeitsbescheinigung eintragen muss warum die Kündigung ausgesprochen wurde und wenn er reinschreibt "Weil er es so wollte" wird auch eine Sperrzeit geprüft! <<

1.Ist man dann trotzdem noch kranken- und pflegeversichert? -> die ersten vier Wochen Nachversicherung, dann erfolgt Anmeldung bei Krankenkasse

2.Was passiert mit zusätzlichen Versicherungen, wie betriebliche Altersvorsorge, Bausparverträge? -> bleiben dir erhalten, sowas wird erst bei Arbeitslosengeld2 ( Hartz vier) geprüft

3.Muss man Nachweise über seine Finanzen (Vermögen) beim Arbeitsamt vorlegen? -> Nein

4.Was passiert nach den 3 Monaten ohne neuen Job? -> bekommst du für den restlichen Zeitraum ganz normal dein Arbeitslosengeld ( Abhängig vom Alter und wie lange in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt wurde)

5.Welche Steine kann das Arbeitsamt einem in den Weg legen? -> In welchem Zusammenhang ? Diese

Du musst dich arbeitsuchend melden, sobald du dich zu diesem Schritt entschlossen hast. Du hast in deinem jetzigen Job, ja auch eine Kündigungsfrist einzuhalten. Die Sperrzeit, die du dann mit Sicherheit bekommst beginnt mit dem Tag an dem du dich persönlich arbeitslos meldest. Vier Wochen bist du dann noch nachversichert in der Krankenkasse. Danach übernimm das Arbeitsamt deine Krankenversicherun. (Ebenso die Pflegeversicherung) Deine privaten Verpflichtungen musst du natürlich weiter erfüllen. Wenn du nicht zahlen kannst, können die Beiträge auf Antrag gestundet werden. Wenn du dann nach Ablauf der Sperrfrist noch keine neue Stelle gefunden hast, bekommst du AlG 1. Die drei Mona te werden natürlich nicht hinten angehängt, die sind effektiv weg.

Die Frage, ob das jemand freiwillig durchgemacht hat, kannst du dir eigentlich sparen. So blöd sind eigentlich wenig Leute. Da muss man schon hochgradiger Alkoholiker sein, dass einem das egal ist. Ein potetieller Arbeitgeber wird sich sagen, dass du jederzeit wieder auf so eine tolle Idee kommen kannst, und sich jemand anderen suchen.

Der klügere Weg ist: weiterarbeiten und nebenher suchen!! Ansonsten: Kranken- und Pflegeversicherung läuft noch einen Monat weiter, danach bist du ohne Versicherungsschutz, wenn du dich nicht privat versicherst (teuer). Betriebliche Versicherungen enden logischerweise, das Geld ist im Eimer, Bausparen läuft nur weiter, wenn du weiter einzahlst. Nein, Nachweise über Vermögen will die AA nicht. Du kriegst halt kein Geld, Ende. Nach drei Monaten gibt es ALG I. Noch ein Tipp: Wenn du das wirklich machst, stimm dich frühzeitig mit deinen Versicherungen ab und melde dich am ersten Tag ohne Arbeit sofort bei der AA arbeitslos. Auch, wenn du kein Geld kriegst: Sonst fehlen dir die Monate später in der Rente.

Wieso ist man nicht versichert, wenn man arbeitslos gemeldet ist? Dann hätten hier zig Millionen ein echtes Problem!

Außerdem muß man sich schon zum Zeitpunkt der Kündigung beim AA melden.

@ErsterSchnee

Ja, du hast Recht: Wenn er am ersten Tag zur AA geht und sich arbeitslos meldet, ist er versichert, sonst nicht. Das ist wirklich wichtig. Manche denken halt: Krieg noch kein Geld, geh ich nicht hin....

Nach drei Monaten Sperre erhälst Du ganz normal Arbeitslosengeld - aber beim neuen Arbeitgeber wird es keinen guten Eindruck machen, wenn Du schon mal "rein vorsorglich" gekündigt hast.

Was möchtest Du wissen?