Was zahlt die Versicherung, wenn ich Schaden nicht reparieren lassen möchte sondern nur das Geld?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo !

Im Regelfall zahlt die Versicherung bei "Nicht-Reparatur" den Nettobeitrag des Schadens (+ ggf. Kostenpauschale / detaillierte Kosten durch den Schaden).

Diese Sache ist allerdings meist streitig und in vielen Fällen werden bei entsprechendem Nachdruck auch die Bruttokosten bezahlt. In jedem Fall kann nun bei "Unzufriedenheit" gewechselt werden.

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Gruß !

und in vielen Fällen werden bei entsprechendem Nachdruck auch die Bruttokosten bezahlt

Es werden keine Bruttokosten übernommen bei fiktiver Abrechnung, zeige mir aktuelle Fälle wo die MWSt bei fiktiver Abrechnung gezahlt wird.

In jedem Fall kann nun bei "Unzufriedenheit" gewechselt werden.

Was kann gewechselt werden ?
Der Geschädigte kann wie hier in dem Fall nichts wechseln, was soll derjenige denn wechseln ?

Du kannst nach Gutachten abrechnen und bekommst dann den Netto-Betrag. Der Schaden wird in einer Zentralkartei vermerkt, damit der gleiche Schaden nicht wo anders wieder auftaucht.

Es stimmt, Du bekommt die Reparaturkosten netto, also ohne Umsatzsteuer.

danke für die schnelle Antwort :)

Das kannst Du Dir aussuchen, bei (1) wenn Du es selbst Reparieren willst, dann entfällt ja die gesetzliche Mehrwertsteuer, bei (2) wenn Du das Auto an die Versicherung abtritts, bei (3) Restwert kassiert die Versicherung das Auto ebenso ein bzw. Hat einen Anspruch auf das Auto.

hallo..was meinst du mit Auto an die Versicherung abtreten?

Das kommt nie vor, dass ein Versicherer ein beschädigtes Fahrzeug "einkassiert". Bei einem Totalschaden ergibt sich der Restwert des Fahrzeuges aus einem konkreten Angebot eines Restwertaufkäufers. Das zumeist Autohändler, die eben Schrottautos aufkaufen, um noch ein paar Teile zu verwenden.

@Nordmann2000

Ja, aber der Teufel steckt im Detail, "hat einen Anspruch".

;-)))

@Astroprofiler

Hat einen Anspruch auf das Auto.

Die Versicherung hat KEINEN Anspruch auf das Auto, das Fahrzeug wird schließlich nicht enteignet.

Dem Eigentümer des Fahrzeuges bleibt es völlig frei ob er das beschädigte Fahrzeug im Falle einer Restwertabwicklung verkauft oder in das Wohnzimmer stellt.

@Leon97531

Wiederbeschaffungswert: 2500€, Restwert: 444€...

Das sehe ich und die Versicherung etwas anders. Wenn sie die 2500 beansprucht zieht die Versicherung den Restwert ab, oder behält sich bei voller Auszahlung einen Anspruch auf das Fahrzeug vor, da sie es selten tun, gibt es den Restwert nicht erstattetet. Und Du kannst Dir dass Auto ins Wohnzimmer stellen.

Aber danke für den Hinweis, und achte zukünftig auf die Details, bitte.

:-)))

@Astroprofiler

Die Kaskoversicherung zieht den Restwert immer ab. Warum sollte sie das nicht tun?

@Astroprofiler

Das sehe ich und die Versicherung etwas anders

Du magst dies so sehen, kann ich ja nix für.
Versicherungen können aber keine Enteignung aufgrund dessen vornehmen.

Wenn sie die 2500 beansprucht zieht die Versicherung den Restwert ab,

Klar zieht die den Restwert ab.

Aber die Versicherung kassiert weder das Fahrzeug ein, noch hat die Versicherung ein Anspruch auf das Auto, dies unterliegt allein dem Geschädigten was mit dem Auto passieren soll, auf die Entscheidung hat die Versicherung überhaupt keinen Einfluss..

und achte zukünftig auf die Details

Darauf solltest du wirklich achten.

@Leon97531

Detailbeachtrachtung:

Der Restwert bezeichnet die Summe, für die das Auto von der Versicherung aufgekauft werden kann, wenn z. B. eine Abrechnung auf Totalschaden angestrebt wird, klar zieht eine Versicherung den Restwert ab, Versicherungen sind keine Schrottplatzbetreiber. Damit überlässt sie es dem Besitzer das Auto dafür zu verkaufen, sonst würde sie ihn bezahlen müssen.

Details erkannt, Sachlage verstanden???

Der Bundesgerichtshof kam zu dem Ergebnis, dass bei der Berechnung des Schadens der Restwert des Fahrzeugs dann nicht vom Wiederbeschaffungswert abgezogen werden darf, wenn der Geschädigte sein Fahrzeug repariert und weiterbenutzt, vorausgesetzt die geschätzten Reparaturkosten übersteigen den Wiederbeschaffungswert nicht. Habe der Geschädigte sein Integritätsinteresse am Fahrzeug durch Reparatur und Weiterbenutzung zum Ausdruck gebracht, dürfe die Versicherung den Wiederbeschaffungswert nicht um den Restwert kürzen. (Bundesgerichtshof, Urteil vom 29.04.03, Az.: VI ZR 393/02, Zfs 2003, 403). Der Geschädigte als „Herr des Restitutionsgeschehens“ kann auf diese Weise von der Versicherung nicht zum Verkauf seines Fahrzeugs zu dem von ihr angebotenen Restwert gezwungen werden. Auf die Qualität der Reparatur kommt es in diesem Fall nicht an.

@Astroprofiler

Details erkannt, Sachlage verstanden???

Wir wissen es nicht ob Du es verstanden hast !

Deine ursprünglichen Behauptungen sind immer noch völlig falsch, weder hat die Versicherung einen Anspruch auf das Fahrzeug, noch "kassiert" die Versicherung das Fahrzeug, beide deine Äußerungen sind verkehrt, und daran ändern sich auch nichts durch deine "Detailbetrachtung".

Aber melde dich doch wieder mit deinem Doppelaccount an, und bestätige dich selbst.

Es stimmt, Du kannst auch eine "fiktive Abrechnung" fordern, d. h., dass Dir die Reparaturkosten nach Gutachten ausgezahlt werden. Rechtsgrundlage ist der § 249 BGB.

Nicht gezahlt wird dabei der MwSt-Anteil, die Kosten für die Verbringung des Fahrzeuges zum Lackierer sowie die Ersatzteilaufschläge.

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