Was kostet ein Mercedes s klasse, Audi A8 und bmw 7 in der Produktion?

5 Antworten

Es gibt immer wieder Reportagen im TV, wo darauf hingewiesen wird, dass die Hersteller mit dem Verkauf von Neuwagen nur "gering" verdienen. Daher wird auch mit den Vertrags-Werkstätten geguckt, nach dem Verkauf möglichst viel Umsatz zu machen.

Ausserdem hast Du ja als Hersteller die Entwicklungskosten (letzte E-Klasse z.B. über 1 Milliarde), die Löhne etc. zu berücksichtigen. Da bleibt wirklich nicht mehr sehr viel.

Über sogenannte Volumenmodelle (3er BMW, C-Klasse, Golf usw.), die man hunderttausendfach verkauft, kommt man dann zu anständigem Gewinn.

...für weit über 100.000€... aber sie viel bezahlen die Hersteller für die Produktion? Nicht mal 10.000€?

Dieses Beispiel kannst Du jedenfalls bei Weitem knicken.

Asoo ok danke für die Antwort weil ich kenne es aus der Smartphone Branche... ein iPhone x kostet 1300€ jedoch wirds für 300€ produziert. Also 1000€ roher Gewinn, natürlich sind da die Arbeitskosten etc nicht eingerechnet aber ich dachte das es so bei Autos auch so ist. Nun gut danke. Wieso haben die Neuwagen denn dann so einen hohen Wertverlust ?

@DenisSulovic30

Wieso haben die Neuwagen denn dann so einen hohen Wertverlust ?

Ääähh...Andere Baustelle. Das ja nun nichts mit den Hersteller-Kosten zu tun. Diese Preise bestimmt logischerweise der Markt.

Sagen wir so: Weshalb soll ich für einen Jahreswagen 90% des Neupreises zahlen? Da kauf ich doch gleich lieber einen Neuwagen.

Folgerichtig kriegst Du einen einjährigen Gebrauchten nur mit grossem Wertverlust verkauft.

Werden wir wirklich abgezockt?

Eher nicht.

Schau mal, Bub, es ist nicht sonderlich sinnvoll, so zu tun, als müsse man ein Auto nur produzieren und dann für $GANZVIELGELD verkaufen und könne die Differenz zwischen  den beiden Zahlen als fetten Gewinn einstreichen.

So ein Auto muss auch entwickelt werden, dafür muss man Ingenieure bezahlen. Die ganzen Mitarbeiter müssen eingestellt und betreut werden, dafür braucht man das Personalwesen. Jede Menge Rechnungen müssen bezahlt werden, dafür braucht man das Rechnungswesen. Für das Geschäft mit den Zulieferern braucht man den Einkauf, um die Karren an den Mann zu bringen, braucht man das Marketing und den Vertrieb. Und so weiter und so fort. All diese Kosten kommen auf die reinen Produktionskosten oben drauf und schmälern den $FETTENGEWINN.

Wenn du wissen willst, wer dich als Kunden am meisten "abzockt", schau dir an, wie hoch die Gewinne der verschiedenen Hersteller sind (ich sage dir jetzt nicht, dass manche Hersteller in erster Linie durch ihre konzerneigenen Banken Profit machen und die Autobauerei bestenfalls nur eine "schwarze Null" generiert).

Wieso machen dann iPhone so viel Kohle ? 300€ Produktionskosten und es wird weit über 1000€ verkauft

@DenisSulovic30

Weil sie's können.

Natürlich macht auch Apple keinen Reingewinn von 700 € mit jedem verkauften iPhone. Allein die Marketingausgaben dürften ziemlich gigantisch sein, wie auch bei anderen Markenartiklern.

Aber solange es Fanboys in ausreichender Zahl gibt, die obszöne Preise zu zahlen gewillt sind, kann Apple auch obszöne Gewinne einfahren.

Glaub mir einfach, des kannst du nicht so einfach sagen. Weil bei den Produktionskosten ist alles dabei, was der Hersteller bezahlen musste. Sagen wir würden die 10 Prozent Gewinn machen pro Fahrzeug, abzüglich Kosten, die die ausgleichen müssen. Wenn alles gut läuft. Wenn erwartete Stückzahlen nicht erreicht werden, viel weniger. Sobald du dir aber alles weg denkst, Enwicklungskosten, Arbeiter, Marketing, Strom, Licht, Wasser,  Logistik und Sonstiges. Also nur Material, dann würde ne 150000 Euro S klasse als 500er mit allem, was du kaufen kannst vlt 20000-30000 Euro Material kosten. Aber nur geschätzt kann natürlich viel weniger sein. Wenn du überlegst, dass die für das Burmester High End Soundsystem vlt 100 Euro über Mengenabnahme bezahlen und für 8000 Euro anbieten. 

Hoffe ich konnte dir ungefähr helfen. 

Ein Modell rentiert sich nur, wenn der Verkauf an Stückzahlen stimmt. Entwicklungskosten und alles was mit der Fertigung eines Autos zusammenhängt, verschlingt einiges an Kosten.

Was nun ein Mercedes S Klasse von der Entwicklung bis zur Fertigung kostet, wissen wir nicht. Das kann man nur schätzen, aber auch da nur zu ungenauen Zahlen kommen.

Ich habe mir einen MAZDA CX 5 , Diesel, 2,2 L, 175 PS, gekauft. Mit allem drum und dran, kostet dieses Auto 44 500.--€. ( Schiebedach, Lederausstattung, Anhängerkupplung, Metalliclackierung, größere Reifen usw.).

Mit dem Händler konnte ich einen Preis von 34 500.--€ vereinbaren. Das sind zunächst mal 10 000.--€ Nachlass , gegenüber dem Verkaufspreis.

Das Fahrzeug hatte 6 Monate Lieferzeit und wurde aus Japan geliefert. Wieviel der Händler für das Fahrzeug beim Hersteller bezahlen muss, wird man wohl nie erfahren.

Sicher hat der Händler keine 10 000.--€ Bruttogewinn bei diesem Fahrzeug. Ich gehe mal davon aus, dass ihm vielleicht 4-5000.--€ Bruttogewinn bleiben.

Inzwischen verlieren einige ehemalige Stützpunkthändler auch ihren Status als Stützpunkthändler, wenn nicht genug Fahrzeuge dieser Marke verkauft werden.

Wie mir ein Verkaufsleiter eines Autohauses mit mehreren Filialen erzählte, muss er eine bestimmte Anzahl von Fahrzeugen abnehmen und die Anzahl bestimmt der Hersteller. Wie der Händler all diese Fahrzeuge verkaufen kann, ist seine Sache.

Mitunter muss er Sonderaktonen starten um die Fahrzeuge verkaufen zu können. Dann bleiben dem vielleicht mal 3000.--€ Bruttogewinn.

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