Wann kann mich mein Chef zum Amtsarzt schicken?

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ein Arbeitgeber kann nicht grundsätzlich von vorneherein sagen, dass er dich zum Amtsarzt schicken wird. Er hat aber die Möglichkeit, dies zu tun, wenn er der Meinung ist, dass eine Krankmeldung evtl fingiert ist, eine Gefälligkeit des Arztes ist. Firmen schicken Leute zum eigenen Betriebsarzt (wenn sie einen solchen haben) oder zum Amtsarzt, wenn sie befürchten, dass trotz AU-Bescheinigung keine wirkliche Arbeitsunfähigkeit vorliegt.

Das geht aber auch nicht gleich beim ersten Mal, man macht das, wenn sich gewisse Vorfälle häufen. Ist man tatsächlich krank, dann sollte das auch kein Problem sein. Ist man krank, wird auch der Amtsarzt zu keinem anderen Ergebnis kommen als der Hausarzt.

Ein Attest anstelle einer AU-Bescheinigung? Was erwarten die? Die AU ist ein vorgedrucktes Formular. Auch ein Attest wird aber nichts anderes zeigen, nur eben frei formuliert. Die Krankheit selbst darf auch im Attest nicht drinstehen, darauf hat der Arbeitgeber keinen Anspruch.

Gerade Rechtsanwälte und ähnliche Arbeitgeber versuchen oft, ihre Angestellten einzuschüchtern. Man ist sehr schnell geneigt zu sagen, dass der als Anwalt sich ja auskennen muss und man da sicher den kürzeren zieht. Diese Angst verführt oft dazu, einfach alles zu akzeptieren. Und damit rechnen die oft.

Ein Amtsarzt ist nicht für Privatfirmen zuständig und lässt sich dafür auch nicht missbrauchen.

Gehören Rechtsanwälte auch dazu?

Ich bin Auszubildende und mache meine Abschlussprüfung im Mai.

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