Wann bekommt man Schlüssel beim Kauf einer Wohnung?

5 Antworten

... wir haben diese Dinger immer bekommen nach Geldeingang beim Verkäufer, weil beide Parteien es so kaufvertraglich vereinbart haben.

Für sehr wichtig halte ich die Regelung/Vereinbarung über etwaiges Hausgeldguthaben bzw. Nachforderung aus Abrechnungen, insbesondere bei einem Leerstand sowie die Teilnahmeerlaubnis an Versammlungen der WEG.

Ein Käufer bekommt dieses Recht/den Anspruch auf Guthaben und Teilnahme ja erst mit der Einschreibung als Eigentümer und diese Orgie dauert bei uns derzeit fast ein Jahr.

Normalerweise bekommt  der Käufer die Schlüssel wenn er rechtmäßiger Eigentümer ist.

Das ist er mit Datum der Grundbuchänderung, nicht mit Unterschrift unter den Kaufvertrag.

Sorry, aber das ist nicht richtig.

Der Käufer bekommt die Schlüssel an dem Tag, der im Kaufvertrag für die Übergabe der "Nutzen und Lasten" vorgesehen ist.

Die Grundbuchänderung findet zum Teil erst nach Monaten statt.

@Mikkey

Ich schrieb "normalerweise".

Das der Übergang von Nutzen und Lasten vor der Grundbuchänderung sein kann, kommt auf die genaue notarielle Vereinbarung an.

@Mikkey

.... falscher Kommentar!

Das ist eben so wie behauptet nicht normal. Wenn dem so wäre, müßte es nicht extra ausgehandelt und vorgesehen werden.

Nun stehen hier so viele verschiedene Antworten, dass Dir schwerfallen düfte die Richtige daraus zu identifizieren.

Jedenfalls ist die Übergabe der Wohnung (bei der auch die Schlüssel übergeben werden) im Kaufvertrag festgelegt. Dies ist natürlich wie andere Dinge des Vertrags auch verhandelbar.

Üblicherweise findet diese Übergabe nach Zahlung des Kaufpreises statt. Diese wiederum findet nach Eintragung der Auflassungsvormerkung im Grundbuch statt. Diese Vorgehensweise nennt sich Zug-um-Zug und sichert den beiden Vertragsparteien größtmögliche Sicherheit gegen Betrug. Wenn die Vertragsparteien trotzdem eine andere Vorgehensweise bevorzugen, wird der Notar dies nicht verhindern.

Dein Onkel darf aber beim Notar gern (auch "dumme") Fragen stellen, dafür bekommt der schließlich eine ordentliche Bezahlung.

Im Normalfall ist der Standardvertragstext so gestaltet, dass der Besitz nach Geldeingang beim Verkäufer übergeht.

Das kann man aber vertraglich regeln und sollte bereits in der Entwurfsverfassung stehen.

Ergänze, den Entwurf, den man sich auch bei einem Vertrag unter Privatleuten vorab vom Notzur Kenntnis zukommen lassen sollte. 

@kabbes69

Genau. Aber im Endeffekt wirken ja alle Notare schon allein wegen § 17 Abs. 2a Satz 2 Nr. 2 BeurkG darauf hin. Sprich um die Überlegungsfrist zu wahren, wird beim Verbruchergeschäften der Entwurf zugestellt.

Hallo,

der Besitzübergang wird in der Regel im Kaufvertrag geregelt.

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