Versteckte Mieterhöhung?

5 Antworten

Also, das kann ich nicht glauben. Wie soll der Vermieter jetzt schon 2012 abrechnen. Er kann noch gar nicht alle Rechnungen erhalten haben. Prüfe die AR kritisch, insbesondere die Wärmeabrechnung. Für mich stimmt da etwas nicht. Eine Erhöhung ist zudem nur möglich, wenn die AR mit einer Nachforderung endet, Davon ist aber aus der Frage nichts zu erkennen. Ein Mieter hat nicht die gestiegenen Kosten und Lasten des Vermieters zu bezahlen, er bezahlt nur seinen persönlichen Verbrauch. Ein Mieter einer ETW hat ja auch nicht das umlagefähige Hausgeld zu wuppen, so jedenfalls die Gerichte zu unseren Hütten.

Dein Ärger über diese versteckte Form der Mieterhöhung ist verständlich. Andererseits, was würde passieren, wenn Du ablehnst? Eine Erhöhung um 1,2 % jetzt bedeutet, dass Du 15 Monate Ruhe vor weiterer Erhöhung hast. Angenommen der Vermieter ist verärgert, wenn er Deine Ablehnung bekommt, wird er möglicherweise auf die Idee kommen, Dir mit einem weiteren Schreiben wesentlich mehr abzuverlangen. Du kannst das dann zwar auch ablehnen, aber dann klagt er vielleicht und dann wird es richtig ärgerlich und aufwändig. Selbst wenn Du mit Deiner Ablehnung Erfolg hast, ist der Aufwand ganz enorm. Mach eine Risikoabwägung. Du kennst Deinen Vermieter besser.

Es ist doch offensichtlich, dass es keine Mieterhöhung ist sondern eine Anpassung der monatlichen Betriebskostenvorauszahlung.

@albatros

Das ist überhaupt nicht offensichtlich. Es ist nur verwirrend und das womöglich mit Absicht.

@bwhoch2

Für dich wohl nicht, für mich und einige andre Foristen sehr wohl. Verwirrend ist das alles schon, mit etwas Sachkenntnis ist aber der Sinn und die Absicht erkennbar.

Der Vermieter ist offensichtlich etwas unbedarft in seiner Wortwahl. Wie der Anschein ist, handelt es sich um die Anpassung der Betriebskostenvorauszahlung. Das hat der Gesetzgeber durchaus so vorgesehen. Voraussetzung ist, dass die Abrechnung sowohl formal als auch in haltlich korrekt ist. Ist das der Fakll, so kann die monatliche Vorauszahlung für die Zukunft ab übnernächstem Monat nach Zustellung der Abrechnung angepasst werden. Abgeleitet wird der Erhöhungsbetrag von der geforderten Nachzahlung für das abgerechnete Abrechnungsjahr. Also: Nachzahlungsbetrag:12= Erhöhung je Monat. Ich entnehme aus der mon. Erh. von 8 Euro, dass die Nachz. 96 Euro betrug. Nochmals: Das ist keine Mieterhöhung, lediglich eine Anpassung der Vorauszahlung.

Und was ist, wenn nicht und im nächsten Jahr sind die 8 € Erhöhung nicht in der Vorauszahlung berücksichtigt sondern tatsächlich auf die Kaltmiete aufgeschlagen worden?

@bwhoch2

Eine Erhöhung der Nettomiete setzt ein ordentliches Mieterhöhungsverlangen voraus, was aber hier nicht erfolgte, Du weist die Höhe der Nettomiete und kennst auch den monatlichen Betrag deiner Vorauszahlung. Da ist es bei der nächsten Abrechnung doch wohl erkennbar, wie der Hase läuft.

Nettomiete und Nebenkosten müssen klar von einander abgegrenzt werden.

Eine Erhöhung um 7 € liegt aber ganz klar im Bereich der Vorsorge, um eine evtl. Nachzahlung im nächsten Abrechnungsjahr zu vermeiden. Wenn zuviel gezahlt wird, wird das ja auch bei der Endabrechnung berücksichtigt.

Hier ändert sich die Gesamtmiete aus Erhöhungen der Nebenkosten. Das ist völlig korrekt und hat mit eier Grundmieterhöhung nichts zu tun. Bei den Nebekosten gemäß BK-Umlageverordnung handelt es sich um Abschläge (Vorauszahlungen) auf den eigentlich jährlich abgerechneten Verbrauch. Eine Anpassung ergibt sich immer dann als erforderlich und auch berechtigt, wenn es absehbar gleichbleibende Veränderungen zum vorherigen Abschlag gibt. Das ist hier der Fall.

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