Überforderte Mutter schreit ihr weinendes Kind an und das Haus zusammen, wann sollte man handeln?

5 Antworten

Einer alleinerziehenden Mutter würde ich nicht gleich mit dem Jugendamt drohen oder sie dort melden. Erstmal würde ich das Gespräch mit der Frau selbst suchen.

Aus dem Berufsalltag weiß ich, dass Alleinerziehende es oft schwer haben, die finanzielle Situation, das alltägliche Leben, meistens eine Teilzeitstelle und das Kind irgendwie vernünftig unter einen Hut zu bringen und gleichzeitig selbst dabei nicht zu kurz zu kommen.

Sie sind abgespannt, oft unter Zeitdruck und stehen unter dem Druck, den fehlenden Elternteil so gut es geht ersetzen zu wollen. Schließlich wollen sie für ihre Kinder da sein und nicht als Rabeneltern gelten.

Vermutlich brauch die Frau Unterstützung in Form eines Zuhörers, der vielleicht ab und zu Zeit hat, um das Kind zu betreuen oder jemanden hierzu vermitteln kann. Man könnte ihr zum Beispiel helfen jemaden zu finden, der das ehrenamtlich tun würde (oftmals reicht für eine Tagesmutter das Geld nicht).

Wichtig ist, der Mutter keinen Vorwurf zu machen, zu zuhören und nicht zu werten. Druck hat sie ja offenbar ohnehin schon genug und mit dem Jugendamt dürfte ihr nur bedingt geholfen sein.

Kinder brauchen Eltern, die für sie da sind und wenn sie da auch noch Probleme bekommt, ist dem Kind bestimmt nicht geholfen.

Bei der Caritas, Diakonie etc. gibt es oft sogenannte Kinderhäuser (eine Art altersgemischter Kindergarten der meist ab dem Alter von 6 Monaten Kinder nimmt). Dies ist für Alleinerziehende eine gute Möglichkeit, sofern vorhanden.

Möglich wäre auch eine Krabbelgruppe oder Nachbarschaftsbetreuung zu organisieren, aber sicher erst, wenn man erstmal ein vertrauensvolles Verhältnis zu der Mutter hat.

Es würde der Mutter schon helfen, wenn man Verständnis äußert und auch den bisschen den Druck aus dem Nachbarschaftsverhältnis rausnimmt. Nächtliches Geschrei ist für die Mutter ja zusätzlich der "OHmeinGottBaldBeschwerdenSichDieNachbarn" -Stress. Also ihr sagen, dass man das Geschrei manchmal hört und Kinder einen oft ganz schön erschöpfen können und dass man Verständnis für ihre Situation hat. Dass sie aber ein ganz tolles Kind hat und ob es bald in den Kindergarten oder eine SPielgruppe geht. Dass es ihr (der Mutter) sicher gut tut, mal eine AUszeit zu haben.

Ich würde nicht gleich mit dem Jugendamt winken. Alleinerziehend mit einem Schreihals, da würden den meisten Müttern die Sicherungen mal durchbrennen. Jugendamt heisst da immer "Du hast versagt". Aber wer sein Kind am Tag einmal anschreit ist noch längst nicht da angelangt, wo das Jugendamt eingreifen sollte. Die braucht auch keine Erziehungsberatung, sondern Unterstützung und Auszeiten.

Hallo !!

Handeln ist wichtig!!!!!!!! Weg schauen kann jeder!!!!!!!! Und was dabei raus kommt kann man LEIDER fast täglich in der Zeitung oder in den Nachrichten lesen oder hören. Rede am besten mit den Nachbarn. Was Sie beobachtet haben, was Sie denken. Tut euch zusammen. sprecht die Mutter an aber fallt nicht mit der Tür ins Haus. Ich bin auch eine Mama und mein Kind ist 2 Jahre und drei Monate! Manchmal ist das auch alles schwierig und vielleicht fehlen ihr mEnschen die Ihr helfen und nicht weg sehen. Vielleicht hat Sie sonst keinen in der Familie der ihr mal hilft! Die Idee oben mit dem Kaffee finde ich gut! Und wenn es schlimmer wird würde ich das auf jedenfall melden. Denn eine Kurzschlussreaktion wäre evtö von der Mutter aus Möglich! Und das ist das grausamste auf der Welt was es gibt! Wenn ich das lese, bekomme ich immer Gänsehaut und denke mir immer wo sind da die Verwandte Bekannte und NAchbarn einer muss doch was mit bekommen haben!!!! TOLL das es so Menschen wie dich gibt die darauf achten das unsere Kinder behutsam aufwachsen sollen!

Das Kinder ganzschöne Energiebündel sein können die ohne Ende fordern steht ausser Frage, ich glaube jedoch nicht, dass es hier zum schlimmsten aller Fälle - Kurzschlusshandlung - kommen wird. Die Idee sich erstmal mit den anderen Nachbarn auszutauschen halte ich am Sinnvollsten, auch wenn die Nachbarschaft nicht so gut ist. Danke schonmal für deine ehrlichen Worte.

Lade sie und ihr Kind doch mal zu Kaffee und Kuchen ein, redet miteinander - höre aufmerksam zu. Warscheinlich ist sie dankbar, wenn mal jemand ihre Probleme anhört und fühlt sich hinterher besser.
Vielleicht anbieten, mal auf das Kind aufzupassen, wenn sie Erledigungen machen will.

sie ist anscheinend total überfordert. Lade sie doch mal zum Kaffee ein und taste Dich langsam voran. Vielleicht vertraut sie sich Dir an und nimmt Hilfe von Dir an. Oder Du kontaktierst das Jugendamt.Dann bekommt sie, wenn es nötig ist, eine Familienpflegerin, die sie unterstützt

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