Schwangerschaftsabbruch ohne Krankenversicherung

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Allgemeines

  • In Deutschland hat jede Frau die freie Wahl, eine Schwangerschaft auszutragen oder abzubrechen. Diese freie Wahl sollte sie nutzen und dabei ihre Lebensplanung, ihre eigenen Wertvorstellungen, die wirtschaftliche Lage und die eventuelle familiäre Zukunft berücksichtigen.
  • Du solltest Dir UNVERZÜGLICH einen Termin für eine dringliche SCHWANGERSCHAFTSKONFLIKTBERATUNG geben lassen. ProFamilia berät neutral, professionell und umfassend. Auf profamilia.de findest Du rechts-oben "Angebote vor Ort" und kannst dort eine nahegelegene Filiale kontaktieren. Nach der Beratung hast Du immer noch alle Optionen und kann sich fundiert entscheiden.
  • Schwangerschaftsabbrüche sind immer eilig. In Deutschland gilt die strenge Fristenlösung, nach der Abbrüche nur bis zur 12. Woche nach Empfängnis erlaubt sind.

zu der Kostenfrage

  • Die Krankenkassen übernehmen die Kosten bei medizinischer und kriminologischer Indikation.
  • In den anderen Fällen (Beratungsregelung) übernimmt der Staat die Kosten, wenn die Schwangere weniger als 1033 Euro im Monat zur Verfügung hat.
  • In allen übrigen Fällen müssen die Kosten von der Schwangeren getragen werden.
  • Du kannst also kostenfrei abbrechen. ProFamilia wird Dir alles genau erklären und beantworten können. Nutze diese Beratung so schnell wie möglich.

In Deutschland ist jeder krankenversichert, das ist umgehend zu klären. Welches war die letzte eigene Krankenkasse, bzw. bei welcher waren Sie zuletzt familienversichert? Wenn ihre Mutter auch ohne ist, dann muss sie zu ihrer letzten und den Sachverhalt klären. Den Schein von der AOK dürfen sie nur einsetzen, wenn klar ist, das sie dort versichert sind, wenn nicht ist das illegal und sie bekommen irgendwann die Rechnung präsentiert. Kümern sie sich um die Krankenversicherung. Alle Kommentare zum Abbruch finde ich persönlich einfach daneben, egal, wie ich zu diesem Thema stehe- alles die Entscheidung von Ihnen, ich dachte immer, dieses forum ist sachlich!

also ich war davor bis ich 18 wurde und dann von der schule rauskam , in der AOK Kelheim versichert. Nun war ich in der Krankenkasse bei uns in der Stadt und hab das mit denen wegen dem abbruch geredet, die haben mir dann einen antrag auf kostenübernahme bei geringverdiener gegeben. Laut AOK passt dies nun alles und für den eingriff selbst muss ich nichts zahlen. Nur die feststellung der Schwangerschaft beim FA und die Nachuntersuchung muss ich selber zahlen , laut AoK pro Untersuchung 50 Euro..

Um einen Schwangerschaftsabbruch durchführen zu lassen, muss der behandelnde Arzt zunächst die Schwangerschaft bestätigen. Die in diesem Zusammenhang durchzuführende gynäkologische Untersuchung richtet sich nach dem Alter der Schwangerschaft und möglichen Fehlbildungen des Embryos. Der Arzt muss die Patientin beraten und sie über die gesetzliche Lage informieren. Auf Wunsch kann die Schwangere eine Schwangerschaftsbescheinigung erhalten, die unter anderem das Alter der Schwangerschaft enthält. Diese Bescheinigung ist jedoch für die gesetzlich vorgeschriebene Schwangerenkonfliktberatung nicht zwingend erforderlich.

In dieser Pflichtberatung erhalten schwangere Frauen und Mädchen kostenlos ein ausführliches Beratungsgespräch. Zudem besprechen die Berater mit der Betroffenen ihre Situation detailliert und erarbeiten mit ihr zusammen Lösungsvorschläge. Nach diesem Gespräch kann die Schwangere selbst entscheiden, ob Sie die Schwangerschaft fortsetzen möchte. Sie hat in jedem Fall Anspruch auf einen Beratungsschein, der ihren Namen und das Datum des Gesprächs enthält. Der Schein darf aber nichts über den Inhalt und den Verlauf des Gesprächs aussagen. Ohne diesen Beratungsschein ist eine legale Abtreibung nicht möglich. Katholische Einrichtungen beschränken sich seit dem Jahr 2002 auf die Beratung, händigen aber keinen Beratungsschein mehr aus.Bei der Beratungsstelle oder dem behandelnden Gynäkologen kann sich die Schwangere dann über Fachärzte oder Einrichtungen in informieren, die den Eingriff nach modernem medizinischen Standard vornehmen. Ein Schwangerschaftsabbruch kann im Normalfall in folgenden Einrichtungen erfolgen:

Medizinische Einrichtungen von Pro Familia

Praxis- oder Tageskliniken

Krankenhäuser und entsprechend ausgestattete Arztpraxen

Vor dem Abbruch wird die Patientin in der Regel nochmals über den Eingriff, die notwendige Nachbehandlung und die Risiken aufgeklärt. Die meisten Schwangerschaftsabbrüche werden mit der so genannten Absaugmethode durchgeführt. Dabei wird der Muttermund unter örtlicher Betäubung oder Vollnarkose vorsichtig gedehnt. Der Arzt schiebt dann ein dünnes Röhrchen in die Gebärmutter, das mit einer Saugpumpe verbunden ist. In vielen Fällen folgt anschließend eine Ausschabung der Gebärmutter (Kürettage), um Gewebereste vollständig zu entfernen. Der Eingriff dauert nur wenige Minuten. Anschließend wird ein Mittel injiziert, das die Gebärmutter wieder zusammenzieht und so die Blutung stillt und Infektionen vorbeugt.Die meisten Frauen können etwa eine Stunde nach dem Eingriff wieder nach Hause gehen. Eine weitere Möglichkeit einen Schwangerschaftsabbruch durchzuführen ist die Gabe der so genannten Abtreibungspille Mifegyne, die als Alternative zu den chirurgischen Eingriffen dargestellt wird. Dabei bewirkt der enthaltene Wirkstoff Mifepriston, dass die in der Gebärmutter eingenistete Eizelle abgestoßen wird.

Inzwischen ist der medikamentöse Schwangerschaftsabbruch bis zur neunten Schwangerschaftswoche (63. Tag nach dem ersten Tag der letzten Regelblutung) erlaubt. Die Pille darf nur unter ärztlicher Aufsicht in dafür zugelassenen Kliniken oder Arztpraxen angewendet werden. Zusätzlich zur Abtreibungspille wird das Hormon Prostaglandin eingesetzt. Dieses muss 36 bis 48 Stunden später eingenommen werden, was oft ebenfalls in der Klinik oder Praxis geschieht. Inzwischen wird die Pille mit Prostaglandin aber immer häufiger auch zur Einnahme nach Hause mitgegeben. Prostaglandine führen zu Kontraktionen (Zusammenziehen) der Gebärmutter. Sie führen mit hoher Wahrscheinlichkeit (etwa 95 Prozent) dazu, dass die Frucht ausgestoßen wird. Dabei kann es durchaus auch zu Schmerzen kommen, die jedoch in der Regel rasch wieder verschwinden.

Quelle: http://www.portal-der-frauen.de/frauengesundheit/schwangerschaft/abtreibung/schwangerschaftsabbruch/schwangerschaftsabbruch-ablauf.html

vielen vielen dank für deine antwort ;)

Hallo,

am besten möglichst schnell einen Termin bei einer Schwangerschaftsberatungsstelle machen.

Ist ggf. eine kostenlose Familienversicherung über den Vater möglich?

Wenn die Mutter wieder krankenversichert wird, können mit einer Beitragszahlung zwei Personen versichert werden. Das wären dann pro Person (154 : 2 =) 77 Euro monatlich. Diese Variante ist bis zum 23. Geburtstag möglich.

Teilweise sind auch kostenlose Versicherungen über Großeltern oder Stiefeltern möglich. Am besten ganz ausführlich bei der Krankenkasse beraten lassen.

Da jeder in Deutschland verpflichtet ist, eine Krankenkasse zu haben, fallen früher oder später entsprechende Beitragsnachzahlungen an.

Wer trägt die Kosten, falls es beim Schwangerschaftsabbruch medizinische Komplikationen geben sollte?

Gruß

RHW

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