Reichen 500€ monatlich für eigenes pferd?

5 Antworten

Ich finde es ziemlich knapp..... Habe mittlerweile mehr als nur einen Pferdebesitzer erlebt, der mit dieser Kalkulation baden gegangen ist.

Meistens, weil halt mit dem eigenen Pferd doch unvorhergesehene Dinge "passieren". Der "Wunschstall" ist doch nicht so toll bzw. geeignet, muss/möchte gewechselt werden, Pferd hat mehr "Probleme" gemacht, als vorhergesehen und man kam mit normalem Unterricht nicht weiter etc.

Wie bereits auch geschrieben, es ist auch ein bisschen davon abhängig, wie dein Leben jetzt aussieht: eigene Wohnung, Auto etc. alles notwendige vorhanden? Noch ein finanzielles Polster für notwendige Neuanschaffung innerhalb des normalen Lebens (Autoreparaturen, Ersatz von Haushaltsgeräten) etc.

Da steckt nun aber auch niemand drin, insofern bleibt es deine eigene Entscheidung mit dem damit verbundenen Risiko, dass das Geld dann doch knapp wird.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Eine OP-Versicherung halte ich persönlich für unnötig. Dass ein Pferd tatsächlich mal operiert wird, kommt sehr sehr selten vor. Wir stehen wirklich in einem großen Stall und haben seit vielen vielen Jahren eigene Pferde. Und in all den Jahren ist erst eines unserer Pferde mal operiert worden. Und die Kosten ließen sich aus den Rücklagen, die wir immer dafür bilden, bestreiten.

Andere Erkrankungen, wie Lahmheiten, Kolik, Hauterkrankungen, Atemwegs-Infektionen, allergische Reaktionen, etc. kommen deutlich häufiger vor und da nützt Dir auch die OP-Versicherung nichts.

Bei den Kosten, die Du für die Unterbringung hast, kannst Du mit €500 theoretisch hinkommen - wenn Du ein wirklich gutes Rücklagenpolster hast, welches Du auch weiterhin immer wieder aufstocken kannst. Die Faustregel ist ja allgemein, dass man monatlich die doppelte Boxmiete zur Verfügung haben sollte - aber halt immer noch plus Rücklagen.

Es nützt Dir gar nichts, wenn Du Dich finanziell "nackig" für ein Pferd machst und jeden Monat am Limit kratzt. Die Anfangseuphorie hält sicherlich recht lange. Endlich ein eigenes Pferd. Das ist die Erfüllung eines großen Traumes. Doch irgendwann schlägt man hart in der Realität auf und stellt unter Umständen fest, dass es zwar immer noch wunderbar ist, ein eigenes Pferd zu haben, dass es aber links und rechts daneben auch noch Wünsche und Sehnsüchte gibt, die aufgrund des Pferdes auf der Strecke bleiben - mal spontan essen gehen, neue Klamotten, ein Urlaub, Kino oder andere große und kleine Wünsche, weil alles dem Pferd zum Opfer fällt.

Für mich wäre das nichts. Klar geht nicht immer alles. Aber an der Stelle, an der zu viel anders zurückstecken müsste, wäre ich auch nicht glücklich. Es kommen immer wieder mal unvorhergesehene Dinge - das Auto geht kaputt und die Reparatur ist grässlich teuer. Die Wohnungsmiete wird erhöht, oder man muss umziehen, selbst wenn man das eigentlich nicht vorhatte, aber es ab eine Eigenbedarfskündigung oder was auch immer. Bei mir ist es gerade der Sattel, der ersetzt werden musste und parallel kamen privat dann auch noch ein paar Sachen zusammen. Sowas muss zu stemmen sein und darf einen nicht ans Existenzminimum bringen.

Deshalb darf man nicht sagen: "Ich habe 10.000 Euro gespart, und kann 6.000 Euro für ein Pferd bezahlen, dann bleiben mir noch €4.000,- für Sattel, Trense und Co." Denn dann ist alles weg. Du brauchst immer Rücklagen - für Pferdeerkrankungen, Sonderanschaffungen oder auch Autoreparaturen, Anschaffungen und ähnliches.

Stimmt zwar, aber ich halte eine OP Versicherung für sehr nötig. Mein Pferd musste bereits zweimal operiert werden - immer an den Augen, seufz.... - und die dritte OP war auch schon im Gespräch, Gott sei Dank nicht nötig.

@Dahika

Dann hast Du echt viel Pech gehabt - das tut mir richtig Leid für Dich und Dein armes Pferd. Aber betrachte mal objektiv, wieviele Pferde bei Euch am Stall im Laufe eines Jahres richtig operiert worden sind. Also so richtig, dass die Versicherung das auch zahlen würde. Ein Eingriff im Stehen unter Betäubung ist da nämlich in der Regel nicht inkludiert. Meist übernehmen die Versicherungen nur tatsächliche OPs und die sind ja wohl eher selten.

@Sallyvita

Sie Versicherung die ich ins Auge gefasst habe übernimmt auch Eingriffe bei denen im stand narkotisiert wird. Es gibt verschiedene servicepakete

@Sallyvita

Richtig. Aber nur weil es die anderen Pferde nicht getroffen hat, bisher, erspart mir das keinen Cent. ICH bin jedenfalls heilefroh über meine OP Versicherung. Und trotz OP Versicherung bleibt immer noch finanziell einiges an mir hängen. Da ich keinen Hänger habe, muss ich jemanden suchen, der mein Pferd fährt. Zufälligerweise habe ich keine reitenden Freunde mit Hängern. Und von allen anderen kann ich nicht verlangen, dass sie es nur für den Sprit tun. Nein, ich bin heilefroh für die OP Versicherung, die ich habe. Die Ülzener hat jedenfalls an mir und meinem Pferd bisher keine müde Mark verdient.

Eine OP-Versicherung halte ich ebenfalls für sehr sinnvoll! Kommt öfter vor als denkt, außerdem zahlt die auch bei Zahn-Extraktion und solchen Sachen.

Die Versicherung kannst du dir sparen. Wann wird ein Pferd schon mal Operiert, und selbst wenn geht es meistens doch mit dem Tod des Tieres aus. Eine Lebensversicherung und vorallem eine Gute Haftpflicht halte ich da für Sinnvoller. Ansonsten sollten die 500 Euro für angemessen. Mit dem Einstellpreis dürftest du da gut hin kommen. Wenn genügend Rücklagen vorhanden sind. Denn wenn ein Pferd sich verletzt/krank wird, kann es sehr teuer werden und dann Hilft die Op Versicherung eben nicht. Auch kann es eben passieren das dass Hü einen Spezialbeschlag oder besuch von Tierheilpraktiker, Physio oder ähnlichem braucht. Das zahlt eben keine Versicherung

normalerweise ja - wenn du ein paar tausend Euro noch auf den Sparbuch hast.

Bei einem gesunden Pferd reichen die 500 € - bei chronisch krankem meistens leider nicht. Selbst ein gesundes Pferd kann mal eine Krankheit/Verletzung haben die gleich ein paar tausend Euro kostet. Das Geld dafür muss halt auch da sein.  

Knapp kalkuliert, aber im Schnitt sollte es reichen. Es kommt natürlich auf deine Ansprüche an. Und auf dem Sparbuch sollte trotz OP Versicherung auch noch Geld liegen. Mein Pferd hatte vor vier Wochen eine scheinbar harmlose Bindehautentzündung bekommen. Die hatten viele Pferde um diese fliegenreiche Zeit. Ich war daher auch nicht so rasend besorgt, habe meine TÄ gerufen, die das Pferd dann behandelte. Nur leider - warum????? - wurde und wurde es nicht besser. Anderthalb Wochen und drei TA Besuche später habe ich dann den Spezialisten geholt. Chefarzt von Hochmoor, gut 100 km von mir entfernt. Er kommt - Gott sei Dank, ich habe nämlich keinen Hänger - auch raus. Und der behandelte dann mein Pferd, murmelte leider auch etwas von möglicher OP... Oh je, oh je,...oh je...

Gott sei Dank war das nicht nötig, aber unter dem Strich war ich doch mal eben 700 Euro los (inklusive der drei Besuche der Haus-TÄ). Na ja, das Sparbuch musste dran glauben.

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