Welche Rechte/Pflichten haben Stallbesitzer, wenn der Pferdebesitzer nicht mehr kommt und auch nicht mehr zahlt?

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Als Stallbesitzer darfst du das Pferd tatsächlich nicht einfach verkaufen wenn der Pensionspreis vom Besitzer nicht mehr bezahlt wird. Wahrscheinlich liegen die Papiere der Pferde ja sowieso bei der Besi...  Sowas ist immer eine bescheuerte Situation - gerade dann wenn es keine schriftlichen Festlegungen gibt was in so einem Fall zu tun ist. Fakt ist dass die Stallbesi in jedem Fall alle ausstehenden Kosten (Offene Stallmieten plus die Aufwände für zusätzl. Futter, Einstreu, Arbeitszeiten fürs Misten etc.) auflisten sollte und sich dann anwaltlich beraten lassen.

Parallel der Besitzerin schriftlich eine Mahnung mit der Kostenaufstellung zukommen lassen (Am Besten per Einschreiben um nachweisen zu können dass sie es auch erhalten hat!) und eine Frist setzen bis zu der sie die ausstehenden Kosten begleichen muss. Gleichzeitig würde ich in dem Schreiben auch gleich den EInstellvertrag kündigen (auch hier die Frist bis zu der die Pferde ausgezogen sein müssen mit angeben).

Das zwingt sie dann ja eigentlich dazu etwas zu unternehmen. Aus der Erfahrung heraus sind solche Leute meistens dankbar wenn man ihnen dann mit Vorschlängen zum weitern Vorgehen kommt - z.B. kann man als Stallbesi anbieten die Pferde im Auftrag zum Verkauf anzubieten etc. Vielleicht lässt sie sich ja darauf ein. Meistens bleibt man dann aber eben doch auf einem Teil der Kosten sitzen. Ich drücken die Daumen dass sich eine einigermaßen ordentliche Lösung finden lässt.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Auch ein mündlicher Vertrag ist ein Vertrag. Ist halt nur schwieriger, die Vereinbarungen nach zu weisen. Um ein Mahnverfahren einzuleiten müsste die Stallbesi schriftlich eine Frist setzen, kommt die Einstellerin auch dann ihren Verpflichtungen nicht nach, gerät sie in Verzug. Das wäre zumindest der rechtliche Weg um Ansprüche geltend zu machen.

Saudoofe Sache das - arme Pferde und Mist für die Stallbesi...

Danke für die Antwort. Denke ich geh die Woche nochmal rüber und schlag ihr das vor. Ist ja so kein Zustand...

Leider haben manche Ämter schon Mal die Angewohnheit, Dinge nicht ernst zu nehmen. Sollte das hier auch der Fall sein, dann würde ich Dir raten, dass Du Dich auf Facebook einloggst. Dort gibst Du dann "Judith Pein" ein und schreibst ihr von diesem Problem.

Eigentlich müsste sie jeder kennen. Ab und zu ist sie Samstags im Fernsehen zu sehen, in der Sendung "Hund, Katze, Maus". Dort zeigt sie dann schon mal Filmberichte, die sie mit ihrem Team gedreht hat, über Tiere die in Not sind.

Unzählige Male hat sie so schon helfen können und sie wird es bestimmt auch in diesem Fall tun, oder einer ihrer vielen Mitstreiter um Hilfe bitten. Denn meistens, wenn sich das Fernsehen einschaltet, dann geschieht auch plötzlich was.

hoffentlich hilfts

ansonsten wird es langwierig und teuer

Wenn kein Vertrag vorhanden ist, muss man sich wohl wirklich anwaltlich beraten lassen, was man tun kann. Deshalb ist es auch im Interesse eines Stallbesitzers, sich genau für diese Fälle durch abzusichern. Da anscheinend das Nichtbezahlen oder Nichtkümmern der Pferde immer weiter um sich greift, in der Regel die Stallbesitzer oder Miteinsteller dann die Pflichten des Pferdebesitzers übernehmen, ist der ja eigentlich fein raus. Die Pferde sind versorgt und kosten ihn keinen Pfennig. Gut, "nutzen" tut/kann er sie in solchen Fällen auch nicht, aber da Interesse scheint ja ohnehin bei solchen Leuten nur sehr spärlich vorhanden zu sein.

Eine gewisse Hilflosigkeit resultiert auch in der Tierliebe und des Pflichtbewusstseins der meisten Stallbesitzer, die halt eben nicht beizeiten dafür sorgen, dass der Pferdebesitzer seinen Pflichten nachkommt, sondern füttern solche Pferde mit durch und kümmern sich auch anderweitig um die Tiere. Insofern müsste man meiner Meinung nach auch Aufpassen, wenn kein Vertrag vorhanden ist, ob man da nicht eine Art "Gewohnheitsrecht" schafft. Oft ist es ja auch so, dass man dann selber auch noch auf den Kosten für das Pferd und den Anwaltskosten obendrein auch noch sitzen bleibt, weil oftmals ja auch nichts mehr zu holen ist.

Mir tun die Stallbesitzer immer sehr leid, denn selbst wenn oftmals ein "Recht" , etwas mit den Pferden zu machen, vorhanden wäre, es ja in solchen Fällen auch nichts "bringt". Was will ein Privatstallbetreiber mit zwei kranken, unerzogenen Pferden - die bekäme er ja nicht mal verkauft, um seinen Verlust wieder hereinzuholen.....

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

ich finde, dass der stallbesitzer sich selbst in diese lage gebracht hat. und der erste gedanke beim lesen der geschichte war " wie werde ich meine pferde am einfachsten los". ich stell mir auch die frage, warum die besitzerin die tiere nicht erzogen hat oder konnte... aber gut, das ist ein anderes thema.

komischer Stallbesitzer, der sich nicht vertraglich absichert ...da könnte es ja pasieren, das er eine Stall voll säumige Zahler hatt....

unsere Pferde währen in einem solchen Fall nach drei Monaten in den Besitz des Stallbetreiber (Verein) übergegangen..... stand natürlich nicht zur Debatte

Scheint hier in der Gegend aber tatsächlich Gang und Gäbe zu sein.... Meinen jetzigen Stallbesitzer musste ich auch auf einen schriftlichen Vertrag "drängen" und diesen auch noch selbst aufsetzen, sodass er nur unterschreiben brauchte... Ich bin mir auch nicht ganz sicher, ob er die Kopie die ich im dagelassen habe noch wirklich hat ^^ die lag knapp 2 Wochen im Stübchen rum und war dann plötzlich verschwunden.

in der Gegend in der ich vorher gewohnt habe (bin erst seit ein paar Wochen hier, da umgezogen) war das auch anders....

@Fuchs94

es gibt auch ein System der Wertverrechnung .... Wert des Pferd...verbrauchte Leistung...... wurde in einem hessischen Stall einmal angewandt wo der Walach meiner Tochter während des Studium stand.

@dummerharry

okay, danke darüber werd ich mich mal informieren.

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