Mieter zieht nicht aus

5 Antworten

Dein Mieter hat selbst gekündigt und wenn er sich weigert auszuziehen, musst du gerichtliche Hilfe in Anspruch nehmen sprich Räumungsklage bei Gericht einreichen. Die Kosten hast erstmals du vorzustrecken und kannst sie später von ihm wieder fordern - sofern er zahlungsfähig ist. Wenn du Glück hast geht das Räumungsverfahren schnell durch, da er keinerlei Kündigungsschutz geltend machen kann bei Eigenkündigung. Dem neuen Mieter gegenüber bist du in erster Linie schadenersatzpflichtig (Pension, Möbeleinlagerung usw.), da du nicht in der Lage bist, ihm die Wohnung zum vertragsgemäßen Beginn zur Verfügung zu stellen. Diese Kosten kannst du dir ebenfalls von dem Mieter, wenn dieser die Wohnung nicht rechtzeitig räumt, wieder holen. Merke dir eins gut, lass lieber die Wohnung einen Monat oder sogar zwei leer stehen und vermiete erst bzw. unterschreibe einen Mietvertrag erst dann, wenn die Wohnung wirklich geräumt ist bzw. wenn du sicher sein kannst, dass der bisherige Mieter auszieht. Du ersparst dir dadurch großen Ärger. In deiner Situation mach dem jetzigen Mieter deutlich klar was da alles an Kosten auf ihn zukommen, wenn er nicht ausziehst.

klar gibt es rechtliche mittel, aber du wirst dich wundern was es dich kostet, leider.

Auf welchen TErmin hat er den gekündigt? Das wäre zur Beantwortung deiner Frage von großer Wichtigkeit und ab wann gilt der neue Mietvertrag?

Er hat zum 31.10.2012 gekündigt, sagt aber heute ... "ich habe keine neue Wohnung und ziehe nicht aus" Der neue Mieter muss aber einziehen, weil er seine Wohnung gekündigt hat.

´Da er zum ende des Monats gekündigt hat, und Du den Mietvertrag auch nicht verlängern wirst, muss er ausziehen egal wohin.

Verstehe i9ch schon ......... und wenn er es nicht tut ........ ich kann doch nicht seine Sachen raustragen?

@wolfschaefer

das ist klar, aber dann darfst Du die Räumungsklage beantragen bei Gericht

Der Mieter ist verpflichtet nach Mietende die Mietsache/Wohnung an den Vermieter zurückzugeben. Wer dabei gekündigt hat ist egal, massgeblich ist, ob die Kündigung rechtswirksam erfolgt ist.

siehe hierzu BGB § 546, 546a, 545, 542 http://dejure.org/gesetze/BGB/546.html

Erfüllt der Mieter seine Pflicht nicht, dann muss der Vermieter sich an den Rechtsweg halten, d.h. Räumungsklage und gerichtl. angeordneter Zwangsräumung. Ein Selbsthilferecht für den Vermieter gibt es dabei nicht.

Bei einer vom Mieter selbst ausgesprochenen Kündigung sollte der VM den Räumungstitel schnell und problemlos erlangen. Das Kündigungsschreiben des Mieters wirkt dann vor Gericht wie ein Anerkenntnis.

Wichtig hierbei: Bei Nichträumung muß schriftlich gegen die unberechtigte Fortsetzung des Mietverhältnisses - innerhalb von 14 Tagen nach Mietende - widersprochen werden! Denn sonst geht das Mietverhältnis unbefristet weiter.

siehe § 545 BGB

Zusatz: Da Du bereits einen neuen Mieter hast bist Du diesem, da er ja bei Nichträumung des Vormieters nicht einziehen kann, schadenersatzpflichtig, d.h. Möbel einlagern, Pension- oder Hotelkosten. Auch bezüglich dieser Kosten kannst Du den Mieter in Regreß nehmen. Vielleicht solltest Du das mal dem Mieter verdeutlichen, zumal dann auch bezüglich einer Räumungsklage die Anwalts- und Gerichtskosten, sowie Gerichtsvollzieherkosten auf ihn zukommen. Ich rate Dir zu einem Anwalt zu gehen.

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