Als Tochter Heimvertrag der verstorbenen Mutter unterschreiben?

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Wenn sie den Heimvertrag unterzeichnet muss sie auch die Rechnung zahlen. Sollte Sie das Erbe ausschlagen, ist Sie nicht zur Zahlung verpflichtet und sollte auch keine Unterschrift leisten. Das Heim will von irgendwem die 2 Tage bezahlt haben.

Wofür soll sie denn einen Heimvertrag abschließen? Für eine Tote? Den Vertrag natürlich nicht unterschreiben, wenn sie nicht gerade Lust auf eine Zahlungspflicht verspürt. Eine Zahlungspflicht kann sich aber aus einer etwaigen Erbenstellung und/oder der Unterhaltspflicht ergeben.

Es ist oft so, dass eines der Kinder den Vertrag unerschreibt, weil die alten Leute es nicht mehr selbst können und auch die Rechnungen begleichen.

Hey,

ja, aber das war jetzt nicht dir Frage ;) Selbst unterschreiben und Denken konnte Sie ja noch. Nur haben die beim Heim das "vergessen". Wie sieht das aber nun rechtlich aus? Es geht darum, dass die Oma ja nicht mehr lebt und ob die Mutti den Vertrag unterschreiben MUSS.

@Vini2010

Bezahlen muss die Tochter auf jeden Fall, denn sie wird ja wohl die Erbin sien. Gibt es noch Geschwister, so wird das geteilt. Das Erbe ist eben um diesen Betrag niedriger. Wenn sie den Vertrag nicht unterschreiben will, so kann sie es ja lassen, es ist ja nur noch für die Bürokratie im Heim, damit geht sie ja keine weiteren Verpflichtungen ein, sofern im Vertrag nichts gegenteiliges steht. Normalerweise endet jedoch ein solcher Vertrag mit dem Räumen der persönlichen Dinge des Verstorbenen.

Wir haben derzeit einen ähnlichen Fall und hier endet der Vertrag an dem Tag, an dem alles aus dem Zimmer geräumt ist.

@Allexandra0809

Vielen Dank, das ist natürlich gut zu wissen. Die inhaltlichen Bestimmungen des Vertrages sind mir jetzt nicht bekannt, das werden wir prüfen.

@Vini2010

Auf jeden Fall genau ansehen vor der Unterschrift. Im Zweifel immer nachfragen.

Das Heim muss sich an das Nachlassgericht wenden. Die Kosten hätte de Verstorbene zu tragen. Nichts unterschreiben!

Ja, die Rechnung für die 2 Tage muss die Tochter begleichen. Schließlich wurde eine Dienstleistung in Anspruch genommen. Auch wenn es nur 2 Tage waren

Der Heimvertrag der rückwirkend unterschrieben werden soll ist nur für den bürokratischen Akt. Im Normalfall geht man ja nicht davon aus das ein neuer Bewohner schon 2 Tage nach Ankunft verstirbt.

Da muss zunächst keiner für zahlen. Erbe ausschlagen, damit ist das NACHLASSGERICHT in der Pflicht.

@peterobm

Na super, wer hat denn ursprünglich die Aufnahme der alten Frau ins Heim ins Rollen gebracht?

Hilft dennoch alles nichts. Auch wenn das Erbe ausgeschlagen wrid werden die direkten Nachkommen zur Kasse gebeten. Es geht hier ja nicht mal über die Beerdigung sondern um die Bezahlung von in Anspruch genommener Dienstleistung.

Wäre die alte Dame in einem Hotel verstorben (meinetwegen in einer Pension) müste ja auch jemand die 2 Tage Rechnung begleichen.

@Rockige

Da keiner weiss ob eine Erbschaft angetreten wird, so muss sich das Heim an den Nachlassverwalter/Gericht wenden. Es wurde noch kein Heimvertrag unterzeichnet. Auch das wer spielt keine Rolle mehr; die Frau ist nach 2 Tagen verstorben.

@peterobm

Nein, dann wird der zum Erbe berufen, der berufen wäre, wenn der ausschlagende den Erbfall nicht erlebt hätte. Dies wäre hier die Enkelin. Wegen 2 Tagen die Erbschaft und damit auch das Vermögen und die persönlichen Dinge der Großmutter auszuschlagen will sehr gut überlegt sein.

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