Lohnt sich das Besuchen von Seminaren bzw. warum sind diese so wahnsinnig teuer?

5 Antworten

Wenn ich so viel Geld selbst bezahlen müsste, es also kein vom Arbeitgeber finanziertes berufliches Seminar ist, würde ich vermutlich nicht teilnehmen. Die meisten Informationen, die dort vermittelt werden, könnte man sich auch auf andere Weise sehr viel preisgünstiger beschaffen, z.B. indem man Bücher oder Artikel zu dem Thema liest.

die veranstalter wollen doch auch leben, und das nicht mal so schlecht, sie reden sich mit Mieten, Stromkosten usw. raus, die Dozenten sind was besonderes usw. Wenn du mich fragst, die meisten themen kannst du googlen und das nicht mal schlecht, da würde ich mir lieber für 500€ ein langes Wochenende in einer Wellnessoase gönnen.

Wofür brauchst du diese Seminare überhaupt? Generell würde ich mich von privaten Einzelanbietern fernhalten und mich an Bildungsgesellschaften wenden. Wenn diese Seminare von beruflicher Bedeutung sind, dann zahlt der AG was dazu oder gleich komplett.

ja genau Bildungsgesellschaften wie OPWZ oder ARS..Ersteres könnte ich persönlich weiterempfehlen...renommierte Vortragende!!...stimmt wird bezahlt!

Der Grundsatz von verschiedenen Anbietern lautet so nach dem Motto: "Was nichts kostet, ist nichts wert!" Es sind immer die "besten" Schulungsräume, die "besten" Referenten und überhaupt soll alles vom Feinsten sein. Meine Erfahrungen sind jedoch, dass ein guter Stoff auch in ganz normalen Schulungsräume, in normalen Unterkünften und auf eine ganz normale Art und Weise vermittelt werden kann. Dann sind die Kosten viel niedriger und auch bezahlbar. Solange diese überrissenen Angebote aber durch genügend Teilnehmer/innen besucht werden, weshalb soll man etwas anderes anbieten? Sollte die vorausgesagte Rezession in verschiedenen Berufszweigen tatsächlich eintreten, werden sich die überrissenen Angebote ganz von selbst normalisieren.

Ich nahm auch schon an vielen Seminaren teil. Bin mal auf einem Seminar gewesen, da hat ein Professor einer TU über 2 Tage einen Vortrag gehalten. Dieser Professor war in der Elementarforschung tätig. Kosten pro Teilnehmer 600.--€. Anzahl der Teilnehmer 30. Also kassierte der Herr Professor für diese 2 Tage 18 000.--€. Vielleicht musste er für die Räumlichkeiten etwas abgeben. Für ihn blieb da immer noch ausreichend Profit. Habe ihn in einer Pause gefragt, wie das denn ginge, so ganz nebenbei diese Referate zu halten. Er hat doch einen Fulltimejob in der Uni für den er bezahlt wird und das nicht schlecht. Er sagte, es wird zwar nicht gerne gesehen,aber die anderen Professoren aus der Uni machen das auch. Was dem einen billig ist, ist dem anderen eben recht. Wenn dieser Professor im Monat 2 dieser Seminare referiert, dann hat mal so ganz nebenbei 36 000.--€ als willkommenes Zubrot. Jetzt weisst du auch, warum Herr Steinbrück so gerne Vorträge hält, während wir Steuerzahler für seine Haupttätigkeit ordentlich berappen.

Da ist wohl was wahres dran. Aber ich find das sehr ungerecht. Manche arbeiten wirklich SEHR hart , schleppen schwere Möbel und bekommen dafür gerade mal 8 €/Std. Während irgendein Dozent 2 Tage nur irgendwas nach-labert, was eh in diversen Büchern steht, bekommt der schon in 2 Tagen so viel Geld, was ein Schwerarbeiter im ganzen JAHR verdient.

Feuerwehrausbildung selbst finanzieren möglich?

Hallo, kann man eine Ausbildung zum Berufsfeuerwehrmann auf irgendeine Weise selbst finanzieren? Zum Hintergrund: ein Freund hat sich in den letzten Jahren vergeblich bei mehreren Feuerwehren (mittlerer Dienst) beworben - teilweise wurde er zwar zu den Tests geladen, hat dort auch relativ gut abgeschnitten (sportlich/praktisch und auch theoretisch), ist aber leider nicht genommen worden, da er zum Zeitpunkt der Tests bereits über dreissig war, was bei den meisten Berufsfeuerwehren ein Ausschlussgrund ist... Demnächst wird er 40 und hat eigentlich mit dem Thema abgeschlossen, obwohl er - so wie ich ihn kenne - das vermutlich von Herzen gern machen würde, da er seit seiner Jugend mit "Feuer und Flamme" bei der (freiwilligen) Feuerwehr ist. Daher habe ich mich ein wenig für ihn informiert: Kleinere Berufsfeuerwehren oder Freiwillige Wehren mit hauptamtlichen Kräften bilden meist nicht selbst aus, sondern lassen Ihre Anwärter bei größeren Berufsfeuerwehren ausbilden. Diese werden sich die Ausbildung ja wohl bezahlen lassen? Außerdem werden in Stellenanzeigen bei Berufsfeuerwehren und Feuerwehren mit hauptamtlichen Kräften oftmals auch geprüfte, "fertige" Berufsfeuerwehrleute gesucht (um deren Ausbildungskosten zu sparen?) Das hat mich auf meine Frage gebracht: Müsste es nicht möglich sein, sich bei einer Feuerwehr gegen Bezahlung zum Berufsfeuerwehrmann ausbilden zu lassen, so in etwa wie bei einer Meisterschule, da zahlt man ja auch für seine Aus- bzw. Wieterbildung. Wenn ja, weiß jemand, was das kostet. Mir ist klar, das das nicht gerade billig sein wird, ist aber z.B. der Besuch einer Meisterschule auch nicht. und evtl. gäbe es ja auch die Möglichkeit von Zuschüssen wie Meister-BaföG o.ä. Mit dem Abschluss könnte man sich dann irgendwo bei einer Feuerwehr bewerben. Da hätte doch jeder der Beteiligten etwas davon: die, die ausbilden hätten einen zahlenden Teilnehmer mehr im Lehrgang, die die einstellen (das könnten ggf. ja u.U. sogar die gleichen sein, die auch ausbilden) hätten kostengünstig einen neuen Mitarbeiter und mein Freund hätte seinen Traumjob. Sicher gibt es da noch beamtenrechtliche Schwierigkeiten, aber die wären doch evtl. irgendwie zu lösen?

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?