Krankschreibung durch Psychologe?

11 Antworten

Du musst doch sicher auch zuerst zu deinem Hausarzt, wegen einer Überweisung! Sprich doch zuerst mit ihm mal alles durch, sag ihm, wie es eben ist, wenn er einigermaßen o.k. ist, wird er Verständnis für deine Situation haben und dich vielleicht von sich aus schon krankschreiben! Würde dann aber auf jeden Fall zu einem Psychologen gehen, solche Sachen sollte man nicht auf leichte Schulter nehmen!

Offensichtlich bist Du aus unterschiedlichen Gründen sehr erschöpft. Das rechtfertigt eine Krankschreibung durch den Hausarzt. Sofort. Besprich mit ihm Deine Probleme. Er überweist Dich zu einem Facharzt für Psychiatrie (keine Angst, harmlos!), dieser kann Dich überweisen an einen Psychologen für eine ambulante Psychotherapie, wenn es erforderlich ist. Alles Gute.

Man braucht keine Überweisung zu einem Psychiater oder zu einem Psychotherapeuten. Die nehmen gerne auch das Krankenkassenkärtchen und ziehen das durch ihre Maschine und gut ist.

Es wird immer wieder verwechselt. Ihr meint alle einen Psychotherapeuten. Ein Psychologe ist nur jemand, der Psychologie studiert hat. Dieser darf keine Therapie machen. Nur Psychotherapeuten dürfen Therapie anbieten. Diese sind entweder Ärzte, Psychologen oder Pädagogen. Alle 3 müssen nach ihrem Studium eine lange Weiterbildung zum Psychotherapeuten machen. Hat man eine Approbation, darf man als Therapeut praktizieren und eine Praxis eröffnen. Ob man eine Kassenzulassung hat, hängt vom politischen System ab. Vergibt die Kassenärztliche Vereinigung Sitze, darf man einen "kaufen". Dann wird direkt mit dem Krankenkassenkärtchen abgerechnet (oder über die Privatkrankenkasse). Hat man keine Zulassung, wird über das sogenannte Kostenerstattungsverfahren nach einem bewillligten Antragsverfahren abgerechnet. Ein Psychotherapeut, der von Haus aus Psychologe oder Pädagoge ist, darf keine Krankschreibungen ausstellen. Dies dürfen nur Ärzte. Dann gibt es noch Psychiater oder Neurologen, die von Haus aus Ärzte sind und ihren Facharzt für Psychiatrie (und/oder Neurologie) gemacht haben. Diese dürfen auch krankschreiben. Meistens wird der Patient vom Hausarzt krankgeschrieben und geht zusätzlich regelmäßig zu einem Psychotherapeuten. Eine Überweisung ist überhaupt nicht mehr notwendig. Die wandert bei mir in den Mülleimer.

Ja, natürlich kannst Du auch wegen psychischer Erkrankungen krankgeschrieben werden. Warum Du krank geschrieben wirst, geht die Personalführung ja nichts an und wird auf dem gelben Schein auch nicht vermerkt. Melde Dich einfach krank, schließlich hast Du am Montag ohnehin einen Arzttermin.

aber ein Psychologe kann nicht krankschreiben, deshalb ist die Frage nicht korrekt beantwortet

Ein Psychologe kann keine Krankschreibung machen, aber ein Psychiater (also Arzt mit eigener Praxis) kann dies.

Dem Arbeitgeber würde ich nicht schon jetzt sondern am Morgen des Tages die Krankmeldung geben. Du mußt auch nicht den Grund, oder die Art der Erkrankung angeben, sondern lediglich DASS du krank bist. Vom Arzt bekommst du dann eine schriftliche Krankmeldung, welche so schnell als möglich an den Arbeitgeber zu schicken ist.

doch ein Psychologe kann das auch :-)

@pompadour

Das glaub ich nicht.

@Kairofan

also geht man zuerst zum hausarzt? dachte immer das is das gleiche :o wußte nicht das es da unterschiede zwischen psychologe, psychiater und neurologe gibt. oder doch gleich neurologe bzw. psychiater? ich hab ja keine ahnung davon.

@Kairofan

Psychologische Psychotherapeuten dürfen nicht krankschreiben, dies deckt ihre Approbation nicht ab (sog. "Befugnisbeschränkung"). Krankschreiben dürfen nur Ärzte.