Kann man in einem Buch das veröffentlicht wird Personen mit Namen benennen und beleidigen?

11 Antworten

Bei Literatur unterscheidet man zwischen fiktionaler Literatur (Romane, Erzählungen, Kurzgeschichten) und Sachliteratur.

In einer Biographie, Autobiographie oder einem anderen Sachbuch kommen natürlich reale Personen vor. Und man ist als Autor nicht gezwungen, nur Gutes über andere Menschen zu schreiben.

Wenn es sich jedoch um die Unwahrheit, eine Verleumdung oder Beleidigung handelt, kann man Probleme mit der so beschriebenen, identifizierbaren Person bekommen. Wenn sie vor Gericht klagt, kann die Veröffentlichung des Buches unterbunden oder zurückgezogen werden oder Passagen müssen gestrichen werden.

Schreibt man eine fiktionale Geschichte und lässt darin unter anderem Namen jemanden vorkommen, den es wirklich gibt, dann hat er es natürlich schwerer zu beweisen, dass er betroffen ist.

Was ist mit Southpark zum Beispiel? Die machen das ständig, also wenn man die klagen bezahlt ist das legal?

Oder man die absolute Wahrheit sagt. Also angenommen Hitler würde leben und ich schreibe negative sachen die Stimmen über ihn. Kann er mich dann anklagen?

Wie komm ich herum, kann ich nur Vornamen verwenden und lasse alles andere an identifikation bis auf die Geschichte weg. also wenn eine Anna MusterFrau in MusterStadt in einen Teich springt, kann ich dann nur schreiben "Anna sprang in den Teich". (hoffe man weiß was ich damit meine)

@JingoDaBingo

Du meinst solche Southpark-Folgen, wo z.B. Prominente wie Jennifer Lopez eingebaut und veralbert werden?

Natürlich könnten die erwähnten Prominenten vor Gericht gehen und versuchen, die Southpark-Produzenten wegen Verletzung ihrer Persönlichkeitsrechte zu verklagen. Es fragt sich nur, ob sie Erfolg damit hätten.

So eine Zeichentrickserie ist doch eine Verfremdung und Satire darf bekanntlich alles. Niemand geht davon aus, dass die gezeichneten Figuren mit den tatsächlichen Personen gleichzusetzen seien. Und Prominente müssen sich schon gefallen lassen, dass bestimmte Eigenschaften von Ihnen aufs Korn genommen werden.

Arbeite mit einem Lektor zusammen, der berät Dich, wenn Du ein Buch schreiben willst. Ansonsten auch wenn man versucht, die Namen zu ändern und der Betroffene erkennt sich auf eine Art und Weise wieder, kann es unter Umständen sehr teuer für Dich werden.

Was ist mit Southpark zum Beispiel? Die machen das ständig, also wenn man die klagen bezahlt ist das legal?

Oder man die absolute Wahrheit sagt. Also angenommen Hitler würde leben und ich schreibe negative sachen die Stimmen über ihn. Kann er mich dann anklagen?

Wie komm ich herum, kann ich nur Vornamen verwenden und lasse alles andere an identifikation bis auf die Geschichte weg. also wenn eine Anna MusterFrau in MusterStadt in einen Teich springt, kann ich dann nur schreiben "Anna sprang in den Teich". (hoffe man weiß was ich damit meine)

Natürlich kannst du so ein Buch schreiben. Wenn du einen Verlag findest, der es verlegt. Die Wahrheit ist nicht verwerflich oder/und strafbar. Namen kann man auch nennen, es weiß ja nur ein kleiner Teil der Bevölkerung, wer wirklich gemeint ist. Für Andere ist es eine tolle Geschichte (wenn sie denn toll ist).

Wer es ohne Verlag schreiben und es im Internet veröffentlichen, es wird anhand der namen natürlich nur ein erfolgreicher Kickstarter in meiner Umgebung.

Das geht nur, wenn es keinerlei beweisbare Rückschlüsse auf dein 'Opfer' gibt. Deine Ideen sind zwar ganz gut- trotzdem mußt Du deine Charaktere und die Orte so wählen daß man Dir unter keinen Umständen einen beabsichtigten unterschwelligen Link nachweisen kann. Ansonsten wirst Du viel Geld für ein paar sehr gute Anwälte brauchen.

Oder man die absolute Wahrheit sagt. Also angenommen Hitler würde leben und ich schreibe negative sachen die Stimmen über ihn. Kann er mich dann anklagen?

Wie komm ich herum, kann ich nur Vornamen verwenden und lasse alles andere an identifikation bis auf die Geschichte weg. also wenn eine Anna MusterFrau in MusterStadt in einen Teich springt, kann ich dann nur schreiben "Anna sprang in den Teich". (hoffe man weiß was ich damit meine)

Du kannst prinzipiell mal alles schreiben, musst aber mit Klagen rechnen. Das sog. Persönlichkeitsrecht ist auch in Deutschland stark verankert, und selbst wenn du "frei erfunden" schreibst und andere Namen verwendest, kannst du geklagt werden, falls sich Personen wiedererkennen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Pers%C3%B6nlichkeitsrecht_%28Deutschland%29

Schreib das doch in dein Tagebuch, da hast du dir auch den Frust von der Seele geschrieben und du musst dich nicht vor irgendwelchen Gerichten verantworten und möglicherweise auch noch ne Geldstrafe zahlen.

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