Kann das Jobcenter mir das Arbeitslosengeld streichen?

9 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Zuerst mal: Du hast alles richtig gemacht und genau die Forderungen erfüllt, die der Gesetzgeber an Arbeitslose stellt. Du hast dir einen Job gesucht, du achtest auf unbefristete Arbeitsverträge, die dich langfristig aus jedweder Förderung herausholen. Im Zweifelsfall geht das Gesetz vor, nicht der Sachbearbeiter.

Mit Gesetzen kennen sich Arbeitsamtmitarbeiter aber erfahrungsgemäß wenig aus - oder kennen sie und sind nur boshaft, das kann man sehen, wie man will.

Stell deinen Antrag, meide den direkten Kontakt mit Sachbearbeitern, soweit es geht. Nimm ggf einen Zeugen mit. Sorge dafür, dass du für alle eingereichten Anträge, Unterlagen u.s.w. einen Nachweis (z.B. Eingangsstempel auf der Kopie) bekommst. Wenn du einen Job in Aussicht hast, musst du nicht fragen, ob du dich um den bemühen darfst, du bist - im Gegensatz - sogar dazu verpflichtet, alles zu tun, um ihn zu kriegen.

In der Zwischenzeit bis Oktober kann das Amt aber von dir verlangen, dass du dir etwas suchst - egal wo, auch bei Zeitarbeitsfirmen. Das sollte dich aber nicht weiter stören, solche Bewerbungen kann man ruhig schreiben und im evtl Vorstellungsgespräch auch erwähnen, dass dir natürlich eine Festanstellung vor geht.

Wenn dir das Amt Ärger macht, leg bei allem Widerspruch ein. Du kannst dich gegen deren (oft mindestens rechtlich fragwürdiges) Hoheitsgebaren wehren.

Viel Erfolg :)

Ich danke dir für den Stern und hoffe auf gute Nerven... Na, und auf gutes Gelingen im Oktober :)

Die können von dir verlangen das du dich auf einen früheren Eintrittstermin bei Zeitarbeitsfirmen bewirbst. Das ist ein Teil deiner Mitwirkungspflicht. Ob du da auch eine Stelle bekommst ist ja eine andere Sache. Du darfst deine Ablehnung gegenüber der Zeitarbeitsfirma aber nicht zu offensichtlich machen. Eine kurze Kündigungsfrist z.B. 3 Tage würde für dein Vorhaben ja reichen. Dann kannst du ja immer noch bei der gewünschten Firma anfangen. Wenn du keine Leistungen von der Arbeitsagentur bekommst muß du sebst deinen Krankenkassenbeitrag bezahlen, wenn das so ist muß du mit der Krankenkasse sprechen. Der erste Berater ist immer so ein Arsc... damit du eingeschüchtert wirst und machst was die von dir wollen. Wenn du deinen Pflichten nachkommst (welche das sind steht in dem Infoheftchen das du bekommen hast) kann dir keiner die Leistungen kürzen/streichen. Gegen jeden Bescheid den du bekommst kannst du Widerspruch einlegen.

Ich kann dir nur raten, dich dringendst an eine anderen Sachbearbeiter zu wenden, diese, die du hast, hat wohl nicht alle Latten im Zaun.

Sie kann dir überhaupt nicht verbieten, diverse Praktika anzunehmen. Geschweige denn, dir das ALG zu streichen - wo doch überhaupt kein Grund da ist.

Du hast die Aussicht, ab dem 1.10 eine Festanstellung zu erhalten und das ist schon mal super. Darauf muss die Sachbearbeiterin reagieren und dir nicht mit den dubiosen Angeboten diverser Leihfirmen unter Druck setzen.

Wende dich bitte an den Vorgesetzten dieser Dame und verlange nach einem anderen Sachbearbeiter.

Ich drücke dir ganz fest die Daumen und wünsche dir viel Erfolg mit der neuen Stelle!

Sie kann dir überhaupt nicht verbieten, diverse Praktika anzunehmen. Geschweige denn, dir das ALG zu streichen - wo doch überhaupt kein Grund da ist.

Probearbeiten und Praktika während man ALG bezieht, sind quasi von der Arbeitsagentur bezahltes Arbeiten. Und das ist häufig auch eine Masche vieler Firmen.

Von daher hat das Amt da doch ein Wörtchen mitzureden.

@stinkertum

Es gibt äußerst selten bezahlte Praktikantenstellen und Probearbeiten ist auch generell unbezahlt.

Einen entsprechenden Nachweis vorlegen und gut ist es. Sie kann und darf dem Fragesteller keinesfalls dieses Stellenangebot versauen in dem er irgendeine Leiharbeit animmt.

@stinkertum

Das Probearbeiten wäre unentgeldlich

@kloine

Das halte ich auch für mindestens suspekt, weil du - auch in "Probearbeit" - ein Anrecht auf deine Entlohnung hast, wenn du dort tätig bist. Für den Fall, dass es mit der Stelle doch nichts wird, notiere dir minutengenau, wie wie oft und lange du dort warst, was du gemacht hast u.s.w.

Lohn lässt sich auch nachträglich einklagen und Firmen, die mit unbezahlter Probearbeit arbeiten, sollte das auch mal beigebracht werden.

@stinkertum

Nein, hat es nicht. Es gibt Pflichten, die ein Arbeitsloser hat - Ortsanwesenheit, Bewerbungen - aber was er mit seiner Restzeit tut, bleibt ihm überlassen.

Man kann sich ehrenamtlich engagieren, Praktika annehmen, Probearbeiten u.s.w.

Ich sehe solche Firmen ja auch als sehr suspekt an, die kostenloses Probearbeiten verlangen, aber sowas muss anders geklärt werden, nicht über Stress, den das Amt dem Betroffenen macht.

@Gerberecht

Also es handelt sich hier um 2-3 Tage Probearbeiten und nicht um Wochen und das ist aus meiner Sicht eigl. ganz normal...alles was darüber hinaus geht ist Abzocke und davon abgesehn dürfte ich auch nur max. 1 Woche Probearbeiten sagt das Arbeitsamt.

@kloine

"Normal" sind auch Zeitarbeitsfirmen und der Niedriglohnsektor. Aber es gibt eine Probezeit, gesetztlich auch vorgesehen, in der man bezahlt wird und die für genau diese "Erprobung", ob es passt, gedacht ist. Da kann man auch sauber und problemlos gekündigt werden.

Zusätzliche Erprobung ist eine Umgehung dieser Regel. Letztlich kann man sich so einmal monatlich Leute holen, die z.B. alle Akten kopieren und zahlt keinen Cent dafür. Ok ist es nicht.

@Gerberecht

Also ich denke nicht das die mich nur für die Drecksarbeit haben wollen und mir dann absagen. Und was würde es mir bringen für die paar Tage bezahlt zu werden das ist so wenig da es nichts bringt und wenns mehr wäre würde es vom ALG abgezogen werden. Also ich möchte dafür garkein Geld ich möchte die Stelle haben und wenn ich ehrlich bin weiß ich nicht mal ob ich was bekomm ich habe vor meiner Ausbildung z.B. mal ein Praktikum gemacht und da habe ich 100 € für die Fahrtkosten bekommen und davon musst ich nicht mal was, erst als ich am 2. Tag oder so den Personalbogen ausgefüllt habe. Und wie gesagt das ist mir nicht wichtig und selbst wenn es das wäre und ich kommen würde von wegen ich möchte das bezahlt haben dann kann ich die Stelle gleich vergessen.

Habtr ihr am Wohnort eine Arbeitslosenberatung? Wenn ja, nichts wie hin. Sprich mit deinem voraussichtlichen Arbetigeber, dass sie mit dir eine Art Vorvertrag machen. Dann kannst du beweisen, dass due eine Stelle in Aussicht hast. Ansonsten beweib dich bei der Zeitarbeitsfirma, mach dort deutlich, dass du höchstens zwei Monate dort arbeiten wirst und im August frei haben musst, um woanders probezuarbeiten. Die wollen dich dann gar nicht und du hast der Arbeitsamtstante ein Schnuppchen geschlagen!

Nein ich glaube nicht aber müsste ich mal im Internet schauen. Ich denke das ein Vorvertrag vor dem Probearbeiten nicht möglich ist falls du das meinst. Nach meinem Probearbeiten werde ich auf jeden Fall auf einen bestehen wenn sie mich haben wollen. Ich möchte halt nur garnicht dort hin das wäre für mich wie meine Seele verkaufen :D ich wollte eigl. bis zum 01.10 einen Mini- oder Aushilfsjob anfangen dann müssten sie mir weniger Arbeitslosengeld bezahlen und ich hätte trotzdem mehr wie jetz.

Wenn Du die Ausbildung abgeschlossen hast, hast Du Anrecht auf ALG1 - und nicht auf ALG 2. Eventuell würdest Du noch aufgestockt. Wenn Du mit Deinem Freund zusammen lebst, der für ALG 2 zuviel verdient, bekommst Du eigentlich sowieso nichts (außer eben AGL 1). Wenn Du sicher bist, daß Dich die Firma einstellt, sollten sie mit Dir einen Vorvertrag machen. Das Jobcenter kann von Dir verlangen, bis zum 1.10. jeden zumutbaren Job anzunehmen, sofern Du Leistungen von denen bekommst. Es sind Staatsgelder, die sie auszahlen. ich habe es schon so häufig erlebt, dass von Firmen Zusagen getroffen wurden hinsichtlich Einstellungen, die dann zum Termin doch nicht eingehalten wurden.
Am besten, Du nimmst das AGL 1, suchst Dir einen Minijob dazu und gut ist.

Also ich hatte vor mir so schnell wie möglich einen Minijob bis zum 01.10 zu suchen. Und nach dem Probearbeiten wenn sie mich haben wollen werde ich auf einen Vertrag bestehen.

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