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Ganz allgemein kannst du davon ausgehen, dass alle sogenannten Kreditvermittler nichts anderes wollen als dein Geld. Du darfst einen Antrag stellen, bekommst eine odentliche Rechnung, und dann wird der Kredit abgelehnt.

also, ich war anstatt bei einem anwalt bei der verbraucherzentrale, weil barex inkasso meinem chef einen brief bzw unterlagen geschickt hatte, dass eine lohnabtretung vorliegt und er bitte diesen "drittschuldner-bescheid" ausfüllen sollte. klar war ich geschockt, aber ich muss zu geben, ich hatte extra die rate gestoppt, weil ich unzählige male versucht hatte fidium finang ag zu erreichen, ob telefonisch oder per brief, dass ich lediglich nur meine adresse ändern lassen wollte. aber da keine antwort kam, fing ich an in foren wie diese nachzuforschen. ich stellte also meine rate ab um eine reaktion zu sehen, aber dass so eine reaktion kam, hätte ich nicht gedacht. denn ich sollte den restbetrag in höhe von 2880,49 aufeinmal zahlen, was ich natürlich nicht kann. ich ging mit dem schreiben zu verbraucherzentrale und die strich direkt diesen drittschuldner-bescheid durch und mein chef sollte auf keinenfall antworten, denn sie sind nicht dazu berechtigt dies zu verlangen ohne einen beschluß vom amtsgericht zu haben. die beratung gab mir 2 optionen. erstens.. entweder mein chef gibt die lohnabtretung bei der buchhaltung weiter was mich bei meinem nettogehalt 220€ monatlich abgezogen wird oder zweitens ich fang einfach an monatlich die rate bei barex weiter abzubezahlen und sollte abwarten, ob sie reagieren in dem sinne, dass ihnen das nicht reicht und doch die lohnabtretung verlangen oder nichts von sich hören lassen was heißt, dass sie damit einverstanden wären. und mein chef sollte auf keinenfall dort anrufen oder schreiben und vorallem nicht mein gehalt preisgeben, weil sie nicht dazu befugt sind dies ohne beschluß zu verlangen. nur jetzt frag ich mich, ob die ratschläge bei der verbraucherzentrale reicht oder doch zu einem anwalt sollte, weil keiner bis jetzt über verbraucherzentrale erwähnt hat, sondern immer nur von anwälten...

Ich denke mal, wenn sich der Kreditgeber bei dir nicht zurück meldet, oder du ihn telefonisch nicht erreichst, berechtigt dass keinesfalls, die Raten nicht weiter zu zahlen. Toll ist es sicher nicht, wenn die nicht zu erreichen sind, bzw. sich nicht zurück melden.

Dass Miese daran ist, dass du jetzt noch viel mehr zahlen musst, aufgrund der Kreditkündigung die du erhalten hast. dir selbst bleiben wenig Möglichkeiten, da die nur eins wollen, mehr Geld, Geld, Geld, und dein Geld. Und sich daran NICHT an deutsches Recht halten. Nur kannst du es vergessen, wenn du keine Rechtsschutz Versicherung hast, da die kosten des Anwaltes, die du hier berappen müsstest, den Kostenverhätlnissen nicht mehr entsprechen. Auch wegen deines Streitwertes. Ich hoffe nicht, dass du schon einen Mahnbescheid erhalten hast. Kannst gern nochmal zurück schreiben, evtl. kann ich aus meinen Erfahrungen mit denen helfen, oder andere User die hier einschlägige Erfahrungen gemacht haben. Aber du wirst hier, beim durchlesen sicher alle Antworten finden.

Von wann ist denn dein Kreditvertrag?

Grüße und Guten Rutsch !

habe gestern post von fidium bekommen , in dem sie mich auffodern meinen einspruch gegen den mahnbescheid zurück zuziehen, dann wären sie bereit sich auf eine ratenzahlung wieder ein zu lassen , es würde dann aber trotzdem ein vollstreckungstitel gegen mich erwirkt damit für sie die ansprüche pfändbar sind , dieser titel wird rechtskräftig weil ich meinen einspruch zurück gezogen habe , für mich stellt sich nur die frage, wenn fidium wirklich im recht sein sollte warum geht man dann nicht einfach weiter vor gericht gegen mich vor ,so gesprächsbereit haben sie sich noch nie gezeigt ,

Hi Fortuna, danke für Deine Nachricht. Ist ja interessant, wie unterschiedlich die Fidium vorgeht. Ich hatte ja mittlerweile Post von Barex Inkasso bekommen. Hattest Du das auch vorher ? Anscheinend haben sie unterschiedliche Vorgehensweisen. Mal kriegt man Post von Barex-Inkasso, dann wiederum sofort einen Mahnbescheid. Gruß CK

@CappuccinoKid

hallo CK ,erste wurde mir durch fidium gekündigt (zurecht da mit 2 raten im rückstand ), dann wurde ein ratenvertrag mit barex vereinbart , dann kam die küngigung durch barex ( nicht rechtens da nur eine rate offen war) trotzdem kam eine lohnabtretung zum arbeitgeber , daraufhin habe ich einen anwalt aufgesucht,der mir bestätigte des es sich um keine lohnpfändung nach deutschem recht handelt , d.h fidium muss einen rechtskräftigen titel beim amtsgericht erwirken , dazu stellte mein anwalt fest das fidium keine erlaubnis hat kredite zu vergeben und mir rat nur die reine kreditsumme zurück zuzahlen , was bis auf 75 euro der fall war , das ist kurz gesagt die geschichte von mir und fidium gruß

III. Unwirksamkeit der vergebenen Kredite?

Welche Auswirkung hat aber nun dieses Urteil für bereits in der Vergangenheit von der Fidium Finanz AG vergebene Kredite. Sind diese etwa unwirksam?

Auf diese Idee könnte man durchaus kommen, wenn man sich den § 134 des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB) anschaut:

"Ein Rechtsgeschäft, das gegen ein gesetzliches Verbot verstößt, ist nichtig, wenn sich nicht aus dem Gesetz ein anderes ergibt."

Das Bundesverwaltungsgericht hat ja festgestellt, dass die von der Fidium Finanz AG abgeschlossenen Kreditverträge gegen den Erlaubnisvorbehalt des § 32 KWG also gegen ein gesetzliches Verbot verstoßen.

Ob dies zur Unwirksamkeit der Kreditverträge führt oder nicht, hängt also davon ab ob sich - wie § 134 BGB bestimmt - "aus dem Gesetz etwas anderes ergibt".

Entscheidend ist dabei die Zielrichtung des Gesetzes, also ob es sich nicht nur gegen den Abschluss des Rechtsgeschäfts wendet, sondern auch gegen seine privatrechtliche Wirksamkeit und damit gegen seinen wirtschaftlichen Erfolg (BGHZ (offizielle Entscheidungssammlung der BGH-Urteile in Zivilsachen), Band 118, S. 142,144).

Das, so der BGH, sei bei § 32 KWG nicht der Fall: das Gesetz habe die Zielrichtung, ungeeignete Personen von der Erbringung von Finanzdienstleistungen in Deutschland abzuhalten. Die Unwirksamkeit der abgeschlossenen Verträge sei zur Erreichung dieses Zieles nicht erforderlich.

Die von der Fidium Finanz AG mit in Deutschland ansässigen Kreditnehmern abgeschlossenen Verträge sind daher nicht nach § 134 BGB unwirksam.

IV. Praktische Konsequenzen und Auswirkung auf die Schuldnerberatung: Schadensersatzanspruch des Kreditnehmers nach § 831 Abs.2 BGB i.V.m. § 32 Abs.1 S.1 KWG

Was heisst das nun aber für den Schuldner, der sich Rat suchend an uns wendet? Muss er den Kredit an die Fidium Finanz AG zurückzahlen?

Ja, das muss er.

Muss er auch Zinsen und Kosten - wie im Kreditvertrag vorgesehen - in voller Höhe zahlen?

Der Titel des Artikels lässt es schon erahnen: das muss er nicht!

Auch wenn es zur Verwirklichung des Regelungsziels von § 32 KWG wie oben ausgeführt der Unwirksamkeit des Kreditvertrages nicht bedarf, muss dennoch der verbraucherschützenden Funktion des § 32 KWG Rechnung getragen werden. Dies wird dadurch erreicht, dass man dem Kreditnehmer einen Schadensersatzanspruch gem. § 823 Abs. 2 BGB in Verbindung mit § 32 KWG zubilligt. § 823 Abs. 2 BGB ist Schuldnerberatern oft aus einem anderen Zusammenhang geläufig, nämlich wenn es um die Frage geht, ob im Insolvenzverfahren Verbindlichkeiten des Schuldners aus einer vorsätzlich begangenen unerlaubten Handlung stammen und daher von der Rechtsschuldbefreiung auf Gläubigerantrag ausgenommen werden können.

Entscheidende Voraussetzung für einen entsprechenden Schadensersatzanspruch des Kreditnehmers ist dabei, dass es sich bei § 32 KWG um ein Schutzgesetz zugunsten des Kreditnehmers handelt. § 32 KWG müßte also vom Gesetzgeber mit der Absicht geschaffen worden sein, den Kreditnehmer selbst zu schützen und nicht nur öffentliche Interessen, nämlich den Schutz der Kreditwirtschaft zu gewährleisten.

Letzeres wurde zwar von der juristischen Literatur teilweise erwogen, weil § 4 Abs. 4 FinDAG (Vorsicht Zungenbrecher!:Finanzdienstleistungsaufsichtsgesetz) bestimmt, die BaFin nehme ihre Aufgaben und Befugnisse nur im öffentlichen Interesse wahr.

Der Bundesgerichtshof (Az: VI ZR 339/04; zu finden über www.bundesgerichtshof.de) sieht das aber anders: Hierdurch sollte lediglich der Fiskus vor der Gefahr einer Inanspruchnahme wegen Amtspflichtverletzungen (vgl. Art. 34 GG, § 839 BGB) von Bediensteten des Aufsichtsamtes für das Kreditwesen geschützt werden. Daraus ergebe sich aber nicht, dass der Gesetzgeber dem Erlaubniszwang nach § 32 Abs. 1 Satz 1 KWG den Schutzgesetzcharakter im Verhältnis der Betreiber von Bankgeschäften zu ihren Kunden nehmen wollte (vgl. Auch BGH, Urteile vom 21. April 2005 - III ZR 238/03 - und vom 19. Januar 2006 - III ZR 105/05).

Man wird wohl auch davon ausgehen können, dass die Fidium Finanz AG, vertreten durch ihre Organe, zumindest fahrlässig verkannt hat, dass die Kreditgeschäfte mit in Deutschland ansässigen Kunden genehmigungspflichtig sind. Denn angesichts der umfangreichen gewerbsmäßigen - wenn auch nur mittelbaren - Tätigkeit auf deutschem Boden hätte ihr zumindest die Möglichkeit eines Erlaubnisvorbehalts klar sein müssen.

Was ist aber nun die Rechtsfolge?

Der Kreditnehmer ist im Rahmen eines Schadensersatzanspruchs aus unerlaubter Handlung so zu stellen, wie er stehen würde, wenn die nicht genehmigten Bankgeschäfte nicht zustande gekommen wären.

Ein Kreditnehmer, der in Deutschland aufgrund negativer SCHUFA-Einträge keinerlei Kredit erhalten hätte, hätte zwar den Kredit-Nettobetrag nicht erhalten, er müsste aber auch keinerlei Zinsen und Kreditkosten aufbringen.

Das bedeutet, dass der Kreditnehmer den Kredit zwar zurückzahlen muss und zwar zu den vereinbarten monatlichen Raten. Er muß jedoch keinerlei Zinsen und Kosten sondern nur den reinen Kreditnettobetrag, also den Betrag, der ursprünglich an ihn ausgezahlt worden war, zurückzahlen.

Mit anderen Worten: der teure Fidium-Kredit hat sich de facto in ein zinsloses Darlehen verwandelt! Man sollte also unbedingt sofort eine Forderungsaufstellung anfordern, um zu ermitteln, ob der Kredit bereits in Höhe des Nettobetrages zurückbezahlt worden ist.

Ist dies der Fall, sollten die Zahlungen sofort eingestellt werden und dies entsprechend und unter Hinweis auf das Urteil des BVerwG mitgeteilt werden.

Sollte die Fidium Finanz AG oder ihre Rechtsnachfolger daraufhin gerichtliche Maßnahmen ergreifen, muss unbedingt ein Rechtsanwalt eingeschaltet werden!

Kunden, die bereits mehr oder sogar den kompletten Kredit inklusive Zinsen und Kosten zurückgezahlt haben, können den Betrag, der auf Zinsen und Kosten entfällt, notfalls im Wege einer Klage zurückverlangen.

Dies Klage muss nicht in der Schweiz am Sitz der Fidium Finanz AG erhoben werden. Der Verbraucher kann auch am deutschen Gericht seines Wohnsitzes klagen!

Diese Erleichterung zugunsten des Verbrauchers ergibt sich aus dem "Lugano-Übereinkommen über die gerichtliche Zuständigkeit und die Anerkennung und Vollstreckung gerichtlicher Entscheidungen in Zivil- und Handelssachen", genauer aus Artikel 16, 15 Nr.1 Buchstabe b):

"Die Klage eines Verbrauchers gegen den anderen Vertragspartner kann entweder vor den Gerichten des Vertragsstaats erhoben werden, in dessen Hoheitsgebiet dieser Vertragspartner seinen Wohnsitz hat, oder vor den Gerichten des Vertragsstaats, in dessen Hoheitsgebiet der Verbraucher seinen Wohnsitz hat."

Art. 15 Nr.1 b) bestimmt ausdrücklich, dass sich diese Vorschrift auch auf Verbraucherdarlehen bezieht.

So, von wegen man hat keinen Erfolg gegen die Fidium Finanz AG, immerhin hat mein Anwalt einen Teilerfolg erzielt, muss nur noch 700 Euro bezahlen, anstatt 1500 Euro aus dem Mahnbescheid und die Fidium/Barex Inkasso. Und die Fidium wurde verklagt an mich um die 85 Euro von meiner Gegenklage zu zahlen. Also für mich ein Erfolg 885 Euro Kosten/Zinsen nicht zahlen zu müssen. Immerhin ;o) bin zufrieden damit! Das genaue Urteil habe ich noch nicht bekommen, aber die Info vom Anwalt.

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