Eltern beschweren sich dauernd über mich und drohen mir mit dem Auszug - Wollen mich aber nicht ausziehen lassen?

5 Antworten

Ich könnte jetzt ja mal ganz fies sein, und dir den Rat geben deinen Eltern während einer Auseinandersetzung an den Kopf zu werfen, dass sie bei deinem Verhalten das Ergebnis ihrer eigenen Erziehung vor Augen gehalten bekommen, dass du also ganz deren Kind bist.

Kompromissbereitschaft, Einsicht in die eigenen Fehler, Selbstreflektion lernt man nur, wenn man es vorgelebt bekommt, und Kinder ahmen grundsätzlich in ihrem Verhalten ihre Vorbilder, nämlich ihre Eltern nach.

Aber ich denke mal, dass dieser Schuss nach hinten losgehen würde- was allerdings deinen Rauswurf zur Folge haben könnte.

Zu deinem Recht, falls sie dich vor die Tür setzen: Anspruch auf dein Kindergeld, solange du in deiner Erstausbildung bist, dann hast du noch deinen Minijob und sehr wahrscheinlich Anspruch auf BaföG, was um die 300.- monatlich liegen könnte. Ein Zimmer in einer WG ist damit auf jeden Fall drin!

Mit Hilfe einer sozialen Organisation im Rücken kannst du es aber auch so schaffen, wenn du es glaubhaft darstellen kannst, dass das Verhältnis zu deinen Eltern irreparabel geschädigt ist, und sie ständig versuchen dich klein zu halten/nicht erwachsen werden lassen wollen. Psychische Misshandlung, und das ist genau das was deine Eltern da treiben, ist auch Misshandlung und ein Grund für einen (berechtigten) Auszug!

Es tut mir immer wieder leid, wenn ich hier von jungen Menschen lese, deren Eltern glauben, sie besäßen die alleinseeligmachende Wahrheit und dann ihr Kind zur "Reparatur" bei einem Therapeuten bringen, aber nicht einsehen können, dass der Fehler IMMER bei den Eltern liegt- Ausnahme, sie haben ein psychopatisches Kind, aber das ist wirklich nur seeeehr selten  der Fall.

Lass dich nicht unterkriegen, solche Eltern gibts mehr als du glaubst, aber es gibt auch die Anderen, die, die ihren Kindern "aufs Pferd helfen", sie ermutigen und ermuntern. Du bist da gut durchgekommen und hast trotzdem deine eigene Meinung (behalten), davor ziehe ich den Hut!

Viel Erfolg in deinem weiteren Leben und eine erfolgreiche Abnabelung wünsche ich dir.



Wie lange dauert denn Deine Ausbildung noch? Wenns jetzt nicht mehr ganz so lange sein wird, dann "Augen zu und durch".

Wenns aber doch noch länger ist: Gibt es bei Euch so etwas wie "mieten gegen Hilfe" oder "mitwohnen" oder wie die ganzen Projekte so heißen. Es gibt oft interessante Angebote, mietfrei zu wohnen, wenn man ein paar Stunden pro Woche dort hilft. Oft gibt es das in Städten wo es viele Studenten gibt. Zum Beispiel mal Babysitten oder für die Vermieter einkaufen gehen oder mal im Garten etwas erledigen, wenn es ältere Menschen sind. Wenn die Chemie stimmt, ist das eine gute und günstige Wohnmöglichkeit.

Ich hab zum Beispiel neben meiner Ausbildung hin und wieder im Lokal eines Verwandten gekellnert und konnte dort dann umsonst etwas essen. Außerdem konnte ich in einer Wohnung des Ausbilders mit anderen Lehrlingen zusammen als WG sehr günstig wohnen.

Du kannst Dich doch mal an eine Beratungstelle von der Caritas oder an das Diakonische Werk wenden. Ich bin mir nicht sicher, ob Du Dich auch zum Jugendamt gehen kannst, da Du ja schon volljährig bis, aber fragen kostet ja nichts.

Jedenfalls würde ich nicht mit dem Kindergeld rechnen. SO wie ich Deine Eltern einschätze, würden sie Dir das nie überlassen.

Das alles liesst sich ziemlich übel. Dem Verhalten nach ist Deine Mutter ziemlich besserwisserisch und kann auch wohl keinerlei Kompromisse eingehen. Sturrheit siegt? Wenn sie sogar alles besser weiss als die Therapeutin, na dann gute Nacht ! Ihr nun Fehler bei Deiner Erziehung vorzuwerfen ist Blödsinn, das Argument ist allgemein mehr tot und würde nur beweisen, dass Du Fehler bei Dir erkannt hast, aber nicht daran arbeiten willst. Wenn ich Deinen Text aber so lese habe ich gar nicht diesen Eindruck. Aber: Warum hast Du nur einen Minijob ? Mach eine Ausbildung, und Deine Eltern müssen Dich dann bis 25 unterstützen, das ist Gesetz, und so etwas kann man auch mittels Rechtsbeihilfen notfalls durchsetzen. Und genau dann würde ich mal über eine eigene Behausung nachdenken, dann sehen sie auch was sie angerichtet haben.

Zieh aus. Du kannst das Kindergeld für dich beantragen und deine Eltern müssen Unterhalt zahlen, wenn sie sich das leisten können. Ansonsten stehen dir öffentliche Gelder zu. Zum Jobcenter, beraten lassen, ausziehen.

Ich bin zwar nicht so alt wie du doch versuche es trotzdem mal mit einem Kommentar. Ich bin sicher mit sparen versuchst du es und kommt eine billige Wohnung nicht für dich infrage oder findest du keine? Deine Mutter möchte, dass du ausziehst, sagt sie, aber nur, weil es sonst nicht funktioniert. Seid ihr euch wirklich sicher, dass ihr das nicht anders lösen könnt. Kannst du deinen Eltern gar nicht klar machen, dass sie entgegenkommender sein sollten? Du hast eine eigene Meinung und ein eigenen Willen und das ist gut so. versuche jemande zu Rate zu ziehen um dir zu helfen. Möglicherweise brauchst du jemanden der zwischen euch vermittelt oder der sonst dabei ist damit bei Diskussionen nicht alles gleich eskalliert.

Was ist mit deinen Großeltern können diese dich gar nicht unerstützen, oder Freunde?

LG und beste Wünsche Blumi

Wie schon beschrieben, wir besuchen eine Familientherapie aber ohne Erfolg da sie kaum Kompromissbereit sind bzw. nicht einsehen das ihre Erziehungsmethoden falsch sind.

Meine Großeltern wohnen 500 km entfernt, daher ist ein Umzug zu ihnen aufgrund meiner jetzigen Ausbildung nicht möglich und eine finanzielle Unterstützung ist auch eher unwarscheinlich da sie ihren Kindern wohl eher nicht in den Rücken fallen wollen.

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