Darf mich der Vermieter wegen offener Gerichtskosten zwangsräumen?

5 Antworten

Nicht der Vermieter hat Euch die Gerichtskosten aufgebrummt, sondern das Gericht.

...und wir dann eben Zahlen wann wir können.

Damit war aber sicher nicht gemeint, dass ihr zahlt, wenn Eure Erbtante am St. Nimmerleinstag mal den Löffel abgibt.

Der Vermieter sieht nun, dass es offenbar mit der regelmäßigen Zahlung der Miete klappt und hätte nun zumindest ganz gerne von Euch den guten Willen gesehen, dass ihr jetzt auch mal die Gerichtskosten in Angriff nehmt.
Schlagt ihm doch von Eurer Seite aus eine monatliche Rate vor und bietet ihm, wann immer ihr eine Sonderzahlung von irgendwo her bekommt, eine etwas höhere Rate an. (Z. B. vom Weihnachts- oder Urlaubsgeld, von Geburtstags- oder Weihnachtsgeschenken usw.)

wie brauchen jeden Cent zum Leben.

Bedeutet andersrum, wenn ihr Waren aus dem Supermarkt tragt, sagt ihr auch nicht an der Kasse, dass ihr jetzt leider nicht zahlen könnt, weil ihr jeden Cent anderweitig braucht. Der/die Marktleiter/in würde Euch sofort festsetzen lassen, wenn ihr die Ware nicht da lassen wollt.

Euer Vermieter hat nun leider ein ähnliches Druckmittel in der Hand, dass er sich vor Gericht wohl hart erkämpft hat und ihm wohl auch zurecht zugesprochen wurde.

Wohnen gehört auch zum Leben, genau genommen sogar mit das Wichtigste im Leben oder könnt ihr auf Eure Wohnung verzichten, weil ihr sie wohl gerade mal wieder aufs Spiel setzen wollt?

Dass ihr brave Mieter seid, ok. Unauffällig seid ihr keinesfalls, jedenfalls nicht gegenüber dem Vermieter, der ein wachsames Auge auf Euch hält und dass die Miete immer pünktlich da ist, reicht dem Vermieter offenbar jetzt nicht mehr aus.

Ihr müßt den Tatsachen ins Auge sehen und monatlich so 30 - 50 € von Eurem Leben abzwicken und dem Vermieter anbieten. Vielleicht könnt ihr über einen Nebenjob noch was dazu verdienen?

Denkt mal verstärkt darüber nach, wie ihr das Geld auftreiben könnt, das ihr jetzt zusätzlich braucht.

Darf mich der Vermieter wegen offener Gerichtskosten zwangsräumen?

Ein Gerichtsvollzieher darf das, wenn ein entsprechender Titel vorliegt.

Man kann einiges im Monat sparen, wenn man richtig einkauft oder z.B. immer mal wieder Stromanbieter wechselt.

Man sollte schon guten Willen zeigen und monatlich einen Betrag zahlen und das auch regelmäßig.

Erhält man Sonderzahlungen von welcher Stelle auch immer, dann zahlt damit die Schulden ab.

Macht Ihr das nicht, dann werdet Ihr auf der Straße landen.

Ich habe in meinem Bekanntenkreis erlebt, dass selbst bei hohen Mietschulden so manch ein Vermieter hat mit sich reden lassen, aber dann muss man aber auch zeigen, dass man die Schulden bezahlen will.

Vor ca.1Jahr habt Ihr Euch geeinigt die Gerichtskosten zu zahlen wenn Ihr könnt.Scheinbar habt Ihr aber seit dieser Zeit keinen Cent übrig gehabt.Das wird dem Vermieter wohl nicht gefallen haben,war so eigentlich bestimmt auch nicht gemeint gewesen,so lange überhaupt nichts übrig zu haben.Ihr müßtet mit dem Vermieter endlich eine Lösung finden,damit Ihr nicht schon wieder vor dem selben Problem steht wie vor einem Jahr.Noch einmal wird sich der Vermieter nicht auf so eine Einigung einlassen.

Natürlich ging die ganze Sache vor Gericht und der Vermieter hat uns die Gerichtskosten aufgebrummt, 

Das hat sicher nicht der Vermieter, sondern das Gericht.

Was wurde denn sonst noch vom Gericht " beschlossen und verkündet"?

Wenn er einen gültigen Räumungsbeschluss hat, kann er jederzeit vollstrecken. Das Stillhalteabkommen gilt ja nur, so lange du deinen Verpflichtungen weiter nachkommst.

Zahlungen kann er immer auf die älteste Forderung verrechnen.

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