Kann ein Vermieter/eine Hausverwaltung Mieter dazu zwingen, die Miete im Lastschriftverfahren zu zahlen?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Nun kam gestern ein Schreiben der HV an alle Mieter mit den entsprechenden Formularen und der Aufforderung, diese auszufüllen und zurückzusenden, damit die Miete ab sofort per LS eingezogen werden kann. Sind wir verpflichtet, darauf einzugehen? 

Nein, das kann der Vermieter bzw. die Hausverwaltung nicht bestimmen und ich würde es auch verweigern, wenn ich Mieter wäre (bin Eigentümer).

Du hast das Recht zu entscheiden wie die Miete überweisen werden soll.

Der Vermieter hat lediglich das Recht, dass die volle Miete am dritten Werktag im Monat bei ihm ist.

Schick die Unterlagen zurück mit einem Vermerk, dass Du wie bisher die Miete zahlst und keine Einzugsermächtigung erteilst-

LG

johnnymcmuff

Allen Antwortgebern vielen Dank für die guten Ratschläge und Erklärungen!

Nein, das ist so nicht zulässig. Der Vermieter kann drum bitten, mehr nicht. Nur wenn lt. MV  vereinbart ist, dass  der Vermieter die Miete einziehen darf, ist der Mieter gehalten, dieser Vereinbarung zu folgen. Wenn es mit den Lastschriften allerdings Probleme gibt, darf er diese widerrufen. Z. B. wenn BK-Nachzahlungen oder Kleinreparaturkosten ebenso per Lastschrift eingezogen werden obwohl das keine Mietzahlungen im rechtlichen Sinne sind.

Du brauchst das Schreiben nicht beachten. Tu's in die Ablage, Widerspruch nicht erforderlich.

Das wäre eine einseitige Vertragsänderung und somit unwirksam.

Wir sehen das so, dass wir damit die Zahlung aus der Hand geben.

Das hätte allerdings den Vorteil unberechtigte Abbuchungen zurück zu buchen.

Ich sehe das anders:

  • Ändert sich die Miethöhe, nicht aber euer Dauerauftrag, seit ihr Mietschuldner wider Willen und kassiert eine Abmahnung
  • Ist das Konto einmal nicht gedeckt (Urlaubsausgaben) und könnte der erteilte DA nicht ausgeführt werden, ebenso.
  • Eine fehlerhafte Überweisung muss man mühsam erstattet verlangen, eine unrichtige Lastschrift kann man wochenlang zurückbuchen lassen.
  • Selbst dann, wenn sie vorfällig erfolgen sollte.

Der Vorschlag des VM hat also durchaus nur Vorteile auf eurer Seite .- entsprechen muss man dem aber nicht, da er nicht durchsetzbar wäre.

G imager761

bei unzureichender Deckung knallt aber auch die Lastschrift... und zwar viel teurer... stümmt's?

Die Formulare musst Du nicht ausfüllen.

Aber warum eigentlich nicht? Du müßtest Dich überhaupt nie mehr um pünktliche Mietzahlung kümmern. Der Vermieter wäre selbst dafür verantwortlich, wie er pünktlich an sein Geld kommt. Die Banken verlangen zukünftig immer noch mehr Geld für alles mögliche. Vielleicht auch demnächst zusätzliche oder erhöhte Gebühren für Daueraufträge. Die würden dann für Dich entfallen. Den Lastschrifteinzug muss der Vermieter selbst bezahlen.

Ansonsten brauchst Du nur noch die Kontoauszüge zu überprüfen und falls wirklich mal was falsch gelaufen ist, kannst Du jeden Einzug bis zu 8 Wochen nach Ausführung wieder zurück geben. Eine einfache Möglichkeit, um sich vor falschem Zugriff auf das Konto zu schützen. Eine falsche Überweisung kannst Du dagegen nur sehr schwer zurück holen.

Was also spricht gegen den Lastschrifteinzug?

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