Darf ein Lehrer eine schlechte Klassenarbeit vor der gesamten Klasse vorlesen?

5 Antworten

ähm weiß jetzt nicht, wie er das gemacht hat. Aber in der Regel hat das doch Pädagogische Zwecke. Der Lehrer liest die Arbeit vor und die Schüler versuchen zu erkennen und beschreiben, was man besser machen könnte. Kommt eigentlich dem Schüler zu gute, wenn dann auch mal der ein oder andere dann auch sagt, was hingegen gut war. Ist eigentlich das fairste, was der Lehrer machen kann, als wenn er nur nach eigenem Ermessen eine Note drunter setzt. Hängt natürlich davon ab, wie er das gemacht hat, also ob er den Schüler bloßstellen wollte oder es wirklich in guter Absicht getan hat. Am besten einmal den Lehrer direkt fragen und ihm auch sagen, wie das bei deinem Sohn angekommen ist. Zur Not radikal darauf bestehen, daß Noten nicht öffentlich in der Klasse verkündet werden und das Vorlesen von Klassenarbeiten nur anonymisiert geschieht. Wenn darauf bestanden wird, muß sich der Lehrer daran halten.

Der Lehrer darf das auf keinen Fall tun und verletzt massiv Persönlichkeitsrechte eines einzelnen Schülers. Er hat die Arbeit bezogen auf den einzelnen Schüler zu korrigieren und kann seine zusätzlichen Bemerkungen unter der einzelnen Arbeit noch anfügen. - Ein kluger Lehrer wird bei auffälligen, in der Klassenarbeit von vielen Schül. gemachten Fehlern einen Eigentext entwerfen und in ihn die Fehler "einbauen". Dieser Text kann (Grundlage für) die Berichtigung der Klassenarbeit sein, ist auch ohne Mehrbelastung auf einer Folie in sauberer Handschrift zu erstellen und wahrt die Unantastbarkeit der Person.- Mit der üblichen Bekanntgabe des "Notenspiegels" werden in der Klasse die Noten von selbst bekannt. Das ist auch nicht weiter tragisch, wenn das Ergebnis in der Klasse verbleibt. Insofern ist der Datenschutz eingeschränkt. Eine Bekanntgabe an anderen Orten außerhalb der Klasse wäre nicht zulässig.

Grundsätzlich hast du recht, dass gerade Aufsätze im Nachhinein noch einmal mit der Klasse besprochen werden.In unserem Fall hat es sich folgendermaßen zugetragen:Der Lehrer hat jeden einzelnen Schüler nach vorne gerufen,ihm sein Heft ausgehändigt,den ein oder anderen Kommentar dazu abgegeben.Nur mein Sohn musste vorne stehenbleiben u. dann hat der Lehrer eben vor der ganzen Klasse den Aufsatz vorgelesen, einschließlich der 2 oder 3 Rechtschreibfehler, und eben mit dem Hinweis, dass dies eine 5 ist. So geht´s ja wohl garnicht, oder??

@ghostwriter

naja, finde ich nicht gut und auch pädagogisch nicht nachvollziehbar. Würde ich dem Lehrer mal direkt sagen. Aber dein Sohn soll sich das nicht so zu Herzen nehmen. Jeder verhaut mal eine Arbeit. Wenn das nun schon öffentlich kundgetan wird, soll er halt dazu stehen und ganz cool drauf reagieren. In seiner Klasse wird er weiterhin von seinen Kameraden angesehen werden.

@DerTroll

Na, das seh ich nicht ganz so wie du. Die Jungs u. Mädels sind jetzt in einem schwierigen Alter, du weisst schon, große Klappe und so. Da hat er sich heute schon einiges anhören müssen.

@ghostwriter

auf gar keinen Fall!! Macht dem Lehrer die vier Buchstaben zu Feuer!!!!

Nein darf er nicht und sowas macht man auch nicht vorallem find ich es vom Lehrer ein wenig unterm Niveau

Schulnoten unterliegen dem Datenschutz und dürfen nicht laut vor der Klasse verlesen werden. Da die Arbeit ja vorgelesen wurde, weil sie "schlecht" war, denke ich, dass hier der Datenschutz verletzt wurde, denn nur ihr (die Eltern) und das Kind dürfen die Bewertung der Arbeit erfahren. Diese wurde aber im Zusammenhang mit dem Vorlesen des Geschriebenen als "abschreckendes Vorbild öffentlich gemacht. Ich denke, dass der Lehrer hier nicht nur gegen das Schulgesetz verstoßen hat sondern auch menschlich völlig daneben gehandelt hat, denn jeder kann wohl nachempfinden, welche schlimmen Auswirkungen auf das Selbstbewusstsein und Wohlbefinden eine solche Bloßstellung gerade auf ein ohne hin schon über die Maßen sensibles Kind haben. Ich würde auf jeden Fall zu einem Gespräch mit Klassenlehrer und Schuldirektor raten. Besonders wichtig ist dabei, sich nicht "abwimmeln" zu lassen, denn ich habe in meinem Bekanntenkreis die Erfahrung gemacht, dass sich hier verständlicherweise gegenseitig geschützt wird. Das Mindeste, was jemand können muss, der öffentlich bloßstellt, ist, sich öffentlich zu entschuldigen.

Ich werde auf jeden Fall ein Gespräch mit ihm führen. Sind noch einige Sachen mehr, die da im Moment nicht in Ordnung sind. Da läuft einiges nicht so wie es sollte. Komisch, sind immer die Schulen, die sich nach aussen hin als total toll u. super präsentieren. So ist auf jeden Fall meine persönliche Erfahrung.Danke dir.

Krasse SAche, unglaublich. Was für ein absolut unfähiger Pädagoge macht sowas denn? ..... Ich kann es einfach nicht fassen... mein kleiner Bruder (8 Jahre) leidet auch unter ADHS und ist extremst sensibel, und wenn ich mir vorstelle, sowas wäre ihm passiert... mann, ich bin wirkliuch entsetzt!! Beschwer dich umgehend beim Direkter und beim Lehrer selbst und stell diese unfähige Mistratte zu Rede!!!!

oh ja das kenne ich, mir hat da der elternbeirat und der rektor der schule weiter geholfen, der lehrer hat sich nicht korrekt verhalten und das muss zur sprache gebracht werden....wir haben uns alle an einen tisch gesetzt und das thema offen angesprochen zum schluß bekam der herr eine abmahnung und mir war es frei gestellt ein disiplinarverfahren einzuleiten wenn das wieder vorkommen sollte!

Danke dir.

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