Darf das Sozialamt mir und meiner oma vorschreiben wo wir wohnen sollen?

5 Antworten

Das ist tatsächlich der Fall. Ich kenne so was selbst & weiß, dass das Sozialamt bestimmte Wohnungen verfügt ("öffentlich geförderte Wohnung" - "Sozialwohnung" - "Sozialer Wohnbau") wo solche Menschen einziehen die sich nichts anderes leisten können & vom Staat auch die Miete übernommen kriegen weil es am Geld bzw. an Arbeit hapert oder man evtl. Frührentner ist. Gibt es in jedem größeren Ort durchaus, das sind in der Regel ältere Mehrfamilien-/Hochhäuser die ca. in den 60ern gebaut wurden.

Meines Wissens nach werden solche Wohnungen über das Sozialamt vergeben die auch bestimmen wer denn da einzieht.

Wenn ihr jetzt schon Leistungen vom Sozialamt / Jobcenter bezieht,dann werden Umzugskosten usw.nur übernommen,wenn sie euch schriftlich zum Umzug aufgefordert haben !

Was bringt euch ein Umzug,wenn ihr jetzt 50 % der KDU - Kosten der Unterkunft und Heizung ( Warmmiete ) bekommt und dann 150 € durch den Umzug einsparen würdet ?

Dann bekommt ihr auch nur das,was euch bis zu eurem Bedarf noch fehlen würde,dann also weniger,deshalb habt ihr dann auch nicht mehr Geld zur Verfügung,dann müsst ihr euch etwas einschränken in anderen Ausgaben oder einen Hinzuverdienst in betracht ziehen,wenn ihr mit eurem Geld nicht auskommt.

Habt ihr die schriftliche Aufforderung nicht,könnt ihr trotzdem umziehen,dann aber auf eigene Kosten.

Ihr würdet dann ggf.noch den Differenzbetrag bekommen,also diese ca.150 € weniger als jetzt.

Meine Frage ist ob das Sozialamt, mir und meiner oma vorschreiben darf wo wir zu wohnen haben..?

Grundsätzlich nicht, aber wenn das Amt die bisherigen Kosten weiter zahlen will muss man schon einen wichtigen Grund für den Umzug haben.

Es ist nämlich so..- Wir wohnen in einem Haus zur Miete und die kostet warm ca 600€ fuer ca 100qm² Da mein Opa vor kurzem gestorben ist, brauchen Wir eine kleinere Wohnung. Wir HÄTTEN auch eigendlich auch schon eine für ca 60qm² die warm 450€ kosten sollte. Aber der Typ vom Sozialamt meint, "Die Wohnung brauchen sie nicht, sie bleiben da wohnen, wo sie jetzt sind, die ist 'günstig'"

Günstig ist relativ.

Die Miete wird zwar durch das Amt bezahlt ob Wohnung oder Haus aber nicht die Stromkosten und die dürften höher liegen, auch Heizkosten sind bestimmt höher.

Geht zum Amtsgericht holt Euch einen Beratungshilfeschein für einen Anwalt und der soll Euch beraten wie ihr weiter vorgehen sollt.

MfG

Johnnymcmuff

Hallo ConnyB96,

isomatte hat bereits geschildert, daß ihr dann zwar weniger Miete zahlen würdet, aber auch entsprechend weniger Zuschuss bekommen würdet, da die Höhe des Zuschusses sich nach den Lebenshaltungskosten orientiert, die euch am Ende übrig bleiben. Möglicherweise fällt dann sogar die komplette Unterstützung weg.

Vielleicht gibt es der Grundriss der 100 qm ja her, daß ihr ein Gästezimmer einrichtet, in dem dann Menschen zeitlich befristet wohnen können, die zB ein Theaterengagement für 4 Wochen in der Stadt haben oder Menschen, die dort in der Gegend ein mehrwöchiges Seminar besuchen. Das wären Zusatzeinnahmen, die man zwar theoretisch anzugeben hat, aber wie lang nun wirklich vermeidet ist, ist selten nachvollziehbar, solange man es privat anbietet...

Möglicherweise fällt dann sogar die komplette Unterstützung weg.

Dann könnte man aber vielleicht Wohngeld beantragen und hätte sogar mehr als jetzt.

Wie jetzt? die wollen freiwillig 150 Euro mehr zahlen?

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