Bei Ebay kleinanzeigen verklagt werden?

14 Antworten

Am Ende würde der Käufer mehr Zahlen wie das Handy überhaupt wert ist, und wenn du in der Beschreibung diese Mängel erwähnt hast und keine Falschen Bilder rein gesetzt hast, kann dir auch nichts Passieren. 

Wenn du aber, in der Beschreibung "Neuwertig" geschrieben hast, ein Foto von einem Neuen Handy Rein gestellt hast und in der Beschreibung nichts Von Gebrauchsspuren genannt hast, darauf hin eine rückerstattung verweigerst ect. Hat der Käufer durchaus ein recht den Artikel zu bekommen der Auf die Beschreibung und die Fotos Passt. In dem Fall könnte eine Anzeige gegen dich,  für dich Negativ verlaufen. 

Eben. Mit mir wollte vor 4 Jahren jemand eine ähnliche Nummer mit einem Netbook abziehen. Das Gerät kostete 125€. Letztlich hatte der Verkäufer Kosten von fast 700€ an der Backe. Ich bin mir sicher, der macht das nie wieder.

Kommt der FS an den Falschen, wird es richtig teuer für ihn.

@Interesierter

Da bin ich genau deiner Meinung! 

Vorrausgesetzt der FS hat es als Neuwertig und ohne Markel Rein gestellt. Das konnte ich aus seiner frage leider nicht raus lesen 🤔

Natürlich hast du etwas falsch gemacht: Ein als "neuwertig" bezeichnetes Gerät hat keine Gebrauchsspueren, insbes. keine Kratzer :-O

Es ist "wie neu", etwa weil es von Anfang an immer nur mit Displayschutzfolie und Schutztasche verwendet wurde.

Genau darauf hat der K Anspruch, weil diese Eigenschaft zugesichert war :-O

Wer seine Angaben schönt, um einen besseren Preis zu erlösen, begeht arglistige Täuschung.

Vlt. kommt die Lust auf Rückabwicklung gegen Erstattung des Kaufpreises und der Versandkosten wenn ich dich darauf hinweise, dass dem K darüber hnaus Schadensersatz mind. i. H. d. Differenz seines Gebots zum nunmehr anderweitig zu beschaffendem, gleichwertigen Handy besteht?

Oder der K akzeptiert den Zustand zu einem angemessenen Presi, in dem man ihm den Kaufpreis anteilig erstattet?

Es auf eine kostenträchtige Rückabwicklungsklage ankommen zu lassen wäre hingegen das Dümmste, was du tun solltest.

G imager761

Im Grunde ist es so. Du musst als Verkäufer eine Gewährleistung bringen. Immer und ja auch als privater Verkäufer. Deine Gewährleistung besteht darin, dass der von dir angebotene Artikel deiner Beschreibung entspricht.

Wenn du also schreibst, das Handy sei neuwertig, tatsächlich hat es aber starke Gebrauchsspuren entspricht das nicht deiner Beschreibung und der Käufer wäre im Recht.

Wenn du der Meinnung bist, es ist alles wie beschrieben muss dir der Käufer sofern er in den zivilrechtlichen Streit gehen will, erst einmal nachweisen, dass du etwas falsches beschrieben hast. Üblicherweise durch eine fachmännische Prüfung. Sowas macht jeder Handyladen und wenn er noch ein paar Euro rüber schiebt, bekommt er was er will. Das ist nunmal die Realität.

Dann habt ihr den Zustand geklärt, du behauptest nun aber, der Mangel sei bei ihm entstanden. Das müsste er dir nun auch wieder nachweisen.

Wir reden hier über 50 Euro und ich denke du siehst worauf das hinaus läuft. Wenn du dir nichts vorzuwerfen hast, würde ich einfach immer widersprechen und dann vergeht ihm beim zweiten Anlauf schon die Lust.

Ein neuwertiges Gerät darf keine Kratzer oder auch Gebrauchsspuren aufweisen. Das was Du da verkauft hast ist in einem gut gebrauchten Zustand mit erheblichen Mängeln.. Du hast regelrecht betrogen und solltest dem Käufer das Geld zurück geben und demnächst die Wahrheit in den Beschreiben hinein bringen. Wenn man in einer Rechtschutzversicherung ist, dann ist so eine Anzeige schnell aufgestellt, da braucht man nicht in Vorkasse zu gehen. 

Hallo Ringelblumenhas,

das bürgerliche Gesetzbuch besagt bezüglich Deiner Frage folgendes:

**************************************************************************************

§ 433 BGB - Vertragstypische Pflichten beim Kaufvertrag

(1) Durch den Kaufvertrag wird der Verkäufer einer Sache verpflichtet, dem Käufer die Sache zu übergeben und das Eigentum an der Sache zu verschaffen. Der Verkäufer hat dem Käufer die Sache frei von Sach- und Rechtsmängeln zu verschaffen.

(2) Der Käufer ist verpflichtet, dem Verkäufer den vereinbarten Kaufpreis zu zahlen und die gekaufte Sache abzunehmen

*************************************************************************************

§ 434 BGB - Sachmangel

(1) Die Sache ist frei von Sachmängeln, wenn sie bei Gefahrübergang die vereinbarte Beschaffenheit hat. .... [Rest nicht angeführt, weil für die Fragestellung irrelevant]

************************************************************************************

Du hast in Deiner Artikelbeschreibung laut Deiner Aussage angeführt, dass das Gerät NEUWERTIG sei!

Wenn das Gerät als Neuwertig verkauft wurde, darf es auch keine Gebrauchspuren wie Kratzer haben, denn sonst ansonsten hat das Gerät nicht die vereinbarte Beschaffenheit.

Der Käufer hätte als tatsächlich gute Chancen erfolgreich zu Klagen.

Das er das bei einem Kaufpreis von unter 50 Euro wirklich tut, halte ich aber für unwahrscheinlich.

Wenn er Klage einreicht, muss er die gerichtlichen Verfahrenskosten die sich auf 105 Euro belaufen in Vorkasse bezahlen, sonst wird das Gericht nicht tätig. Nimmt er einen Anwalt für den Prozess  kostet ihn der Anwalt noch einmal zusätzlich 157,68 Euro.

Und ob Jemand bereit ist für einen so geringen Streitwert 262,68 Euro in Vorkasse zu zahlen, ohne zu wissen, ob er den Prozess überhaupt gewinnt, bezweifle ich doch recht stark. Vor allem, wenn er den Prozess verliert, muss er ja auch Deine Rechtsanwaltskosten tragen, die sich ja ebenfalls auf 157,68 belaufen.

Insgesamt belaufen sich somit die Prozesskosten auf 420,36 Euro. Ich bezweifle jedenfalls ganz stark, dass Jemand  das Risiko eingeht für einen so geringen Streitwert von 50 Euro unter Umständen auf den Kosten sitzen zu bleiben.

Gleichwohl ist die Chance für ihn recht hoch, dass er den Prozess gewinnt. In dem Fall musst Du die gesamten Verfahrenskosten von 420,36 Euro tragen und ihm natürlich zusätzlich den Kaufpreis zurück erstatten.

Aber völlig unabhängig ob er klagt oder nicht klagt, ich würde an Deiner Stelle schon aus Gründen der Fairness das Handy zurücknehmen oder ihm anbieten, ihm einen Teil der Kaufsumme zu erstatten. Du hast schlichtweg ein Gerät verkauft, dessen Beschaffenheit als Neuwertig angeführt wurde, aber definitiv mit den Kratzern nicht neuwertig war.

Schöne Grüße
TheGrow

Wo steht denn geschrieben, dass er das Handy als "Neuwertig" angeboten und verkauft hat?

@Falkenpost

Ringelblumenhas hat auf die Antwort von  peterobm vor 8 Stunden den Text der Anzeige angeführt:

Das Smartphone ist neuwertig. Besitzt eine praktische Tastatur. Ein neues Headset und Ladekabel sowie die Originalverpackung sind auch mit dabei. Ebenfalls eine 16 Gb Speicherkarte zum groß zügigen speichern ihrer Dateien. Bei Interesse gerne melden, liebe grüße!"

Du musst schon nicht nur die Frage, sondern auch mal seine zusätzlichen Kommentare durchlesen, bevor Du Dich beschwerst, dass er nicht geschrieben hat, dass das Handy "Neuwertig" ist

@TheGrow

Bewertungsrelevante Fakten gehören i.d.R. in die Frage und nicht verteilt auf die Antworten. Ist aber nur meine Meinung.

Unabhängig davon: "Neu" ist nicht gleich "Neuwertig".

@Falkenpost

i.d.R ist es normal, dass Fragesteller in einem Forum ergänzende Angaben zu der Fragestellung machen.

Was unter "Neuwertig" zu verstehen ist, hat z.B. Rechtsanwalt Oliver Daniel Özkara unter.

http://www.frag-einen-anwalt.de/Ebay-Kaeufer-weigert-zu-zahlen-und-beruft-sich-auf-Beschreibung-neuwertig--f272193.html

wie folgt angeführt:

Soweit Sie den Artikel als „neuwertig", d.h. insbesondere ohne Gebrauchsspuren, eingestellt haben, so wird diese Eigenschaft grundsätzlich auch Vertragsbestandteil und der Käufer hat mit dem geschlossenen Kaufvertrag gem. § 433 Abs. 1 BGB einen Anspruch auf Lieferung einer entsprechenden „neuwertigen" Sache ohne Gebrauchsspuren

Und Kratzer sind ja wohl zweifelsfrei Gebrauchsspuren

@TheGrow

Dass seine Artikelbeschreibung bestandteil des Vertrags ist, ist klar. Dies wäre es auch, wenn er geschrieben hätte, "komplett defektes Handy". Also für die Klärung des Falls hier irrelevant.

Interessanter ist schon eher die Definition von "Neuwertig" vs. "Neu". Hier hatte ich heute Vormittag auch noch einen Artikels eines RA zur Abgrenzung und "Was noch als Neuwertig zu betrachten ist". Leider nicht mehr gefunden. Aber wie es immer bei rechtlichen Dingen ist, wir heute so und morgen so entschieden.

Weiter wäre es hilfreich zu wissen, um welche Gebrauchsspuren es sich hier handelt. Haarfeine Kratzer oder tiefe Rillen. (Oder finde ich diese Info irgendwo anders im Posting?)

@Falkenpost

Hallo Ringelblumenhas,

ich gehe nicht weiter auf die Postings von Falkenpost ein, da diese Endlosdiskution nicht Zielführend ist.

  • Du hast selbst eingeräumt, dass das Gerät Kratzer hat,
  • Du weißt selber wie groß oder klein die Kratzer sind und
  • Du weißt, dass die Kratzer so groß waren, dass sie den Käufer veranlasst haben, die Ware zu reklamieren

Deshalb kannst Dur Dir ach am Besten selber ausrechnen, ob ein Richter im Falle eines Verfahrens wohl eher zum Schluss kommen wird,

  • dass das Handy von der Beschaffenheit einen neuwertigen Zustand aufweist oder
  • dass das Handy aufgrund der Gebrauchspuren in Form der Kratzer von der Beschaffenheit eben keinen neuwertigen Zustand aufweist.

Es macht hier für mich hier auch  Sinn  zu diskutieren, wie hoch hier irgendwelche Wahrscheinlichkeiten sind, ob Du oder Käufer wohl den Prozess gewinnen würde.

Der Richter wird das Handy im Falle eines Prozesses in Augenschein nehmen und dann sein Urteil darüber fällen, ob er den Zustand des Handys für "Neuwertig" hält.

Ich denke mit diesen Worten schließe ich die Diskution auch ab, denn was es zu diesem Thema zu sagen gab ist gesagt.

Schöne Grüße
TheGrow

@Falkenpost


Unabhängig davon: "Neu" ist nicht gleich "Neuwertig".

Bravo, gut erkannt (Ironie Ende).  'Neu' meint unbenutzt, allenfalls funktionsgeprüft, 'neuwertig' benutzt, aber ohne Gebrauchsspuren, 'gebraucht' benutzt mit üblichen (!) Abnutzungsspuren.

Kratzer zählen in keinem Fall dazu, weil sie gerade eine
Beschaffenheit darstellen, die bei Sachen der gleichen Art nicht üblich ist und die der Käufer nach der Art der Sache nicht erwarten muss, § 434 I Nr. 2 BGB :-O.

Wie sagt Rüdiger Hoffmann dazu: Man kann einen Duschvorhang verschimmeln lassen, muss man aber nicht.

G imager761


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