Bank Kündigt Dispokredit und lehnt Ratenzahlung ab, was kann ich tun?

5 Antworten

Ein Dispokredit ist grundsätzlichnur als kurzfristige Überbrückung gedacht und nicht zur dauerhaften Nutzung. Üblicherweise sollte das Konto in zwei bis 3 Monaten wieder ausgeglichen sein.

Im vorliegenden Fall hat sich der Kontoinhaber offensichtlich deutlich übernommen. Er kann einen anderen Kredit nicht korrekt bedienen und konnte sich mit der Bank nicht einigen. Gleichzeitig ist er nicht in der Lage, das Sparkassenkonto in angemessener Zeit auszugleichen.

Um ihre Ansprüche zu sichern kündigt die Sparkasse den Dispo wegen "wesentlicher Verschlechterung der Vermögensverhältnisse" und verlangt die sofortige Zahlung. Wenn diese nicht erfolgt, werden alle Konten bei der Sparkasse gesperrt und Maßnahmen zur Erwirkung eines Titels eingeleitet, mit dem dann ins Vermögen und Einkommen des Schuldners gepfändet werden kann.

Bank wechseln hilft nicht. Ratsam wäre die Einrichtung eines P-Kontos um bei Pfändung handlungsfähig zu bleiben.

Ergänzung:

Den 2. Schufaeintrag hat er schon, da die Sparkasse die Kündigung des Dispokredits an die Schufa meldet. Damit ist seine Bonität bereits im Keller.

Das anstehende Vollstreckungsverfahren kann dann nur noch durch eine Insolvenz getopt werden.

Er sollte darauf achten, dass er alle weiteren Verträge wie Mieten und Telefon korrekt und pünktlich bedient, da er auf unabsehbare Zeit keine neuen abschließen kann.

Wenn ich das richtig verstanden habe, bestehen 2 Forderungen gegen den Bekannten, der Sparkassen-Dispokredit (gekündigt) und der Bankkredit (gekündigt?). Wenn bei beiden Krediten eine Ratenzahlung abgelehnt wird, erfolgt bei beiden das gerichtliche Verfahren mit anschließender Zwangsvollstreckung. Dagegen kann sich der Bekannte nicht wehren.

Er sollte sich meiner Meinung nach jetzt erstmal um ganz naheliegende Dinge kümmern, wie z.B. ein funktionierendes Konto zu haben. Falls das Girokonto der Sparkasse noch nicht in ein Abwicklungskonto umgewandelt wurde, kann er es möglichst schnell in ein P-Konto umwandeln lassen. Damit stünde ihm der pfändungsfreie Betrag zur Existenzsicherung zur Verfügung. Wenn es schon ein Abwicklungskonto ist, wurde es in die Schufa eingetragen und kann nicht mehr in ein P-Konto versetzt werden. Dann muß nach Alternativen gesucht werden.

Bank wechseln ändert nichts daran, dass er die Dispo-Miesen zahlen muss.

Der Zusammenhang der diversen Sachen ist etwas unklar. Die versicherung zahlt nix, der Anwalt schreibt nix und deshalb Targo-SK-Kuddelmuddel?

Die Person hat ein Kredit bei der Targobank. Die Person ist erkrankt und die Arbeitsunfähigkeitsversicherung der Targobank hat die Zahlung nicht geleistet. Daraufhin Anwalt eingeschaltet, Anwalt kein Schreiben an Targobank bzw an die Versicherung rausgeschickt. Anwalt gewechselt und Sachlage hat nichts mehr ändern können. Die Sparkasse sieht negativen Schufaeintrag und löscht sein Dispo und fordert ihn die Ganze Summe auf einmal zuzahlen. Und eine Ratenzahlung wurde abgelehnt.

@FrancoPlanet

... die Targo Bank hat doch gar keine AU-Versicherung, oder?

@schleudermaxe

Doch, das versucht JEDE Bank den Kreditnehmern aufzuschwatzen.

in der Regel passieren solche Probleme nicht innerhalb von 2 Tagen. Das heißt: Wenn man merkt, dass die Versicherung nicht zahlt (der Grund dafür ist erstmal unerheblich) und man deshalb kein Geld hat, um den Dispo auszugleichen, dann sucht man SOFORT das Gespräch mit der Bank, erklärt die Probleme und bekommt dann meistens auch eine Lösung für das Problem. Da die Versicherung (du meinst sicher einen Ratenschutzversicherung bei Arbeitsunfähigkeit) sowieso in der Regel erst nach 6 Wochen Arbeitsunfähigkeit zahlt, war also genug Zeit, um sich darauf vorzubereiten und das Gespräch zu suchen. Der negative Eintrag kommt außerdem auch nicht schon, wenn man mal 1 Rate nicht bezahlt hat, da sind sicherlich schon mehrere Mahnungen ins Haus geflattert.

ein dispo-kredit sollte nicht unbedingt genommen werden. auch wenn er die bank wechseelt verschwinden die schulden aus dem dispo deswegen nicht. die bank muss sich auf keine ratenzahlung einlassen. sie wird dann einen mahnbescheid erwirken und dann vollstrecken lassen.

Das die Schulden nicht verschwinden bei einem wechsel der Bank Schufaeintag entsteht ist klar, aber ich habe gefragt was kann er tun.

@FrancoPlanet

da kann er ausser die schulden zurückzuzahlen nichts tun. mit den nachteilen einer vollstreckung wird er da leben müssen. ausserdem muss eine neue bank ihn nicht nehmen, die sehen auch das er bereits einträge hat.

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