Anzeige bei der Polizei wegen Betrug

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Du musst 2 Dinge tun.

  1. Anzeige erstatten (bei der Polizei). Dadurch wird strafrechtlich vorgegangen. D.h. am Ende steht eine Verurteilung. Je nach Fall kann das Verfahren auch eingestellt werden.

  2. Du solltest einen Rechtsanwalt einschalten. Dieser wird ein Zivilrechtliches Verfahren antrengen, so dass du an dein Geld gelangst. Das passiert mit 1. nämlich nicht.

Um welche Summe geht es?

Es geht genau um 210.- Euro, nicht viel werden manche sagen, für mich schon.

@Wonnepoppen

Dann kannst du die Anzeige erstatten, aber ich vermute, das Verfahren wird wegen Geringfügigkeit eingestellt. Punkt 2 kannst du machen. Aber bedenke die Kosten. Gibt es einen Vertrag bzw einen Beleg, dass du Geld verliehen hast? Falls nicht, schreibe das Geld ab und verbuche es unter Erfahrung.

@Birne60

Birne60, solltest du die strafrechtliche Grenze der Geringfügigkeit meine, dann liegt diese bei ca. 50€. Auch bei 210,-€ muss das Verfahren nicht eingestellt werden, denn es kommt auf das kriminelle Verhalten der Person an. Wenn dieser sich z.B. bei meherern Personen Geld geliehen hat, ohne je die Absicht gehabt zu haben es zurückzuzahlen, dann wird die STA das Verfahren sicher nicht einstellen.

@wissenschwester

Ja.Das ist bekannt. Deswegen schreibe ich auch:

aber ich vermute

Denn so sieht es erfahrungsgemäß bei den überlasteten STA (leider) aus.

Ein Betrug liegt nur vor, wenn die Person wissentlich nicht im Stande war, oder nie die Absicht hatte den Betrag zurückzuzahlen. Eine einfache möglicherweise unverschuldete Zahlungsunfähigkeit hat keine strafrechtlichen Konsequenzen.

Wenn du dein Geld wieder haben willst, empfehle ich das gerichtliche Mahnverfahren, als kostengünstigsten Weg einen vollstreckbaren Schuldtitel zu bekommen. Wird auf den Mahnbescheid nicht fristgerecht Widerspruch eingelegt, kannst du den Vollstreckungsbescheid beantragen und nach der Einspruchsfrist vollstrecken lassen.

Sollte dem MB widersprochen werden musst du überlegen ob eine Zivilklage Aussicht auf Erfolg hätte und dir einen Anwalt suchen.

Grundsätzlich ist das eine Privatrechtliche Forderung. Die muß du beginnend mit einem gerichtlichen Mahnverfahren fordern oder durch ein Amtsgericht zur Zahlung verurteilen lassen. Nur wenn der/die Schuldner/in von Anfang an vor hatte das Geld nicht zurück zu zahlen ist der Tatbestand des Betruges erfüllt. Hast du Beweise das du ihr das Geld gegeben hast und wann sie dir es zurückzahlen sollte?

Das ist kein betrug, sondern Unterschlagung, aber geh zur nächsten Wache und gib die Anzeige auf. Gut wäre natürlich, wenn du Zeugen anführen könntest oder du eine Quittung hast. Mehr brauchst du dann im Grunde nicht, außer den Personalien dessen, den du anzeigen möchtest!

Das ist kein betrug, sondern Unterschlagung,

Das ist anhand der dürftigen Beschreibung nicht zu erkennen. Es kann auch ein Betrug vorliegen. Das spielt für die Frage aber auch keine Rolle.

Wenn Du auch nachweisen kannst, dass diese Person Dir wirklich Geld schuldet, dann auf jeden Fall eine Anzeige wegen Betrugs bzw Unterschlagung erstatten. Dadurch bekommst Du aber trotzdem das Geld nicht wieder, da die Anzeige nur die Straftat an sich "beinhaltet". Als nächstes müssstest Du Dir einen Anwalt suchen, der Dir das Geld zurückholt.

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