Wieviel Anzahlung ist im Rahmen, wenn Artikel erst in 6 Wochen lieferbar?

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Beim Möbelkauf gilt folgendes:

Wer hochpreisige Möbel oder eine Einbauküche kauft, ist nicht verpflichtet, eine Anzahlung zu leisten. Darauf weist die Verbraucherzentrale Hamburg hin. Viele Händler forderten eine solche Anzahlung "mit den abenteuerlichsten Begründungen und behaupten, das sei so üblich oder gar gesetzlich vorgeschrieben". "Das ist falsch", so die Verbraucherschützer. Das Gesetz sage sogar das Gegenteil: Die Zahlung sei erst bei der Lieferung beziehungs-weise nach dem Einbau fällig.

Für den Kunden sind Anzahlungen in Höhe von oft vielen Hundert Euro ein hohes Risiko: Gehe der Händler pleite, sei das Geld weg, obwohl keine Möbel geliefert würden. Und: Für die oft monatelange Lieferzeit gibt der Kunde dem Händler einen zinslosen Kredit.

Rat der Verbraucherzentrale: Anzahlungen grundsätzlich verweigern. Wenn der Händler darauf bestehe, solle man notfalls z.B. Möbel anderswo kaufen. Sogar dann, wenn im Vertrag eine Anzahlung festgelegt worden sei, könne man "diese verweigern und eine Lieferung ohne Anzahlung verlangen". Habe nämlich der Händler darauf bestanden, gelte die Vereinbarung einer Anzahlung als "allgemeine Geschäftsbedingung" (AGB). Und per AGB darf man Anzahlungen nicht kassieren - so haben Gerichte entschieden (zum Beispiel Landgericht Potsdam, 8 O 627/94).

http://www.berliner-mieterverein.de/magazin/online/mm0602/060207b.htm

Anders sieht bei Käufen aus, die eigens nach Deinen Wünschen hergestellt werden.

Er kann verlangen was er will, jedenfalls dann, wenn einzelvertraglich vereinbart. Durch AGB vereinbart sieht das schon anders aus. Und im übrigen: Wenn er erst NACH Vertragsabschluß mit Vorschußforderungen kommt, dann verabschiede Dich mit dem Autofahrergruß!

43 Mio

Wenn Du uns nicht verrätst, um was es sich handelt, ob der Händler in Vorleistungfür etwas treten muss, kann da keine sinnvolle Antwort kommen

Kreditkartenzahlung rückgängig machen

Hallo, ich bräuchte dringend einen Rat. Meine Freundin und ich waren auf Rucksackreise in Thailand. In Bangkok haben wir uns in ein Fashion House locken lassen, dass auf uns einen sehr seriösen Eindruck gemacht hat. Meine Freundin hat sich dann ein Kleid schneidern lassen. Wir haben per Kreditkarte vorab bezahlt. Es wurde ausgemacht dass wir das Kleid am nächsten Tag abholen können, da wir auf der Durchreise waren. Am nächsten Tag war das Kleid aber erst zu 70% fertiggestellt, es gab also nur eine Anprobe und der Händler versicherte uns, wir sollen ihm eine E-Mail schreiben 2 Tage bevor wir unsere Rückreise in Bangkok nach Deutschland antreten. Er würde das Kleid dann dort hinschicken, wo wir es gerne abholen möchten. Problem war, wir sind nach drei Wochen abends in Bangkok wieder angekommen, ca. 22 Uhr und am nächsten Morgen abgereist ca. 9 Uhr. Wir haben ihm 2 Tage zuvor eine E-Mail geschickt, ihm den Vorgang geschildert, er solle es doch zu einem Hotel, Airport, Restaurant schicken seiner Wahl, wir würden das Kleid dann dort abends abholen. Wir haben keine Rückmeldung erhalten, aber eine Sendebestätigung von yahoo. In Deutschland habe ich den Händler wieder kontaktiert, er solle das Kleid bitte nach Deutschland schicken. Der Händler möchte den Versand aber vorab erstattet haben, 50 Euro, wir sehen aber nicht ein, das noch zusätzlich zu bezahlen, der Händler sieht nicht ein den Versand zu bezahlen, er hätte unsere E-Mail nicht bekommen, wer ist im Recht bzw. kann man notfalls die Abbuchung rückgängig machen?

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