Warum ist der Sortenankauf bei deutschen Banken teurer als der Wechsel im Ausland?

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4 Antworten

Ich stimme Daniel's Meinung im Grundsatz zu. Seine Argumente gelten für hiesige wie für ausländische Banken. Aber diese erklären nicht den Tenor der Frage.

Ich sehe den Unterschied bedingt durch die geringe Umschlagsgeschwindigkeit der fremden Banknoten ("Sorten") bei den hiesigen Banken gegenüber den Nicht-Euro-Banken.

Die Nicht-Euro-Banken handeln ihre im Welthandel relativ unbedeutende Heimwährung auch in Banknoten (z.B. Türk. Lire, Ägypt. Pfund, Russ. Rubel) im wesentlichen gegen USD, EUR, JPN (und evtl. GBP und CHF).

Die gängigen Währungsnoten US$ und EUR haben daher eine höhere Umschlagsgeschwindigkeit in der Sortenkasse der ausländischen Bank als die Korrespondenzwährung bei unserer deutschen (Euro-)Bank, wo seltener Nachfrage nach diesen zahlreichen - sorry für die Bezeichnung - Exotenwährungen besteht.

Die Vielartigkeit an Exoten-Noten ist mit längerer, unberechenbarer Lagerhaltung und damit einem höherem Devisenkursschwankungsrisiko verbunden, was sich insgesamt in dem daher schlechteren Sorten-Umtauschkurs niederschlägt.

Die Bakne im ausland geben das Geld raus, was sie wowieso daben, für ihre eigenen Kunden.

Für die Banken in Deutschland ist es tots Kapital. Nur verwendbar wenn mal einer fragt. Daher ist es teuer es liegen zu haben.

Für Banken kostet es Geld, Sorten ständig bereit zu haben. Das Geld ist einerseits unverzinst, andererseits muss es beschafft und gelagert werden. Diese Kosten werden an den Kunden weitergegeben.

Die Banken sind doch keine Sozialinstitute. Die wollen doch das nicht umsonst machen. Das Ziel einer Bank ist legalerweise auch Geld zu verdienen. Deshalb kostet es mehr.

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