Wie ist es mit der steuerlichen Verrechnung von Fremdwährungskursverlusten mit den Zinsen in Fremdwährung?

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1 Antwort

Devisen sind ein Wirtschaftsgut, d.h. Transaktionen damit, die Gewinne und Verluste bringen, sind im Rahmen der Besteuerung privater Veräußerungsgeschäfte zu berücksichtigen.

Das bedeutet konkret: hast Du einen Betrag z.B. auf einem USD-Konto liegen und fällt der USD gegen den EUR; so bedeutet das einen Buchverlust für Dich. Dies ist steuerlich irrelevant. Bekommst Du dann 0,25% Zinsen auf das Konto, so sind diese Zinszahlungen in EUR umzurechnen und als Gewinn zu versteuern. Solltest Du gleichzeitig einen Betrag vom Fremdwährungskonto auf Dein EUR-Konto übertragen und gegenüber der ältesten Hinüberweisung so ein Verlust entstanden sein, kannst Du diesen Verlust steuerlich geltend machen, d.h. das mindert Deine Zinserträge. Der Verlust muss sich jedoch materialisieren. Sonst wäre das keine Besteuerung der Erträge, sondern des Vermögens (dessen EUR-Wert mit dem Wechselkurs ständig schwankt und so Buchgewinne oder -verluste bedeuten kann).

In §23 Abs 2 EStG spezifiziert außerdem, daß nur dann eine steuerliche Berücksichtigung erfolgt, wenn Geschäfte vorliegen, "bei denen der Zeitraum zwischen Anschaffung und Veräußerung nicht mehr als ein Jahr beträgt." Liegt also zwischen erster Hinüberweisung auf das USD-Konto und der Rücküberweisung auf ein EUR-Konto mehr als ein Jahr, können Gewinne und Verluste steuerlich nicht mehr geltend gemacht werden. Wohl aber werden die Erträge (Zinsen) dennoch besteuert.

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Kommentar von deregulator
28.09.2015, 12:15

Danke für die Antwort, aber ist es nicht so, dass sich die Frist von einem Jahr auf zehn Jahre erhöht, wenn Zinsen anfallen?

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