1 Antwort

Die beiden von Dir zitierten Texte haben nichts miteinander zu tun.

Der Artikel in GmbH-persönlich bezieht sich darauf, dass ein Darlehen, was ein Gesellschafter an die GmbH gibt u. U. wie eine Stammkapitalerhöhung zählt und damit die private Einkommensteuer mindern kann.

In dem BFH Beschluss geht es um die Steuerbegüntigung von Sanierungsgewinnen die entstehen, wenn Gläubiger auf Forderungen gegen die GmbH verzichten.

Also völlig unterschiedliche Vorgänge.

Kann ich eine ruhende/abgetretene LV an eine Bank auszahlen lassen kurz vor Privatinsolvenz???

Hallo, bin neu hier und benötige Hilfe i.S. Insolvenz und LV:

2004 haben meine Eltern für mich einen 20.00€ Kredit aufgenommen, dafür habe ich meine LV an Sie/Bank abgetretten. Die erste Teil-Zahlung sowie monatliche Raten ( 75 € ) ging an die Bank. Darlehen läuft auf meine Eltern die Zahlungen leiste ich natürlich. Meine Frage ist: meine LV habe ich vor jahren stillgelegt und diese würde 2012 mit ca. 5000 € ausgezahlt werden. Die zahlung soll eigentlich an die Bank meiner Eltern gehen und den Restbetrag tilgen. Ich/ die Bank könnte die Versicherung jetzt kündigen und den Kredit damit sofort begleichen, den kleinen Restbetrag würden meine Eltern übernehen, (die haben ja schon mehrere Tausd. € mir geliehen/gegeben). Damit währe dieser Kredit erledigt.

Nun habe ich vor in Privatinsolvenz zu gehen ( habe meine Selbständigkeit aufgegeben und somit noch ca. 30.000 € Schulden incl. Zinsen/Kosten). Ich bin im Angest. Verh. und hätte 282 € Mtl. zu zahlen ( lt. Pf.Tabelle). Ich muß diesen Schritt machen, da ich momentan an 2 Gläubiger Zahlungen leiste ( 350 € ) und die anderen an mein Gehalt ran möchten ( mehr kann ich aber nich zahlen), durch die Insolvenz würden alle gleich bekommen.
Kann ich das mit der Verischerung so machen??? Sonst müßte ich noch meine Eltern als zusätzliche Gläubiger aufnehmen und natürlich die ganze Insolvenzgeschichte beichten?????

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Freiberufler für 1 Jahr in Schweden vor Ort

Hallo, ich bin seit langem Freiberufler im IT-Bereich und war in den letzten vier Jahren in einem Projekt in Österreich tätig. Dabei bin ich wöchentlich gependelt, habe im Hotel gewohnt und war jedes Wochenende zuhause in Deutschland. Jetzt habe ich ein Projekt in Schweden, mein Vertrag gilt erst mal bis Ende 2013. Das mit dem wöchentlichen Pendeln möchte ich nicht mehr machen, ich möchte auch nicht im Hotel wohnen, sondern habe mir hier in Stockholm eine Wohnung gesucht. Die ganzen Fragen wegen einer schwedischen 'personnummer' und ob ich mich beim Einwanderungsamt anmelden muss, lasse ich jetzt mal außen vor. Die erste Frage ist für mich nämlich gerade, ob ich mein Einkommen aus selbständiger Tätigkeit in Schweden versteuern muss oder weiter wie bisher in Deutschland. Zu freiberuflicher Tätigkeit von Ausländern vor Ort in Schweden habe ich bei den Schweden bisher überhaupt nichts gefunden, außer der Möglichkeit, sich in Schweden selbst als Freiberufler ("self-employed") anzumelden, was ich aber nicht unbedingt will.

Ich habe mir das schwedisch-deutsche DBA angeschaut und wäre dankbar um eine Einschätzung, ob meine Interpretation richtig ist. Ich sehe es so:

  • Artikel 4 bestimmt einen der beiden Staaten als denjenigen, in dem ich als "ansässig" gelte. Nach 4(1)a kann ich sowohl in D ansässig sein (weil steuerpflichtig, Wohnsitz in D), als auch eventuell in Schweden (ständiger Aufenthalt, Wohnung, erst mal egal ob angemeldet oder nicht). Aber nach 4(2)a gelte ich dann doch als in D ansässig, weil ich dort die engeren persönlichen und wirtschaftlichen Beziehungen ("Mittelpunkt meiner Lebensinteressen") habe. Was ja auch wirklich so ist.

  • Nach Artikel 14 können dann meine Einkünfte aus selbstständiger Arbeit nur in diesem Staat besteuert werden, "es sei denn, dass [mir] im anderen Vertragsstaat für die Ausübung ihrer Tätigkeit gewöhnlich eine feste Einrichtung zur Verfügung steht". Jetzt ist natürlich die Frage, was eine "feste Einrichtung" ist. Ich würde darunter ein Büro, eine Werkstatt oder etwas ähnliches verstehen, ähnlich dem, was an anderer Stelle als "Betriebsstätte" von Firmen bezeichnet wird. Aber meine Wohnung in Schweden ist das nicht, denn dort übe ich meine Tätigkeit nicht aus. Ist das Büro des Kunden meines Auftraggebers, wo ich einen Schreibtisch zur Verfügung habe, eine "feste Einrichtung" in diesem Sinn? (Bei meinem Auftraggeber selbst habe ich keinen Schreibtisch!) Und wenn ja, bedeutet die Formulierung "steht eine solche Einrichtung zur Verfügung, so können die Einkünfte im anderen Staat besteruert werden, ...", dass es sich um eine "Kann"-Bestimmung handelt, ich also wählen kann, ob ich trotzdem in D versteuere?

Es wäre mir viel leichter, wenn ich sicher sein könnte, dass ich nur in D versteuern muss. Nicht nur wegen der Höhe der schwedischen Steuern (über die ich eigentlich mehr Gerüchte als klare Aussagen gefunden habe), sondern auch wegen der "Planbarkeit".

Vielen Dank für Eure Hilfe!

Matthias

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