Lassen sich Sanierungskosten einer Immobilie nach einer vorherigen privaten Nutzung steuerlich ansetzen, sobald die Immobilie vermietet wird?

Hallo zusammen,

wir haben Anfang 2017 ein 1-/2-Familienhaus für gut 250 TEUR gekauft, das wir im Jahr 2017 mit weiteren 150 TEUR kernsaniert haben und Ende 2017 eingezogen sind. Kleinere Arbeiten gab es auch noch in 2018.

Eigentlich hatten wir vor, länger hier zu wohnen. Leider ergibt sich bei mir nun eine ungeplante und sehr überraschende berufliche Änderung, so dass ich überlege, das Haus

(a) zu verkaufen oder

(b) zu vermieten.

Zu (a) dürfte, da wir zwischen Erwerb und Verkauf das Objekt nur privat genutzt haben, eigentlich keine Spekulationssteuer anfallen. Oder gibt es hier andere Stimmen?

Zu (b) stellt sich mir die Frage, ob ich die Kosten der Sanierung i.H.v. 150 TEUR irgendwie steuerlich geltend machen kann? Ich habe viel Geld investiert und die Steuererklärung 2017 ist noch nicht abgegeben. Allerdings war die Entwicklung, dass man das Haus vermieten möchte, mit der beruflichen Veränderung erst 2018 erkennbar...

Was nun?

Besteht die Möglichkeit, dass das Finanzamt die Kosten entsprechend als Sanierungskosten eines vermieteten Objekts NACH dem Auszug und mit dem Beginn der Vermietung anerkennt? Wenn ja: Unter welchen Prämissen und mit welcher Höhe?

Liebe Grüße

Finanzamt, Hauskauf, Sanierung, Steuererklärung, Vermietung und Verpachtung, Absetzbarkeit, ABS, Steuerrechtliches
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Vermieter reagiert wochenlang nicht auf Kündigung und anderes - was tun?

Hallo, ich muss leider etwas ausholen, um unser Problem zu erklären: Wir (mein Verlobter und ich) sind zum Juli in eine frisch teilsanierte Wohnung gezogen. Am Anfang gab es kleine Probleme, die wir immer schnell mit der Frau des Vermieters per Mail lösen konnten. Anfang/Mitte Dezember bat ich die Wohnzimmertür reparieren/nachbessern zu lassen, da sie nicht schließt. Ich erhielt nie Antwort. Einen Monat darauf richtete ich noch eine Anfrage an den Vermieter, wegen mangelhafter Arbeit bei der Sanierung bzw. beim Kücheneinbau. In der Wohnung befindet sich eine neue EBK, die wir mit monatlich 100,-€ (5 Jahre) abzahlen. Wieder keine Reaktion. Inzwischen hatte sich aber ein ganz anderes Problem aufgetan: Die Fima in der mein Verlobter arbeitet droht pleite zu gehen, drei Monate war sie nicht in der Lage das Gehalt voll und fristgerecht zu bezahlen, daher suchte er nach einer neuen Stelle. Die fand er auch recht schnell, allerdings nicht in der gleichen Stadt, sondern in der Stadt in der ich arbeite und zu der ich täglich 2 Stunden (hin und zurück) pendle. Also möchten wir jetzt dort hin umziehen. Die Kündigungsfrist bei dem Job meines Verlobten betrug nur einen Monat, bei der Wohnung sind es aber 3 Monate, allerdings muss er den neuen Job am 1.3. antreten. Wir haben Ende Januar die Kündigung per Post geschickt, mal wieder keine Reaktion! Uns ist klar, dass wir kein Recht haben früher auszuziehen, aber hätten wir nicht wenigstens eine Kündigungsbestätigung bekommen müssen? Wir haben darum gebeten schon zum März ausziehen zu können und vorgeschlagen Nachmieter zu suchen, was wir dann auch getan haben, obwohl wir keine Antwort hatten. Nach einer gewissen Zeit haben wir bei den Vermietern angerufen, das Telefon ist abgestellt... Einige Zeit später sind wir mal an deren Haus vorbei gefahren, kein Name mehr an Klingel und Briefkasten... Also habe ich unseren Vermieter gegooggelt und seine Firma ausfindig gemacht und dort mal angerufen, aber er ist angeblich nie da (bei den 2mal die ich´s versucht habe). An die Firmen-E-Mail-Adresse haben wir dann nochmal die Kündigung geschickt, keine Reaktion, auch kein Rückruf um den ich gebeten hatte. Dann habe ich von Nachbarn die Handynummer seiner Frau bekommen und diese in Frankreich erreicht. Sie ist Französin und lebt wohl den Winter über dort. Das führte allerdings zu einer prompten Reaktion seinerseits, er wollte die Selbstauskünfte der Wohnungsinteressenten haben! Es schien also, als wäre er einverstanden, dass wir zum März ausziehen. Wir haben 3 gutsituierte junge Paare vorgeschlagen, alle uns ähnlich, so dass sie seinen Vorstellungen entsprechen müssten und ins Haus passen. Das war vor 10 Tagen, seit dem wieder keine Reaktion! Auch nicht, als ein Paar abgesprungen ist, was ich ihm natürlich gleich weiterleitete. Und auch nicht, als ich für dieses Paar neue Interessenten gefunden habe und ihm die Selbstauskunft schickte. Was sollen oder können wir jetzt machen??? Danke im voraus V.

Kündigungsfrist, Mietrecht, Sanierung, vermieter, Mangel, Nachmieter
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Eigentumswohnung aus den 1970er - Schlechte Investition wegen Asbestgefahr?

Hallo zusammen,

Ich erwäge - auch auf Grund der Niederigzinslage - eine Eigentumswohnung zur Selbstnutzung zu erwerben.

Jetzt habe ich eine gefunden die mir gut gefällt, Finanzierung steht im Prinzip und nächste Woche wäre der Notartermin.

Auf Grund eines aktuellen Zeitungsartikel wurde ich jetzt aber auf das Thema Schadstoffbelastung aufmerksam. Asbest wurde wohl in den 60ern und 70ern noch stark verbaut. Mir war nicht bewusst das das heute noch ein Thema ist, aber im Gegensatz zu öffentlichen Gebäuden, wurden private Gebäude wohl diesbezüglich kaum saniert.

Die Wohnung ist in einem Hochhaus mit klassischen "Eternitplatten" Fassade. Auf Nachfrage beim Makler wurde mir mitgeteilt, dass nichts über eine Schadstoffbelastung bekannt ist, das Thema aber nicht ausgeschlossen werden kann. Ich könnte ein Gutachten erstellen lassen, wenn ich sicher sein will.

Mein Vater meint auf Grund des Baujahres (1972), muss man davon ausgehen, dass eben Asbest mindest in der Fassade vlt. auch anderswo verbaut ist. Das Gutachten wäre dann rausgeschmissenes Geld.

Tatsache ist, dass wenn das mal entsprechend saniert werden muss, das wohl ganz schön teuer werden wird und die Wohnung als Investment dann ein ganz schöner Fehlgriff gewesen wäre.

Ich kann das Risiko allerdings nicht einschätzen, dass da mal diesbezüglich was gemacht werden muss.

Wie seht ihr das als? Sollte man generell von solchen Bauten (wie eben bspw. Hochhäuser aus den 70ern) Abstand halten? Asbest ist ja erst seid 1993 verboten, das würde also die Menge der potenziellen Kaufobjekte ganz schön einschränken.

Danke und Gruß Jonas

Eigentumswohnung, Immobilien, Sanierung, Asbest
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Wohnung seit 1 Jahr nicht vermietbar, wg. Wasserrohrschaden. Wer zahlt mir den Mietausfall?

In dem Forum "gutefrage.de" habe ich diese Frage gestellt. Aber vielleicht gehört sie eher hierhin:


Hallo, seit fast einem Jahr ziehen sich die Reparaturen dieses Fallrohres (vom Dach bis Keller), das im Schacht direkt an meiner kleinen Wohnung ist. Dieses Apartment ist seit ca. 1 Jahr nicht vermietet und ich wohne in einer anderen Stadt, 2 Autostunden entfernt.

Als ich vor ca. 9 Monaten zu der Wohnung fuhr, um sie vermietfertig zu machen, entdeckte ich den aufbebrochenen Schacht: ein riesiges Wandloch im Bad! Ich erfuhr, dass der Hausmeister einen Wohnungsschlüssel zu meinem Apartment hat und die Handwerker immer reinließ. Über die Reparaturmaßnahmen wurde ich nicht informiert. Über Planung und Ende der Maßnahmen sagte der Hausmeister immer nur "Tja, wir wissen nicht, wann die Handwerker weitermachen."

Jedes Mal, wenn ich zu dem Apartment fuhr, um Fotos für die Anzeige zu machen, war ich entsetzt, dass nichts voranging. Zwischenzeitlich wurde auch noch die Decke des Bades eingerissen. Das Apartment ist absolut nicht vermietbar! Seit 1 Jahr!!

Wir haben auch eine Hausverwaltung, die mir aber immer nur unpräzise antwortet, also genauso wie der Hausmeister. Ich fühle mich hilflos, weil ich nicht weiß, was ich machen kann. "Sie müssen diesen Mietausfall einfach so hinnehmen." lt. Hausverwaltung, "da es keine Versicherung fur Mietausfall gibt. Und dass die Handwerker so lange bauchen, dafür könne die Hausverwaltung nichts." Das kann doch nicht sein. Ich versteh das nicht.

1.) Könnte mir bitte jemand weiterhelfen, damit ich mal eine Orientierung bekomme. Ist das richtig, dass man als Vermieter eben einfach Pech hat, wenn die Handwerker angeblich nicht schneller arbeiten, aus welchen Gründen auch immer?

Am Dienstag ist eine Wohneigentümergemeinschafts-Versammlung und ich geh da zum 1. Mal hin.

2.) Wie kann ich mein Interesse vorbringen, dass mir der Mietausfall bezahlt wird? (von wem eigentlich?)

3.) Und habe ich ein Recht auf ausführliche Informationen, wenn es um mein Apartment geht? Kann der Hausmeister einfach ohne Rückfragen die Handwerker in die Wohnung lassen?

Vielleicht ist auch alles richtig gelaufen und ich bin irritiert.

Ich bitte um Hilfe und Anregungen und sag schon mal "Danke" im Voraus.

Eigentumswohnung, Mieter, Mietrecht, Reparatur, Sanierung, vermieter, Versicherung, wohnung, Mietausfall, Zahlung
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KfW Förderung bei Hauskauf möglich?

Hallo zusammen,

Es geht nicht um das KfW Wohneigentumsprogramm sondern um das Programm 151 Energieeffizient Sanieren. Wir hatten vor einiger Zeit ein Haus über einen Makler angeschaut welches einem KfW Standard entsprach und es hieß, dass der Umbau ohne Fördermittel erfolgt sei und man diese deshalb beim Kauf beanspruchen könnte, aus dem Haus ist leider nichts geworden.

Jetzt haben wir ein anderes gefunden, welches die letzten Jahre umfassend saniert wurde, vieles davon hat der Eigentümer selbst gemacht. Das Haus hat einen Endenergiebedarfsausweis mit einem Kennwert von 15 kWh/(m²*a).

Das kommt unter anderem durch folgende Maßnahmen zustande: 300 mm Vollwärmeschutz 320 mm Vollsparrendämmung 200 mm Kelleraußendämmung 25 m² Solarthermiegroßflächenkollektor Luft-Wasserwärmepumpe

zusätzlich ist noch eine 1,4 kw Photovoltaikanlage verbaut.

Nebenbei gesagt, ich bin Informatiker und kann mit den Werten so gut wie nichts anfangen, denke nur das dass gut ist

Gibt es bei einem so sanierten Haus also die Möglichkeit an eine Förderung durch die KfW zu kommen, wenn ja was müsste dafür getan werden?

Wie gesagt, es wurde ohne Förderungen saniert und es gibt auch für das meiste keine Rechnungen bzw. Nachweise mehr, schon garnicht über die Arbeit selbst. Der Berater der Bank meinte, es gebe keine solchen Förderungen wenn man schon ein Haus kauft bei dem schon energetisch saniert wurde, so ganz ohne mich zu Vergewissern will ich ihm das aber nicht glauben.

Darlehen, Förderung, Immobilienkauf, KfW, Sanierung
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Ohne Gutachten finanziert

Hallo zusammen,

die Bank hat unser Haus (Bestandsimmobile BJ 1938) ohne vorherige Besichtigung / Wertgutachten nur nach Vorlage des Exposès finanziert. 9 Monate nach der Finanzierung stellten sich erhebliche Mängel am Objekt heraus, die wir als Laien vorher nie hätten erahnen können. Um die sehr aufwendige Sanierung zu finanzieren, wurde ein Wertgutachten von der Bank in Auftrag gegeben. Die Differenz zwischen Darlehenshöhe und ermitteltem Wert betrug über 40.000 €. Nach vielen Gesprächen mit der Bank verplapperte sich nun ein Kundenberater, der uns vorwarf, doch alles selbst schuld zu sein. Schließlich gab es doch ein Gutachten vor der Finanzierung. Das wäre bei Objekten vor BJ 1960 normal. Dieses Gutachten gab es nicht!! Hätte es eines gegeben, hätte die Bank ja nicht 9 Monate später ein neues in Auftrag gegeben. Hinsichtlich der Sanierung hat uns der vorherige Sachbearbeiter in Bezug auf KfW-Förderdarlehen überhaupt nicht beraten können und uns eine "super günstige" Finanzierung empfohlen. Grundlage dieser war das Erreichen eines bestimmten Wertes. Um diesen zu erreichen, mussten Maßnahmen durchgeführt werden, die die Bank nicht weiter finanzieren wollte. So stand uns die KfW auch noch auf den Füßen. Achso, hätten wir eine Rechtschutz, würde ich nicht hier diese Frage stellen :-)

Tausend Dank für Antworten, die wirklich weiterhelfen können. Tibas

Finanzierung, Sanierung, Wertgutachten
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