Laut Regierung sollen Lohnnebenkosten möglichst nicht über 40 Prozent steigen und Einschränkungen unterbleiben. Ist das realistisch?

1 Antwort

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Alles eine Frage von Steuern und Verschuldung, also davon, was dem Staat das wert ist. Natürlich auch von Ausgaben aber über das redet man nicht so gerne.

Wenn sie das wollen, können sie das auch.

Ich finde (als Unternehmer) die Lohnnebenkosten schon jetzt indiskutabel hoch und kann mir da einiges vorstellen, das statt nur von Arbeitnehmern und Unternehmen bezahlt zu werden, besser aus dem Steuersäckel kommen sollte.

Vollkommen richtig. Wir werden auf Dauer nicht an einer steuerfinanzierten Grundrente vorbeikommen.

1
@wfwbinder

Das vielleicht auch. Ich denke aber mehr an Erwerbsminderungsrente, Leistungen der KV für chronisch Kranke, Kinder, Rentner und so weiter.

Ich denke auch, dass es oft nicht logisch ist, dass die Unternehmen und die sozialversicherungspflichtig Beschäftigten für Leute ein Leben lang bezahlen müssen, nur weil die mit einem Beschäftigten verheiratet sind oder mal ein paar Jahre gearbeitet haben.

Ehrlich gesagt bin ich auf dem Gebiet kein Experte und weiß nicht, ob der Staat schon jetzt für Angehörige die Kosten übernimmt. Mit Blick auf die doch sehr hohen Kosten, würde ichdas aber gerne prüfen.

0
@Rat2010

Die Rentenversicherung zahlt ja schon einiges, was nicht durch Beiträge gedeckt ist und deshalb kommen schon heute 25 % des Etats der deutschen Rentenversicherung aus dem Bundeshaushalt. Das wird noch mehr werden wenn die sogenannte Respektrente (Mindestrente) kommt.

Aus meiner Sicht wäre es das ehrlichste, wenn man dazu überginge aus dem Bundeshaushalt eine einheitliche Mindestrente zu zahlen. Die Arbeitgeberbeiträge durch eine 9,3 %ige Lohnsummensteuer zu ersetzen. Da könnten sich dann die Linken freuen, weil dann auch auf Aufsichtsratsvergütungen und Vorstandsgehälter Beträge fällig würden. gleichzeitig würde man merken, wie gering das in Summe tatsächlich ist, weil nur sehr wenige in diese Berufsgruppe gehören.

Wer mehr Altersversorgung will könnte dann aus den ersparten Beiträgen freiwillig Versicherungen abschließen, aber es sollte auch akzeptiert werden, wenn Bürger ihre Altersversorgung im eigenen Haus, oder einem Aktienvermögen sehen.

1

Was möchtest Du wissen?