Ist die Kürzung eines vereinbarten Fahrtkostenersatzes wegen Urlaub/Krankheit zulässig, wenn dieser anteilig als Gehalt vereinbart wurde?

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1 Antwort

Es gibt meines Wissens nach nur folgende Möglichkeiten:

Aus Vereinfachungsgründen kann unterstellt werden, dass das
Kraftfahrzeug an 15 Arbeitstagen monatlich zu Fahrten zwischen Wohnung
und erster Tätigkeitsstätte benutzt wird

oder

Der Pauschalierung kann aber auch die tatsächliche Anzahl der Arbeitstage zugrunde gelegt werden.

Eine Umwandlung von Arbeitslohn in Fahrtkosten ist meiner Meinung nach auch nicht erlaubt. So weit ich das im Kopf habe sind pauschalierte Fahrtkosten nur als Zusatzleistung erlaubt.... so mal am Rande.

Und ob du wirklich steuerlich die mit mehr Gehalt ohne Fahrtkosten stellst bleibt noch zu errechnen.

Ab klar ist - falls du arbeitslos wirst wird dein Arbeitslosengeld auf dein Bruttogehalt und nicht auf dein Bruttogehalt + Fahrtkosten gerechnet.

Ich gehe auch mal stark davon aus das in deinem Arbeitsvertrag dein Bruttogehalt + Fahrtkosten steht und nicht von einer Umwandlung. Somit wäre dein Chef auch nicht gezwungen da zu ändern.....

Und hier mal ein Beispiel

2600,- Brutto = ca. 1760,- Netto + 200 = 1960,- ausgezahlt

2900,- Brutto = ca. 1865,- Netto = nur knapp 105,- € weniger.......

und steuerlich sind ja schon 1000,- € Werbungskostenpausche eingerechnet und du würdest nur den Anteil darüber mit deinem persönlichen Steuersatz bekommen.

Ob du dich mit deiner Aktion wirklich besser stellst???

Alternativ könntest du natürlich auch noch versuchen die Regelung so zu lassen und vielleicht zahlt dir dein Chef noch die Einspaarung der Sozialabgaben in eine betriebliche Altersvorsorge.....

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Kommentar von Valeskix
01.09.2016, 16:36

Danke für die Antwort. Es ist aber meines Wissens absolut gängige Praxis, z.B. statt einer Gehaltserhöhung einen Fahrtkostenersatz zu zahlen. Warum sollte es dann verboten sein, das bereits vereinbarte Gehalt anteilig als Fahrtkostenersatz zu zahlen? Für Quellen wär' ich da sehr dankbar.

Im Arbeitsvertrag steht "Der Angestellte erhält ein Monatsgehalt von 2.900 € brutto". Die weiteren Ausführungen betreffen nur solche Sachen wie Verschwiegenheitspflicht usw.

Der Fahrtkostenersatz wurde sozusagen als mündliche Nebenabrede vereinbart. Fraglich ist dann natürlich, ob mit dieser Vereinbarung quasi das Grundgehalt effektiv auf 2.700€ runtergehandelt wurde und konkludent eine Zusatzleistung "Fahrtkostenersatz" i.H.v. 200 € (bei voller Anwesenheit).

Mein tatsächlicher Nettoverlust beträgt bei mir hinsichtlich 2.700€ brutto + 200€ Fahrtkostenersatz im Vergleich zu 2.900€ brutto lediglich 85€ in einem normalen Arbeitsmonat. Dieser schmilzt aufgrund des geringeren Werbungskostenvolumens in der Steuererklärung weiter ab. Nicht zu beziffern ist natürlich der Unterschied in der Rentenanrechnung bei einem höheren Sozialversicherungsbeitrag.

Meine Frage zielte ja auch eher auf die Monate ab, in denen der Arbeitgeber wegen Urlaubs-/Krankheitszeiten ggf. eine Kürzung vornimmt. Ich möchte ja gerne mal 1-2 Wochen Urlaub machen und nicht immer nur 2-3 Tage, damit das nicht gekürzt wird.

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