Ist der Einbau einer Heimsauna als Handwerkerleistung steuerlich absetztbar?

2 Antworten

Eine solch maßgeschneiderte Sauna ist keine Reparatur- oder Erhaltungsmaßnahme, allenfalls eine Modernisierung, aber schon das könnte fraglich sein, wenn es nicht vorher schon ein ähnliches "Gehäuse" gegeben hat. Natürlich ist eine neue Sauna kein Neubau, denn es wird kein Wohnraum geschaffen im Sinne der Teilziffer 20 des gültigen BMF-Schreibens www.kuerzer.de/hndl2010 (die Beurteilungslage vor diesem Schreiben hätte jedoch eine solche neue Sauna eindeutig als "Neubau" angesehen.). Es könnte also ein gerichtlicher Streitfall um diese Lücke in der Auslegung des BMF-Schreibens werden.

Zu den ansetzbaren Kosten zählen also Montagekosten für die Sauna, die Lohnkosten für den Elektroanschluss und die Anfahrtkosten, praktisch "Alles ohne Material!", aber bitte gegen Rechnung und nicht bar auf die Hand, also Bareinzahlung auf das Bankkonto oder Überweisung.

Die Arbeitsstunden in der Schreinerei sind nach dem BMF-Schreiben nicht anerkennungsfähig.

Ob du die Installation deiner Sauna als Haushaltsnahe Dienstleistung absetzen kannst will ich mal bezweifeln. Grundsätzlich ist es zwar möglich Handwerkerkosten zu 20% des Lohns anzusetzen jedoch nur bei Renovierungs- Erhaltsungs und Modernisierungsmaßnahmen. Der Einbau einer Sauna gehört hier sicherlich nicht zu. Sollte es dir trotzdem anerkannt werden, auf jeden Fall nur die Leistungen direkt bei dir im Haus.

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Was kann man tun, wenn der Handwerker im Haus auf Barzahlung seiner Leistung besteht? Hat man dann Steuerpech und kann die Rechnung nicht beim Finanzamt absetzen oder gibts für diesen Fall eine Sonderregelung? Der Handwerker hatte wohl sehr schlechte Erfahrungen mit Rechnungen im privaten Bereich gemacht, er wollte gleich "Bares".

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In einem aktuellen Anwendungsschreiben vom BmdF vom 15.2.2010 habe ich keine Aussage zu erbrachten Vermessungsleistungen durch ein Vermessungsbüro auf dem eigenen Grundstück gefunden. Gilt dies (in Zusammenhang mit dem Errichten eines selbst genutzten Neubaues) als Handwerkerleistung ? und wäre es somit "absetzbar" ? Beim Googeln u. ä. Versuche hab ich nichts finden können.

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Gruß Fried

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muß ich mich als Privatperson erkundigen, ob Handwerker wirklich ein Gewerbe angemeldet hat?

wie verhält es sich, wenn ich einen Handwerker beauftrage- dessen Rechnung bezahle u. im nachhinein merke, daß es die Firma offensichtlich gar nicht mehr gibt. Hätte ich vor Zahlung prüfen müssen, ob die Daten stimmen? Die Adresse, die Rufnummer u. emailadresse sind falsch auf dem Briefpapier. Sollte ich nachfragen bei Finanzamt, ob die Steuer auch wirklich dort einging. Die Arbeit war gut ausgeführt, habe keine Reklamation. Frag mich nur, ob das rechtlich so i.O. geht?

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Erhaltungsaufwand / Anschaffungsnaher Aufwand - einige Fragen

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Die Etagenheizung im selbstgenutzten EG war sehr fehleranfällig und wurde im Jahr 2012 von einem Heizungsbetrieb gegen eine neue Anlage identischer Technik ausgetauscht.

Die Etagenheizung im vermieteten OG war im Jahr 2012 defekt und wurde von einem Heizungsbetrieb repariert.

Meine Fragen:

  1. Sehe ich das richtig, dass ich die kompletten Kosten (inkl. Anfahrt, Arbeitslohn, etc.) für die Reparatur der Anlage im vermieteten OG als Erhaltungsaufwand in den Werbungskosten für Vermietung und Verpachtung absetzen kann? Falls ja, kann ich dann 20 Prozent des Arbeitslohns trotzdem als Handwerkerleistung steuerlich absetzen oder ist nur eines möglich?

  2. Lässt das Einkommensteuerrecht auch in irgendeiner Form die Berücksichtigung des Austauschs der Anlage im selbstgenutzten EG zu? Ganz in Ordnung war die Anlage von Beginn an nicht, da war sie aber noch benutzbar.

Nun noch eine andere Frage zur selben Thematik:

  1. Aufgrund gesetzlicher Bestimmung ließ ich 2012 die oberste Geschossdecke dämmen. Hier handelt es sich also wohl um eine Standardverbesserung. Sehe ich das richtig, dass ich die gesamten Kosten (Material, Lohn, etc.) zu 50 Prozent (weil Immobilie zu 50 Prozent vermietet) der „Absetzung für Abnutzung“-Summe hinzurechnen kann und ab sofort jährlich 2 Prozent der geänderten Summe absetzen darf?

Über „erhellende“ Antworten würde ich mich freuen!

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