Frage zu Umsatzsteuer-Nachschau

2 Antworten

erst seit 2011 umsatzsteuerpflichtig (ich war vorher Kleinunternehmen und hatte die entsprechende Grenze erst 2010 überschritten)

Wenn du vor 2011 Kleinunternehmer warst, warst du also als Unternehmer im Sinne des Umsatzsteuergesetzes tätig und folglich ist es doch nur konsequent, wenn sich der Nachschauer also auch die Jahre vor 2011 anschaut.

Die Ankündigung lässt sich erklären; Es soll sichergestellt werden, das Du zu hause bist und der Prüfer nicht vor verschlossener Tür steht. Bekommst Du hohe Erstattungen der Umsatzsteuer? Das wäre eine Erklärung! Gegenfrage bist Du Handwerker und liegt möglicherweise ein Ermittlungsverfahren der Handwerkskammer an? Da wird das gern angeleiert um an Unterlagen zu kommen. Unterlagen bereithalten und Steuerberater benachrichtigen ggf. hinzuziehen falls er Zeit hat.

  1. Ich habe noch nie Umsatzsteuer-Erstattungen erhalten.

  2. Handwerker bin ich ebenfalls nicht.

Na ich bin jedenfalls gespannt. :-)

P.S. Einen Steuerberater habe ich nicht (zahle max. einen niedrigen vierstelligen Betrag an Einkommensteuer, ca. 1500 Euro war mal das Maximum).

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Wie oft kommst du denn jetzt noch mit der Handwerkskammer daher. Die hat mit dem Finanzamt nichts zu tun.

Der Steuerberater soll wohl dabei zusehen, wie der Prüfer sich Belege ansieht, oder was?

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@vulkanismus

Da liegt der Grund. Das FA fragt sich wovon Du Deinen Lebensunterhalt bestreitest. Von Deinem Einkommen ja nicht.

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Im Jahr 2015 habe ich fortan für die Dolemtsch-Tätigkeiten Rechnungen unter meiner alten Steuernummer mit ausgewiesener Mwst. ausgeschrieben, also wie gewohnt. Für den Online-Handel habe ich unter der neuen Steuernummer Rechnungen geschrieben und habe keine Mwst ausgewiesen.

So wollte ich das eigentlich weiterführen. Nun bin ich aber etwas irritiert, weil ich auf Behauptungen gestoßen bin, dass das so nicht geht. Ein Einzelunternehmer müsse entweder für alle seine Gewerbe Umst. abführen oder auf keinen (wenn Kleinunternehmerregelung). Eine getrennte Handhabung sei nicht möglich.

meine Fragen: 1.) Stimmt das? 2.) Falls ja, muss ich nun auf allen Rechnungen aus meinen beiden Gewerben Mwst. ausweisen und Ust an das FA abführen oder umgekehrt (keine Mwst/Ust für beide Gewerbe)? Info: Ich habe noch nie in meinem ganzen Leben in einem Jahr einen höheren Umsatz als 17.500€ gehabt.

3.) Stimmt das, das wenn ich für den Online-Handel weiterhin die Kleinunternehmerregelung nutzen möchte, der Umsatz aus beiden Gewerben aus dem vergangenen Jahr zusammen addiert nicht 17.500€ überschreiten darf? Oder wird hierfür nur der Umsatz aus dem Online-Handel betrachtet?

Vielen Dank für Ihre Hilfe!

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