Finanzamt verrechnet Einkommensteuer trotz Insolvenz

2 Antworten

Verstehe ich richtig, es gab Steuerschulden noch aus dem Jahr 1997?

Mit diesen Steuerschulden wurden Guthaben aus den Erklärungen für die Jahre 2010- 2012 verrechnet.

Diese Frage gliedert sich in 2 Punkte:

  1. Verjährung. Da stellt sich die frage, wann wurde die Steuer für 1997 festgesetzt? Wann begann damit die Verjährung der Zahlung zu laufen. Als nächster Punkt, wie oft und wann wurde diese Verjährung eventuell unterbrochen.

Also die Verjährung ist als erstes zu klären.

  1. Darf dann mit Steuererstattungen nach der Insolvenzeröffnung aufgerechnet werden.

Hier kann man von der Antwort "ja" ausgehen. Die pfänden ja in dem Fall keine Forderung oder verwerten irgendwelches Vermögen, was sie sich erst aneignene, sondern es besteht eine sogenannte "Aufrechnungslage" (was ggf. auch zu prüfen wäre, aber es spricht einiges dafür).

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Die Frage zur Verjährung stellt sich nicht. Dies hat die Vollstreckungsstelle bereits erledigt. Wäre Verjährung eingetreten, würden die Rückstände nicht mehr aufscheinen (wären zum 31.12.? ausgebucht worden). Wie oft die Verjährung unterbrochen wurde ist egal. Einmal genügt. Wann die Verjährung unterbrochen wurde ist ebenso unbedeutend. Wichtig ist einzig und alleine, dass rechtzeitit unterbrochen wurde.

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Ergänzend zu den sicherlich richtigen Antworten der Fachspezialisten, könnte vielleicht noch ein (wohlbegründerter) Antrag auf Steuererlass gemäß § 240 AO, zumindest zukünftige, Aufrechnungen verhindern.

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Ein Antrag auf Erlass verhindert keine Aufrechnungen. Du meinst wohl, er könnte evtl. mit begründetem Antrag einen Erlass der Säumniszuschläge bekommen. Der wäre für den Papierkorb, da ja noch Hauptschulden offen sind.

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@vulkanismus

Ja auch.

Von daher war meine Antwort ungenau.

Den eigentlichen Steuererlass kann er nach § 227 AO beantragen. Nicht vergessen werden sollte aber der gleichzeitige Antrag auf Erlass der Säumniszuschläge gemäß § 240 AO.

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Steuererklaerung Verlustvortrag verrechnen

Ich bin gerade an meiner Steuererklaerung und habe folgende Frage. Durch ein Zweitstudium habe ich im letzten und in diesem Jahr Verlustvortraege angehaeuft. Diese werden mit meinen Einkuenften verrechnet. Ein Rechenbeispiel verdeutlicht die Frage:

Verlustvortrag: 20.000 EUR Einkuenfte: 4.000EUR

In der Steuererklaerung passiert nun folgendes: Meine einkuenfte von 4.000 EUR werden mit den Verlustvortraen verrechnet. Das heisst, ich zahle keine Steuern und mir bleibt fuer das naechste Jahr ein Vortrag von 16.000 EUR. Hier liegt aber genau das Problem. Die 4.000 EUR waeren so oder so steuerfrei. Leider verliere ich 4.000 Verlustvortrag ohne davon zu profitieren.

In meiner Erklaerung habe ich, anders als im Beispiel, als Kleinunternehmer Einkuenfte von 14.000 EUR. Um diese wird mein Verlustvortrag reduiziert. Also auch um die ca.8.000 EUR, die steuerfrei waeren.

Ist jemand mit dieser Problematik vertraut? Werden Verlustvortraege wirklich auf den Freibetrag angerechnet? Kann man den Verlustvortrag erst fuer spaetere, weil hoehere Einkuenfte verwenden?

MfG

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Soll ein Ehepaar (Arbeitnehmer mit hohen Einkünften / selbständig mit geringem Gewinn) die gemeinsame Steuerveranlagung für Einkommensteuer wählen?

Hallo zusammen,

ich hätte gern eure Hilfe & Erfahrungen.

mein Mann ist normal Arbeitnehmer und verdient etwa 80.000 EUR Brutto pro Jahr. Ich bin nebenberufliche Selbständing und verdient sehr gering etwa 5.000 EUR Brutto pro Jahr.

Wir habe durch gemeinsame Veranlagung für Einkommensteurerklärung gemacht und vom FA Einkommensteuerbescheid bekommen. Und wir müssen jetzt viel nachzahlen.

Wir haben eine zusammene Veranlagung gemacht und gerade den Bescheid vom FA bekommen. Wir müssen nun etwa 2.500 EUR nachzahlen wegen meiner geringere Einkünfte etwa 5.000 EUR. Also 50% von meiner Gewinn zahlen wir als Einkommensteuer.

So lange ich weiss, als Selbständig gibt es einen Grundfreibetrag von aktuell 8.004 Euro, der steuerfrei ist. Allerdings meine Einkünfte sind natürlich zu der gesamten Einkünfte von beiden additiert und berechnet worden. In diesem Fall, meine Einkünfte sind gar nicht steuerfrei berücksichtigt.

Meine Frage ist :

  1. Ist es wirklich so, dass geringere Einkünfte nicht mehr steuerfrei sind, wenn eherpaar zusammen durch gemeinsame Veranlagung für Einkommensteurerklärung macht (weil nur gesammte Summe berüchsichtigt wird)?

  2. Falls ja, wenn ich nur meine Einkünfte für Einkommensteurerklärugn mache (durch Einzelveranlagung), würde meine Einkünfte steuerfrei sein? In disem Fall, werden dann nur mein Manns Einkünfte für Einkommensteurer berüchsichtigt?

ich freue mich sehr auf eure Antworts und Erfahrungen!

VG Ashley

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Als Vermieter Wohnungskaution gegen Forderung aus dem Mietverhältnis verrechnen?

Hallo,

Folgender Sachstand: Einem Mieter wurde die Wohnung fristlos durch den Vermieter wegen Zahlungsverzug gekündigt. Der Mieter akzeptiert die Kündigung und übergibt die Wohnung fristgerecht. Bei der Übergabe werden kein Mängel an der Mietsache festgestellt welche gegen die Kaution verrechnet werden könnte (Dafür ist die Kaution ja eigentlich da?).

Es bestehen folgende Forderung.

a) 2 x MM

b) 1 x Forderung aus der Nebenkostenabrechnung vom Vorjahr.

Jetzt die Frage: Darf der Vermieter diese beiden Forderungen mit der Kaution verrechnen?

Der Mieter hat ja die Wohnung Mängelfrei übergeben. Die Kaution ist ja eigentlich dafür da um Mängel wieder herzurichten die der Mieter verursacht hat, oder?

Wenn ja, gibt es dafür eine rechtliche Grundlage Gerichtbeschlüsse oder ähnliches?

Vielen Dank für eure Antworten

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Investitionsrücklage (IAB) gebildet - wie auflösen?

Ich habe mich bei meiner Rücklagenfrage gestern total verzettelt. Nach dem ich gestern abend noch einmal alles überprüft habe, stelle ich die Frage noch einmal - diesmal mit dem richtigen Bezug: Wir haben in 2007 und 2008 eine Investitionsrücklage gebildet. Eigentlich sollte ein Gerät gekauft werden, dass damals 13000 € kosten sollte. Als die Investition in 2009 anstand gab es handlichere Geräte, die nur 3300 € gekostet haben. Wie löse ich jetzt die Rücklagen für 2007 und 2008 richtig auf (oder macht das das FA?)? Im WISO habe ich eine Tabelle, da wird die gebildete Rücklage eingetragen, dann der tatsächlich ausgegebene Betrag und die Differenz wird ermittelt. Gleichzeitig wird auf ein Schreiben an das FA verwiesen, in dem stehen soll, dass die Diff. 2007 verrechnet werden soll und ich eine geänderte EÜR von 2007 beilege. Für mich stellt sich die Frage, was mit 2008 passiert. Und wie korrigiere ich 2007 korrekt, da müssen doch auch Zinsen berechnet werden (oder macht das das FA?). Und was mache ich mit dem Gerät 2009? Zu welchem Preis geht das in die EÜR? Muss ich das als Anlagevermögen buchen und abschreiben? Mein Mann ist Kleinunternehmer ...

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Fragebogen zur Steuerlichen Erfassung. Punkt 3?

Hallo,

Ich habe ein Gewerbe angemeldet und habe jetzt den Fragebogen zur Steuerlichen Erfassung bekommen. Vorab: Ich nehme die Klein Unternehmer Regelung in Anspruch.

Ich bitte schon mal um Entschuldigung für die Leien haften Fragen.

Jetzt zu meiner Frage:

Bei Punkt 3 Angaben zur Festsetzung der Vorauszahlung (Einkommensteuer, Gewerbesteuer).

110 Gewerbebetrieb:

Ich habe mir etwas Privat zusammen gespart um möchte dieses auf mein Geschäftskonto überweisen. Bsp. 1200€. Ich schenk das Geld quasi mir selbst an mein Unternehmen. Zählt dieses Geschenkte Kapital als Gewinn? Das Geld kommt ja nicht vom Kunden.

112 Nichtselbstständiger Arbeit:

Ich bin noch Hauptberuflich angestellt. Muss ich davon den Brutto oder den Netto Betrag eintragen was ich verdiene?

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Gleiche Steuer-ID-Nr. mehrfach an verschiedene Steuerpflichtige vergeben ...

Gestern Abend hatten wir Besuch einer guten Bekannten meiner Frau. Eine absolut zuverlässige und grundehrliche Person, die Folgendes erzählte:

2011 gab sie ganz normal unter ihrer bekannten Steuer-ID ihre Einkommenssteuererklärung ab. Nach mehreren Monaten erhielt Sie ihren Steuerbescheid. Bis dahin ganz normal also.

Im Steuerbescheid waren jedoch Fahrtkostenersatz des Arbeitgebers in Anrechnung gebracht, die Sie nie erhalten hatte und auch auf ihrer elekronischen Lohnsteuerbescheinigung nicht ausgewiesen sind.

Sie ging von einem Versehen aus und ging in die FA-Sprechstunde um den Sachverhalt zu klären.

Nach einigem Hin und Her stellte der Sachbearbeiter fest, dass ihre Steuer-ID offensichtlich mehrfach auch an andere Steuerpflichtige vergeben wurde und dass es zu einer Vermischung der Datensatze von den verschiedenen Steuerpflichtigen gekommen sei. Unglaublich - ist aber so geschehen.

Im Nachgang korrigierte das FA den Steuerbescheid. Also - alles gut. Thema erledigt.

Nun kommt es ganz dicke.

2012 - neue Steuererklärung - gleiches Spiel. Identischer Fehler. Beschwerde beim FA. Korrektur. FA schreibt ihr, dass alle anderen Steuerpflichtigen nun ihre eigenen Steuer-ID hätten. Das Problem damit dauerhaft gelöst sei.

2013 - Steuerbescheid für 2012: Nun stimmt in ihrem Steuerbescheid bis auf die Kapitalerträge und die Fortbildungskosten nichts mehr überein. Das FA berechnet fast den dreifachen Lohn, selbstverständlich werden auch wieder ein Fahrkostenersatz, der nicht stattfand, in Anrechnung gebracht usw. Ergebnis: Sie soll nun knappe 12.000 € Einkommensteuer nachzahlen.

Selbstverständlich hat sie sofort schriftlich Einspruch eingelegt und Vollstreckungsschutz beantragt.

Ich vermute mal, dass das FA den Steuerbescheid nun wieder korrigieren wird und sie mit dem Schrecken davon kommt.

Nun zu meiner eigentlichen Frage.

Ich kann mir kaum vorstellen, dass das ein "tragischer" Einzelfall ist. Im Netz finde ich nur Handlungsanweisungen, wie vorzugehen ist, wenn ein und der selbe Steuerpflichtige mehrere Steuer-ID´s hat. Jedoch nicht einen Hinweis darauf, wie zu verfahren ist, wenn die gleiche Steuer-ID an mehrer Steuerpflichtige herausgegeben wurde?

In allen Dokumenten die ich lese, scheint diese Möglichkeit überhaupt nicht zu existieren.

Das eigentlich Erschreckende für mich ist jedoch die Erkenntnis, dass es zu Vermischungen von eigenen Datensätzen mit denen anderer Steuerpflichtiger überhaupt kommen kann.

Da, wie bei meiner Bekannten, dieser Fall ja nun schon drei Mal eingetreten ist und es dem FA nicht gelingt diesen Fehler zu bereinigen frage ich mich, an welche Stelle man sich wenden muss um eine dauerhafte Klärung des Problems zu erreichen?

Habt ihr schon von Ähnlichen Vorfällen gehört? Wie sind die Betroffenen oder deren Steuerberater mit dem Thema umgegangen? Steht zu befürchten, dass das Thema doch ein bischen gewaltiger ist? Oder hab ich Paranoia?

Hoffe auf viele Antworten.

Gruß aus Frankfurt/Main.

Jürgen

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