Eigene Immobilie mit Zurich Förderrenteinvest DWS Premium?

3 Antworten

Also noch einmal ich, mein Berater erklärt den Vorteil folgendermaßen: Die Geschichte fängt wirklich erst an sich nach 5 Jahren zu rentieren und die Versicherung könnte bei einem Bauvorhaben dazu dienen, ein günstiges endfälliges Hypothekendarlehen von der Zuricher zu bekommen und das dann mit dem Produkt nach Ablauf des Vertrages zu tilgen (oder nach 15 Jahren, je nachdem, 100% Kapitalentnahme für Immobilien garantiert). Er kommt noch einmal, um mir das genau zu erklären, vielleicht haben die Experten hier aber schon eine Ahnung, in welcher Richtung der Hase läuft. Hatte sich jetzt dann wieder ganz plausibel angehört...

Vielen Dank schon einmal für die Antworten, der Vertrag wurde zum Glück noch nicht abgeschickt und ich habe heute nachtmittag erneut ein Treffen mit meinem Bekannten (es ist ein Versicherungsmakler, der mir von einem Verwandten empfohlen wurde) ausgemacht. Werde das ganze noch einmal klarstellen und das Angebot ausschlagen. Vielleicht hat er ja etwas anderes passendes für uns...? Das mit dem Lehrgeld hatte ich auch bereits so aktzeptiert und ja, es ist ein Wahnsinn, jemanden zu vertrauen und selbst keine Ahnung zu haben, wenn es um Verträge geht, die auf 35 Jahre hin angelegt sind. Was kann man denn empfehlen, wenn es ausschließlich um die Finanzierung einer eigenen Immobilie geht außer den Tipps, die hier bereits erfolgt sind?

Wo DWS Premium draufsteht kann ein Tarif mit ziemlich hohen Abschlusskosten drin sein. Von Versicherungsleuten angeboten wird es auch dieser Tarif sein. Die Abschlusskosten des Vertrages werden wie bei einer Versicherung auf die ersten fünf Jahre verteilt (Gesetz).

Um auf eine Immobilie in 5 bis 10 Jahren hin zu sparen ist das Produkt damit denkbar ungeeignet, weil in der Zeit viel zu viel in die Abschlusskosten geht, was eine positive Rendite in der Zeit (fast) unmöglich macht.

Allerdings ist für den kurzen Zeitraum das Produkt auch zu aktienlastig.

Ich weiss nicht genau, wie hoch die Abschlusskosten in dem Fall sind. Die DWS Premiumrente hat einige Varianten, um auf die "spezifischen Bedürfnisse der Vertriebsschienen" eingehen zu können.

Ich hatte was von 5,5 % der Beitragssumme verteilt auf die ersten 5 Jahre gelesen und das ganze - als uninteressant - zur Seite gelegt. Was du schreibst spricht dafür, dass das auch bei deinem Vertrag zutrifft. Das wären bei dir die 860 € * 35 Jahre * 5,5 %, also 1.655 €, verteilt auf 5 Jahre ergibt 331 € jeweils in den ersten fünf Jahren und vermutlich ist das nur der Teil für den Vertrieb.

Entweder ihr habt aneinander vorbeigeredet oder es ist ein klassischer Fall von Fehlberatung.

Lass den Bekannten also noch mal kommen und erkläre ihm, dass ihr da wohl aneinander vorbeigeredet habt und du den Vertrag rückwirkend stoppen oder wegen falscher oder nicht ausreichender Informationen Schadensersatz und nicht mehr besparen willst.

Wenn es gerade erst war, kannst du natürlich auch einfach in der Widerspruchsfrist widersprechen!!!

Da du zuerst unterschreiben und dich dann erkundigt hast (finde ich Wahnsinn bei auf 60 Jahren angelegten Verträgen), kannst du den eventuell anfallenden Verlust auch unter "Lehrgeld" verbuchen.

Anlagestrategie DWS Riesterrente Premium: Vertrag mit hohem Beitrag vs. regelmäßige Einmalzahlungen

Es wurde ja bereits darüber diskutiert, dass man die Nachteile der Zillmerung in der DWS Riesterrente Premium umgehen kann, indem man zunächst einen Vertrag mit sehr niedrigem Monatsbeitrag abschliesst und dann die eigentlichen Beiträge als Einmalzahlungen tätigt. Meine Frage ist nun, ob sich dadurch die Anlagestrategie der DWS für mein Kapital ändert. Zur Verdeutlichung: Nehmen wir an, ich schließe einen Vertrag mit monatlichem Beitrag von 500 EUR und Laufzeit 30 Jahre ab. Wenn ich nun meine ersten 500 EUR zahle, "weiss" die DWS dass noch 179950 EUR an Beiträgen kommen werden, also genügend Kapital, um einen etwaigen Verlust der ersten 500 EUR wieder zu kompensieren. Dementsprechend kann die DWS die 500 EUR wohl "guten Gewissens" chancenorientiert anlegen, ohne Gefahr zu laufen, nach 30 Jahren die eingezahlten Beiträge nicht garantieren zu können. Schließe ich jedoch einen Vertrag mit sehr (!) niedrigem Monatsbeitrag ab und tätige dann zu Beginn eine Einmalzahlung von 500 EUR, so muss die DWS davon ausgehen keine ausreichenden Einzahungen mehr zu erhalten, um einen etwaigen Verlust dieser 500 EUR wieder zu erwirtschaften. Dem zu Folge müsste sie die 500 EUR eigentlich sicher (und damit renditeschwach) anlegen, um nicht in Schwierigkeiten bei der Beitragsgarantie zu kommen. Liege ich mit diesen Überlegungen richtig? Bin für Meinungen und Gedanken sehr dankbar!

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