bekommt man während Kur Gehalt oder Krankengeld bezahlt?

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5 Antworten

Wenn der Arbeitnehmer noch Anspruch auf Lohnfortzahlung hat, zahlt der Arbeitgeber bis zu 6 Wochen. Sollte der Anspruch auf Lohnfortzahlung aber nimmer bestehen, zahlt die Rentenversicherung (als Träger der medizinischen Reha) ein sogenanntes Übergangsgeld.

Als Arbeitnehmer haben Sie für die Zeit der Durchführung von Leistungen zur medizinischen Rehabilitation grundsätzlich einen Entgeltfortzahlungsanspruch, der im Allgemeinen 6 Wochen beträgt. Ist der Anspruch wegen gleichartiger Vorerkrankung ganz oder teilweise verbraucht, so können Sie vom Rentenversicherungsträger Übergangsgeld für die Zeit der Teilnahme an der Rehabilitation erhalten, wenn Sie vor deren Beginn oder einer vorhergehenden Arbeitsunfähigkeit Arbeitseinkünfte erzielt und Rentenversicherungsbeiträge gezahlt haben.

Auch wenn Sie arbeitsunfähig sind oder zum Beispiel Arbeitslosengeld beziehen, können Sie ein Übergangsgeld erhalten, wenn Sie zuvor rentenversicherungspflichtig waren.

Das Übergangsgeld beträgt für Versicherte ohne Kinder 68 Prozent des letzten Nettoarbeitsentgelts, mit einem Kind mit Kindergeldanspruch 75 Prozent.

Sind Sie selbständig tätig, so wird das Übergangsgeld nicht aus dem letzten Nettoarbeitsentgelt, sondern aus 80 Prozent des der Beitragsentrichtung im letzten Kalenderjahr zugrunde liegenden Einkommens berechnet.

Erhalten Sie während des Bezuges von Übergangsgeld Arbeitsentgelt oder erzielen Sie Arbeitseinkommen, so werden unter bestimmten Voraussetzungen diese Einkünfte auf das Übergangsgeld angerechnet.

Bei Arbeitslosigkeit wird im Allgemeinen das Übergangsgeld in Höhe der zuvor bezogenen Geldleistung gezahlt.

Benötigen Sie weitere Informationen zum Übergangsgeld, so wenden Sie sich bitte an eine der Auskunfts- und Beratungsstellen der Rentenversicherungsträger.

http://kuerzer.de/NN3Ob2A9s

Das den Zusammenhang zu kennen ist das immer so´ne Sache...

Vorausetzung für Krankentagegeld ist das man wegen der gleichen Krankheit 6 wochen im Jahr vollständig Arbeitsunfähig ist.

Wird die Kur quasi als Sofort-Maßnahme (innerhalb der 6 Wochen)in betracht gezogen muss der Arbeitgeber Lohnfortzahlung leisten... Was aber vermutlich selten Realisierbar ist. Da ma so eine Kur mal nicht eben bekommt, sondern dies meist mit einem langen Prozedere verbunden ist...

Viele Grüße

Florian

bei einer REHA ist diese Zeit eine AU Zeit und der AG zahlt EFZ bzw. es gibt Übergangsgeld, wenn EFZ bereits aufgebraucht.

bei einer Vorsorge-Kur ambulant müßen Sie sich Urlaub nehmen 3 Wochen oder unbezahlt freistellen lassen.

Nimmst du die Kur in deinem Urlaub, ist das deine private Angelegenheit und du kommst dein Gehalt weiter.

Nimmst du die Kur aufgrund einer Erkrankung, und ist sie vom Versicherungsträger genehmigt, greift die Lohnfortzahlungsregelung der Krankenkasse. Dein Arbeitgeber ist aus der Nummer raus , er braucht kein Gehalt zu bezahlen.

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