Abrechnen über Steuerkarte Kl. 6 oder Rechnung schreiben?

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4 Antworten

Deine Frau muß eigentlich nur die Lohnsteuerklasse sechs verwenden, wenn sie einen Hauptjob hat und beim Nebenjob über 400 Euro verdient, dann muß sie eine zweite Lohnsteuerkarte verwenden, allerdings werden dann auch Sozialversicherungsbeiträge fällig. Sollte sie im Nebenjob nur bis zu 400 Euro verwenden, dann kann der Arbeitgeber dafür die pauschale Versteuerung nehmen. Wenn Deine Frau Rechnungen schreiben will, muß sie ein Gewerbe angemeldet haben, außerdem muß sie ihren Krankenversicherungsschutz abklären, evtl. fliegt sie bei Verdienst über 360 Euro aus der Familienmitversicherung raus oder falls sie selber versichert ist, muß sie aus dem Nebeneinkommen auch Sozialversicherungsbeiträge (Kranken- und Pflegeversicherung) zahlen.

Bei Steuerklasse 6 bleiben nicht mal die Hälfte ihres Verdienstes übrig.

Wenn sie Rechnungen schreibt, wäre sie selbständig und müsste ihre Einnahmen am Jahresende mit angeben, könnte aber auch die Ausgaben, wie z.B. km-Geld, um den Job zu erreichen, gegenrechnen. Die Einnahmen verringern sich.

Krankenkasse: sie ist über ihren ersten Job versichert. Wenn ihre "Nebeneinnahmen" die mtl. Grenze von 400,-- Euro nicht übersteigen, kommt von der Seite her keine weiteren Forderungen.

"Bei Steuerklasse 6 bleiben nicht mal die Hälfte ihres Verdienstes übrig. "
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Warum nicht?
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Der Rest ist genauso ein Unsinn. Die EINNAHMEN verringern sich? Unfassbar!

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@EnnoBecker

die Aufstellung dazu ist die Einnahmen-Überschuss-Rechnung - Abschluß nach § 4/3 Einkommen-Steuer-Gesetz.

Man schreibe Rechnungen, die Umsätze werden aufaddiert und man rechne die Aufwendungen, um diesen Job zu erledigen, dagegen. Das Ergebnis ist: die Summe der Einnahmen verringert sich um die Summe der Ausgaben.

Wo ist dein Problem ????

Bei Steuerklasse 6 ist der Lohnsteuerabzug zusammen mit den abzuziehenden Sozialabgaben zusammen in etwas die Summe der Hälfte des Verdienstes. Diese werden dem Arbeitnehmer abgezogen - es bleiben nicht mal knapp die Hälfte netto über vom Brutto ...

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@Sumpfhexe

"Das Ergebnis ist: die Summe der Einnahmen "
 
Aha. Ich habe also weniger Einnahmen, wenn ich Ausgaben habe. Also ich nehme beispielsweise 1.000 ein. Dann gebe ich 400 aus. Wieviel habe ich eingenommen?

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Hat deine Frau einen Hauptjob?

Ist sie bei dir familienversichert?

Wieso macht sie es nicht als Minijob?

"Macht es am Jahresende einen Unterschied"
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Also erst mal ist das kein Wunschkonzert. Wenn sie Arbeitnehmerin ist, bezieht sie Arbeitslohn. Wenn nicht, ist sie gewerblich tätig.
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Steuerlich ist da wenig Unterschied. Selbst wenn der zweite Arbeitslohn über Lohnsteuerklasse 6 besteuert würde, so werden ja die Lohnsteuern bei der Steuerfestsetzung auf die endgültige Einkommensteuer angerechnet und der Überschuss erstattet.
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Arbeitet sie gewerblich, so entsteht bei gleichem zu versteuerndem Einkommen die gleiche Steuer. Dann müsste eben nachgezahlt werden, weil keine Steuern einbehalten wurden.
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Was bei nichtselbständiger Arbeit die Werbungskosten sind, sind bei gewerblicher Tätigkeit eben Betriebsausgaben.
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Bei der Umsatzsteuer sieht das etwas anders aus, aber das führt hier zu weit.

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