Ablehnung der Berufsunfähigskeitsrente durch BVV Beamtenversicherungsverein - wer hat das Procedere bereits hinter sich und kann mir Auskunft geben/ helfen?

3 Antworten

Hallo Bono,

habe leider schlechte Nachrichten für Dich: BVV zahlt grundsätzlich ersteinmal gar nicht! Die Entscheidung vom DRV Bund interessiert die Herrschaften nicht. Habe mit einigen Betroffenen Kontakt und musste feststellen, dass immer wieder die gleiche Methode angewandt wird: Scheibchentechnik - d.h. du eine Frage - 2 Wochen später eine Antwort und weitere  Fomulare, Unterlagen werden angefordert....

Wurdest Du schon zu einem Gutachter zitiert? u.U. nach Frankfurt? nur die Ordnung halber: die wissen VORHER schon, dass Du gesund bist! Wenn Du verstehst was ich meine. Die sind ebenfalls mit allen Wassern gewaschen. Der Gutachtertag ist sehr, sehr anstrengend und danach kommst Du Dir vor wie ein Schwerverbrecher. Komm nicht auf die Idee mit einem eigenen PKW anzureisen!

Bei mir läuft die Sache seit 2013 und ich habe noch keinen Cent gesehen!

Kann Dir nur raten, a.s.a.p. zu einem Anwalt zu gehen! Bei einer Klage erhältst Du - bei Prozessgewinn - "nur" den Betrag AB dem Zeitpunkt der Klage. Je länger DU damit wartest, je weniger bekommst Du!

Über den Anwalt möchte ich mich hier nicht auslassen, aber was da bereits gehört habe...... 

Stell Dich auf eine sehr lange Wartezeit bzw. Rauszögerungstaktik des Anwaltes ein.

viele Grüße und ganz viel Erfolg und natürlich gute Besserung!!!

Anne

Aus welchem Grund wird die Leistung verweigert? Meiner Ansicht nach sollte die BVV zahlen, wenn auch die DRV die volle EU-Rente zahlt. Wurde denn der Rentenbescheid der DRV der BVV vorgelegt?

Der BVV sagt, die Rente von DRV hat nichts mit ihren Versicherungsbedingungen zu tun und ist komplett unabhängig davon. Den Bescheid haben sie seit 9 Monaten vorliegen. Ich wurde zu 2 verschiedenen Gutachtern geschickt und das Ergebnis ist max. 50% Berufsunfähigkeit von beiden zusammengerechnet.

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@bono2302

Vielleicht spielt ja auch die Erkrankung eine entscheidende und wichtige Rolle. Habe meine Diagnose + Bescheid der DRV der BVV eingereicht und die BVV Rente anstandslos bekommen. Vielleicht solltest Du Widerspruch einreichen und Dir vom SOVD oder VdK rechtlich helfen lassen. 

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@althaus

Da hast Du viel Glück gehabt! Ich bin von Anfang an anwaltlich vertreten und wir müssen nun Klage einreichen.

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@bono2302

Habe die Rente schon 2  x verlängert. Die BVV will nur den Bescheid der DRV sehen, dann verlängern die auch. Vielleicht habe ich auch nur Glück gehabt. Vielleicht ist meine Erkrankung auch schwerwiegender als Deine. Bin auch schwerbehindert. Viel Glück bei der Klage. 

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@althaus

Ja, da hast Du Recht, dass weiß man natürlich nicht. Allerdings gehe ich eher davon aus, dass sie nicht zahlen wollen und mit allen Mitteln dagegen angehen. Ich hoffe, dass sich noch weitere Beteiligte melden, die bereits mitten im Klageverfahren sind. Dir ganz herzlichen Dank!

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Hast Du schon die Betriebsrente angefordert? Wer die volle EU-Rente der DRV bekommt hat Anspruch auf die Betriebsrente. So war das bei mir. Habe jetzt neben der Rente der DRV auch die Rente der BVV und der Deutschen Bank. Die Betriebsrente habe ich auf unbegrenzte Zeit die anderen nur begrenzt und wird alle 3 Jahre neu geprüft. Also Bescheid der DRV dem betrieb einreichen und Du bekommst die Betriebsrente, wenn es die Bedingungen zulassen. 

Ablehnung Krankengeld nach Elternzeit

Meine Frau ist seit Anfang 1999 bei der Lufthansa AG angestellt. Nach der Geburt unseres ersten Kindes im Juli 2005 nahm Sie Elternzeit. Nach der Geburt unseres zweiten Kindes endete die entsprechende Elternzeit am 27.02.2010. Danach nahm Sie noch ein weiteres Jahr sog. Familienzeit, ein spezielles Angebot der Lufthansa AG zur Pflege oder Betreuung von Familíenangehörigen. Ihr Wiederentritt zum 28.02.2011 stand seit langem fest. Seit 28.02.2011 wurde sie selbst Mitglied bei der gleichen Krankenkasse.

Im Februar 2011 erkrankte meine Frau. Da der Wiedereintritt auf einen Montag fiel und sie ihrem Arbeitgeber die Möglichkeit geben wollte, rechtzeitig Schulungstermine und Hotelbuchungen zu stornieren, ging Sie bereits am 22.02.2011 zum Arzt und ließ sich arbeitsunfähig krank schreiben. Ihr Arbeitgeber zahlte anstandslos Bezüge bis 10.04.2011 und darüber hinaus einen Krankengeldzuschuss bis einschl. 28.08.2011. Ebenso wurde eine Verdienstbescheinigung zum Zwecke einer Beantragung von Krankengeld an ihre Krankenkasse weitergeleitet. Eine Beantragung ihrerseits erfolgte umgehend.

Trotz mehrerer Nachfragen kam mit Schreiben vom 08.07.2011 folgende Ablehnung unter Berufung auf §44 Abs.2 Satz1 Nr.1 Sozialgesetzbuch5 (SGB V): "Leider besteht kein Anspruch auf Krankengeld, da die Arbeitsunfähigkeit ab 22.02.2011 während der Familienversicherung, also einer Mitgliedschaft ohne Krankengeldanspruch besteht. Unser Einspruch vom 19.07.2011 wurde an einen Widerspruchsausschuss weitergeleitet, bis heute ohne Ergebnis. Jeglicher Briefverkehr unsererseits wird mit der Bemerkung ,"erhalten und zu den Akten genommen" beantwortet. Anzumerken ist noch, dass ihr Arbeitgeber von der Krankenkasse aufgefordert wurde, die Zahlung der Bezüge aus den ersten sechs Wochen zurückzufordern. Wurde aber vom Arbeitgeber abgelehnt.

Was läuft hier falsch, wie kann man tun.

Grüsse Bruce

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