Lohnsteuer: Eheähnliche Lebensgemeinschaft mit Anlage Unterhalt + Kind + Behinderung?

Lebe seit 01.04.2016 zusammen mit meiner Freundin und unseren leiblichen Kind in meinem Haus. Meine Freundin kriegt seit 01.04.16 keine öffentlichen Leistungen mehr, da ich eine Unterhaltsleistung für Sie erbringen muss aufgrund eines zu hohen Einkommens von mir.

Durch dies werde ich die Unterstützung einer bedürftigen Person (Anlage Unterhalt) für Außergewöhnliche Belastungen beantragen. Der Freibetrag ohne Nachweis beläuft sich auf 8652.- Euro / 12 * 9 Monate (April-Dezember) = 6489.- Euro zzgl. Mindestbeiträge zur Krankenkasse.

Sie erhält Elterngeld, lediglich den Minimalsatz von 150.- Euro (gesplittet), da dieser nicht als Einkommen zählt (erst über 150 Euro), muss ich diesen auch nicht angeben.

Sie hat ein Gesamtvermögen von 0.- Euro und ist bei mir gemeldet.

Das dürfte alles mit §33a (1) EStG in Verbindung mit BMF Schreiben vom 07. Juni 2010 Tz.3 und 12ff übereinstimmen?

Da es sich um eine eheähnliche (Bedarfs)Gemeinschaft handelt, ist Sie gleichgestellt und ich berechtigt den Anhang Unterhalt zu beantragen.

Jetzt zu den Fragen, wo ich nichts gefunden habe:

Sie ist 100% Schwerbehindert mit Ausweis und erwerbsunfähig. Erhält allerdings keine EU-Rente, da Sie keine 5 Jahre gearbeitet hat (ein Teufelskreis). Sie hätte einen Behindertenpauschbetrag von 1420.- Euro. Da Sie aber in einer Bedarfsgemeinschaft mit mir und von meinem Einkommen lebt, hat Sie natürlich auch keine Steuererklärung. Da liegt es mir nahe, den Pauschbetrag bei mir anzugeben, da Kosten durch die Behinderung auch mein Konto belasten und Sie meint sonst wäre der Betrag ja verschenkt.

Gibt es hier ein Urteil oder einen Erlass ob dies möglich ist? Oder geht das wirklich nur, wenn wir verheiratet und gemeinsam veranlagt sind? Bzw. nur wenn Sie eine eigene Steuererklärung abgeben würde (was natürlich nie der Fall sein wird).

Wie sieht es bezüglich eines leiblichen Kindes dazu aus? Wird das Kindergeld (mir bezahlt) bei einer eheähnlichen Gemeinschaft aufgesplittet (50%) und dadurch hätte ich einen höheren Kinderfreibetrag? Macht dies das Finanzamt automatisch? Momentan heißt es ja entweder Kindergeld oder Kinderfreibetrag. Bei Aufsplittung jeder die Hälfte wäre der Freibetrag höher.

Jetzt noch abschließend, wie würde es sich auf das ganze auswirken, wenn Ihr Vater für Sie wegen der Behinderung Kindergeld bekommt, er aber selbst keine Unterhaltsverpflichtungen wahrnehmen kann ggü. seiner Tochter, da er eine zu geringe Rente bekommt und die Unterhaltspflicht somit bei mir weiterhin besteht?

Vielen Dank!

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muss ich Berufsverbot als Zimmermann dem Arbeitgeber mitteilen während Bezug von Krankengeld?

Mein Mann hat Epilepsie. Sie wurde zweifelsfrei im August festgestellt. Der Arzt erteilte ihm ein Berufsverbot als Zimmermann, da der Beruf zu gefährlich ist. Momentan bezieht er (seit Juli 2013) Krankengeld und ist noch in einem Holzbaubetrieb angestellt. Muss er dem Chef mitteilen, dass er ein Berufsverbot erteilt bekommen hat? Wenn er dem Chef Bescheid gibt, dann wird er bestimmt entlassen!!
Momentan bekommt er noch Krankengeld und hat einen Anspruch auf bezahlten Urlaub! Die Krankenkasse weiß auch nichts vom Berufsverbot. Muss er das melden?? Ich habe Angst, dass wir das Krankengeld zurückzahlen müssen, falls die Krankenkasse vom Berufsverbot erfährt!

Wir haben jetzt auch einen Schwerbehindertenausweis beantragt (laut Arzt min. 50%). Mal schauen, ob es klappt.

Er wollte auch eine Berufsunfähigkeitsrente bei der Dt. RV. beantragen (Jahrgang 1960) daraufhin gab uns die Dt. RV die Auskunft, dass er sich so lange wir möglich krank schreiben lassen soll. Er solle warten, bis die Krankenkasse ihn auffordert einen Rentenantrag zu stellen. Ist das so korrekt? Er bekommt ja mehr Krankengeld als teilweise Erwerbsminderungsrente!! Wie lange hält im Schnitt die Krankenkasse still? Falls er entlassen wird, muss er sich dann gleich arbeitslos melden? Er bekommt ja noch Krankengeld!

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Werden die Fahrtkosten ersetzt oder nicht?

Hallo,

aufgrund meiner Wirbelsäulenversteifung (TH8 - L3), meiner Hyperkyphose von 34° und meinem Wirbelgleiten möchte ich gerne einen Schwerbehindertenausweis beantragen; deswegen habe ich mir in der Bücherei das Buch "Wie bekomme ich einen Schwerbehindertenausweis?" von Nikolaus Ertl und Horst Marburger ausgeliehen. Da steht:

Praxis-Tipp: Beachten Sie bitte unbedingt, dass Sie in einem solchen Fall (Anm.: Also wenn man zum zuständigen Leistungsträger muss) unter Umständen Anspruch auf Ersatz Ihrer Auslagen (Fahrtkosten) haben. Auch der Verdienstausfall wird in angemessenem Umfang erstattet. Allerdings erfolgt die Erstattung nur in einem Härtefall. Dies bedeutet, dass Sie beispielsweise im Einzelfall beweisen müssen, dass Sie - gegebenenfalls wegen Ihrer Behinderung - öffentliche Verkehrsmittel nicht benutzen konnten, sondern ein Taxi benutzen mussten.

Und:

§ 62 SGB I (also Paragraph 62 des Sozialgesetzbuches - 1. Buch) sieht vor, dass derjenige, der Sozialleistungen benatragt oder erhält, sich auf Verlangen des zuständigen Leistungsträgers ärztlichen und psychologischen Untersuchungsmaßnahmen unterziehen muss, jedoch nur soweit es für die Entscheidung ünber die Leistung erforderlich ist. Wichtig: In einem solchen Fall haben Sie Anspruch auf Erstattung Ihrer Aufwendungen. Das Vorliegen eines Härtefalles muss hier nicht nachgewiesen werden.

Dazu hätte ich ein paar Fragen:

  1. Reicht als Beweis für einen Härtefall das Attest des Orthopäden, dass ich nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Schule fahren kann, sondern einen Sondertransport brauche, da ich im Bus nicht stehen kann (die hätte ich nämlich schon)?
  2. Wenn ich zum Leistungsträger muss, bekomme ich die Fahrtkosten nicht immer ersetzt. Wenn ich zum Gutachter muss aber schon. Habe ich das so richtig verstanden?
  3. Mal angenommen, ich müsste doch mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren: Werden die Kosten für Bus-/Bahn-/Straßenbahn-/U-Bahn-Tickets bei der Fahrt zum Gutachter dann auch ersetzt oder gilt das nur für das Benzingeld?

Danke im Voraus.

LG, Bloodsuckerin

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