Steuernachzahlung mindern?

Hallo zusammen,

ich befinde mich in einer recht komplizierten Lage. Kurz zu den Fakten.

Habe einen geschätzten Steuerbescheid unter Vorbehalt der Nachprüfung erhalten. Sitze nun dran die Steuererklärung zu erstellen. Leider kommt hier bei mir eine noch wesentlich höhere Nachzahlung raus, als der Betrag der geschätzt wurde. Es geht um die Steuererklärung 2016. Im Jahr 2016 habe ich eine Nebentätigkeit aufgenommen unter der Regelung des Kleinstunternehmers. Nun habe ich laienhafterweise angenommen, dass die erzielten Einnahmen sich nicht der Art zu Buche schlagen und es versäumt entsprechende Rücklagen zu bilden. Der Betrag der Schätzung beläuft sich auf circa 1000€. Meine errechnete Nachzahlung beläuft sich auf ca. 4000€ !!! Ich habe bereits mit dem Sachbearbeiter gesprochen und dieser war sehr freundlich und meinte ich solle einfach die Erklärung nun schnellstmöglich einreichen und er korrigiert dann den Bescheid. Nun ist für mich natürlich klar, dass wenn ich nun die Erklärung abgebe, natürlich relativ schnell auch die entsprechende Aufforderung zur Nachzahlung kommt, welche ich in diesem Rahmen keinesfalls stemmen kann. Die geforderten 1000€ der Schätzung könnte ich bezahlen. Mehr bekomme ich aber auf die Schnelle nicht zusammen. Nun versuche ich natürlich so viele Ausgaben wie möglich in die Erklärung mit einfliessen zu lassen, finde aber ausser den Fahrtkosten und der Nutzung des häuslichen Arbeitszimmers keine großartig nennenswerten Ausgaben. Meine Frau kümmert sich um unsere beiden Kinder und verfügt über keinerlei Einkommen, was mich zu der Frage bringt, ob evtl hier etwas zu holen wäre ? Welche Posten fallen Euch noch ein die ich evtl. geltend machen könnte, welche meine Einnahmen schmälern ? Kann ich die Einnahmen reduziert angeben und bei einer Prüfung dann noch nachreichen ohne weitere strafrechtliche Folgen ?

Was fällt Euch ein ? Was kann ich tun um entweder A) die Ausgaben zu erhöhen B) die Einnahmen zu reduzieren oder C) den Zahlungstermin der evtl. korrigierten Nachzahlung möglichst lange hinaus zu zögern ?

Bin hier über jeden Tip / Erfahrungsbericht dankbar.

P.S. Von der Bank bekomme ich auf Grund meiner im Jahr 2016 abgeschlossenen Verbraucherinsolvenz nichts !

DANKE

Steuererklärung, Schätzung
4 Antworten
Nebenkostenabrechnung Wasserverbrauch

Liebe Leser,

ich habe eine Frage zu dem Wasserverbrauch meiner Nebenkostenabrechnung 2011.

Das Mietverhältniss endete zum 31.03.2011. Das Haus besteht aus 3 Parteien (1xVermieter, Dachgeschoss Mieter + Ich) meine Wohnung hat keine eigene Wasseruhr, die anderen Wohnungen schon. Bisher wurde mein Verbrauch aus der Differenz zu den anderen Wasseruhren und dem Gesamtverbrauch der Stadt abgerechnet.

Bei Auszug und Übergabe der Wohnung wurden von mir alle Wasseruhren abgelesen, allerdings nicht der Hauptzähler! Der Vermieter sagte, dass die Fa. Ditschun diese Ablesung und Abrechnung vornimmt. Im Übergabeprotokoll wurde dies so vermerkt.

Jetzt erhielt ich die Nebenkostenabrechnung und mein Wasserverbrauch soll pro Monat statt 5,5m3 wie in den Vorjahren 10,2m3 pro Monat betragen! Ich kann diese Zahl nicht überprüfen, da der Hauptwasserzähler erst wieder am 12.12.2011 durch die Stadt abgelesen wurde. Meinem Einspruch und dem Vorschlag, den Vorjahresverbrauch zu berücksichtigen hat mein Vermieter zurückgewiesen und mir vorgeworfen, die Dokumentation bei Übergabe der Wohnung selbstverschuldet zu haben, obwohl der Vermieter mir sagte, dass Firma Ditschun die Ablesung vornimmt und dies auch so im Übergabeprotokoll aufgeführt und unterschrieben steht.

Darf ich den angegebenen Gesamtverbrauch von 85m3 (von Vermieter abgelesen) als Schätzung betrachten, 15% abziehen und auf Grund fehlender Wasseruhr auf die Quadrahtmeter umlegen?

Vielen Dank für Ihre Hilfe Bluemchen

Mietrecht, Nebenkosten, Wasser, Schätzung
3 Antworten
Falsche Heizkostenabrechnung wegen Schätzung bei den Nachbarn

Ich habe inzwischen umfangreich recherchiert zum Thema Schätzungen der Heizkosten, werde aber nicht fündig für meinen konkreten Fall:

Ich habe im Januar die Nebenkostenabrechnung meines Vermieters erhalten, wonach ich ca. 850 Euro nachzahlen sollte. Nach Überprüfung der Heizkostenabrechnung der Fa. Techem war mir relativ schnell klar, dass ein Fehler bei der Berechnung meines Verbrauchs vorliegen muss. Ich sollte pro verbrauchter Einheit (Strich auf den Heizungsröhrchen) statt der 12,30 Euro im Vorjahr jetzt plötzlich 30 Euro bezahlen. Das entspricht einer Kostenerhöhung von ca. 150 % (!). Eine Anfrage bei der Techem über den Vermieter brachte nur ein labidares "Das stimmt so". Daraufhin habe ich Widerspruch eingelegt und bin in den Mieterschutzbund eingetreten.

Mit Hilfe des Mieterbundes konnte ich eine Korrektur der Rechnung erwirken. Grund der falschen Berechnung war, dass in unserem 3-Wohnungshaus die Verbrauchskosten (70%) der größten Wohnung im Erdgeschoss "vergessen wurde". Hinzu kommt, dass bereits im Vorjahr der Verbrauch dieser Wohnung geschätzt wurde. Der Mieter ist ausgezogen, der Folgemieter ist ebenfalls ausgezogen, die Wohnung wird inzwischen von einer weiteren Mietpartei bewohnt. Da in 2009/10 die Röhrchen nicht gewechselt werden konnten, wurde auch das Folgejahr geschätzt (Dieser Schätzwert war der erwähnte "vergessene" Verbrauch.

Aus der neuen Berechnung ergibt sich nun, dass ich zwar 36 % weniger Verbrauch hatte als im Vorjahr (das ist auch schlüssig, weil ein Mitbewohner ausgezogen war und ich diesen Raum nicht mehr heizen musste), ich aber trotzdem pro Einheit immer noch 55 % mehr bezahlen soll. Die Verbrauchsschätzung der fraglichen Wohnung ist exakt so hoch wie mein tatsächlicher Verbrauch, obwohl die Wohnung 95 m² groß ist und meine nur 68 m². (Und ich habe wie gesagt nicht alle Zimmer beheizt).

Meine Werte (und im übrigen auch die der 2. Mietpartei - die Rechnung war genauso falsch wie meine) wurden immer korrekt abgelesen. Nur werden jetzt die Gesamtkosten einfach IRGENDWIE auf uns umgelegt. (Wie gesagt, kein Anspruch auf Plausibilität, 150 % Preissteigerung sind da schon mal drin! :-(

Muss ich diese unverhältnismäßige Schätzung akzeptieren? Kann ich im Grunde dafür bestraft werden, dass der Vermieter sich nicht um eine Ablesung gekümmert hat bzw. in einem Fall die Mieter der besagten Wohnung nicht da waren? Das hieße ja, dass ich so sparsam sein kann, wie ich will, am Ende zahle ich immer drauf...

Übrigens: Bitte nicht empfehlen, bei der Techem anzurufen. Das habe ich versucht mit dem Ergebnis, dass die Dame am Telefon sinngemäß sagte: Sie sieht, dass da irgendwas nicht stimmt, aber genau könne sie mir das auch nicht sagen... Ich solle doch noch mal an meinen Vermieter schreiben. Das werde ich jetzt auch tun, habe auch demnächst wieder einen Termin beim Mieterschutzbund, aber bis dahin wäre es toll, wenn jemand eine Idee hätte, ob ich noch etwas tun kann...

Vielen Dank im Voraus!

Heizkosten, Fehler, Schätzung
4 Antworten

Meistgelesene Fragen zum Thema Schätzung