Fahren ohne Führerschein ist keine Straftat (sondern nur eine Ordnungswidrigkeit mit 10 € Bußgeld). Nur das Fahren ohne Fahrerlaubnis ist eine Straftat.

Der Führerschein ist die kleine Plastikkarte. Die Fahrerlaubnis ist das Recht, bestimmte Fahrzeuge fahren zu dürfen.

Der Punkt wäre also:

Hast Du formell eine Fahrerlaubnis, der Führerschein hierzu muss aber erst umgetragen werden? Dann darfst Du, meines Erachtens nach, Kraftfahrzeuge und -räder entsprechend deiner Fahrerlaubnis fahren.

Hier gibt es noch einen Artikel dazu, habe ich aber nur angelesen:

https://www.autobild.de/artikel/fahren-ohne-fahrerlaubnis-13650151.html

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Nein, freiwillige Zuwendungen sind keine Einkünfte und somit nicht bei der Einkommensteuer zu versteuern. Einzige Ausnahme ist das sog. „Realsplitting“ zwischen geschiedenen oder dauernd getrennt lebenden Ehegatten, wenn beide Ehegatten dem zustimmen.

Zuwendungen unterliegen aber der Schenkungssteuer, wenn sie den Freibetrag übersteigen und keine Unterhaltsleistungen darstellen. Der Freibetrag beträgt, je nach Verhältnis des Schenkenden zum Beschenkten, mindestens 20.000 € - hier sind aber alle Schenkungen binnen 10 Jahren zusammenzufassen.

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Die Sache ist rechtlich derzeit noch in Klärung. Argumentiert man rein anhand des BGB und der bisherigen Rechtsprechung, ist das Fitnessstudio nicht berechtigt, den Vertrag einseitig zu verlängern.

Es gibt inzwischen aber schon einige Entscheidungen, die dem Betreiber ein Recht zur Verlängerung des Vertrages zusprechen, damit er nicht einseitig durch die Folgen der Pandemie belastet ist.

https://www.ratgeberrecht.eu/wettbewerbsrecht-aktuell/corona-vertragsverlaengerung-von-fitnessstudio-kein-wettbewerbsverstoss.html

Ich ganz persönlich hatte meinen Vertrag zwischen der 1. und der 2. Welle zum Ablauf der regulären Vertragslaufzeit jetzt im März 2021 gekündigt. Während der ersten Welle habe ich meine Beiträge weiter bezahlt, während der zweiten Welle habe ich dem Lastschrifteinzug widersprochen und mich gegenüber dem Betreiber in einer Mail auf §§ 275 und 326 BGB berufen. Der Vertrag ist jetzt seit dem 31.03.2021 gekündigt. Der Betreiber hat sich nicht dagegen gewehrt, dass ich die Zahlungen seit November 2020 eingestellt habe.

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Wenn Du die Karte sperren lässt, sperrst Du damit nicht dein Konto. Du kannst weiterhin Zahlungen erhalten, Überweisungen in Auftrag geben etc.

Gegen Vorlage eines Ausweises solltest Du in der Bank selbst wohl auch Bargeld erhalten (womöglich gegen Gebühr).

Nach Sperrung der Karte dauert es ein paar Tage bis zu einer Woche, bis Du die neue Karte erhältst.

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Das sind ganz normale Lieferungen zu 7 % oder 19 %.

Wären es Lieferungen an Unternehmer mit USt-ID lägen innergemeinschaftliche Lieferungen vor. Dann wäre von euch aber auch keine USt auszuweisen.

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1114 ist die sog. Bundesfinanzamtsnummer.

11 ist das Bundesland Berlin und 14 ist das Finanzamt Friedrichshain.

Je nach Bundesland werden die Steuernummern mit den letzten 2 Stellen oder den letzten 3 Stellen der Bundesfinanzamtsnummer geschrieben.

In Berlin werden 2 Stellen verwendet, also nur die „14“.

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Steuernummer

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@Eifelia hat natürlich absolut Recht.

Aber vielleicht noch etwas simpler gesagt:

Es kommt darauf an, wo Du die Erträge erzielst. Hast Du die Aktien oder Kapitalanlagen bei einer inländischen Bank / Broker, sind es inländische Erträge.

Hast Du die Anlagen bei einer ausländischen Bank, bspw einer luxemburgischen oder schweizerischen Bank, sind es ausländische Kapitalerträge.

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was hat man in der 1.Stufe davon, wenn man die Handelsbilanz an die Steuerbilanz anpasst?

Handels- und Steuerbilanz folgen teilweise unterschiedlichen Bewertungsmaßstäben. So kann etwas in der Handelsbilanz bspw. mit einem niedrigeren Wert angesetzt werden, während es in der Steuerbilanz mit einem höheren Wert anzusetzen ist - oder umgekehrt.

Der (Einkommen- oder Körperschaft-) Steuererklärung ist zwingend die Steuerbilanz zugrunde zu legen. Banken wollen dagegen meist lieber die Handelsbilanz sehen.

und was hat das wieder mit der außerbilanziellen Korrektur zu tun...

Außerbilanzielle Korrekturen kenne ich selbst nur aus Steuerbilanzen.

Hier sei bspw. der Investitionsabzugsbetrag erwähnt. Du kannst für geplante Investitionen einen solchen Betrag steuermindernd geltend machen. Eine Berücksichtigung in der Bilanz scheidet aus, da dies gegen zwingende Bilanzierungsgrundsätze verstoßen würde. Also wird der Investitionsabzugsbetrag vom Steuerbilanzgewinn, der die Grundlage für die Einkünfte bildet, außerbilanziell abgezogen und die Einkünfte so entsprechend vermindert.

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Datum, Kaufgegenstände und Name des Verkäufers

Nimm noch die Adresse mit dazu, dann hast Du alle Aufzeichnungspflichten erfüllt.

Gemäß § 160 AO muss der Empfänger einer Zahlung genau benannt werden können, damit die Ausgabe steuerlich geltend gemacht werden kann. Genau benennen kannst Du ihn ja aber nur, wenn Du eine Anschrift hast.

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§ 46 Abs. 2 Nr. 3a EStG:

„Besteht das Einkommen ganz oder teilweise aus Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit, von denen ein Steuerabzug vorgenommen worden ist, so wird eine Veranlagung nur durchgeführt,...

...wenn von Ehegatten, die nach den §§ 2626b zusammen zur Einkommensteuer zu veranlagen sind, beide Arbeitslohn bezogen haben und einer für den Veranlagungszeitraum oder einen Teil davon nach der Steuerklasse V oder VI besteuert oder bei Steuerklasse IV der Faktor (§ 39f) eingetragen worden ist;“

Ein Minijob wird pauschal über die Knappschaft versteuert und nicht über die „Lohnsteuerkarte“. In eurem Fall liegt somit keine Pflichtveranlagung vor.

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Ich gehe davon aus, dass dein Ferienjob eine sog. „Kurzfristige Beschäftigung“ ist?

Wenn ja, ist der hier gezahlte Lohn zwar sozialversicherungsfrei aber einkommensteuerpflichtig. Du zahlst nur daher keine Steuern, weil die Gesamtsumme des Lohns auf das Jahr gesehen zu keiner Lohnsteuer führt. Dennoch handelt es sich hierbei um grundsätzlich einkommensteuerpflichtige Einkünfte.

Ist dein Ferienjob ein sog. Minijob (450 €-Job) wird er pauschal über die Knappschaft versteuert und braucht im Rahmen der Einkommensteuererklärung nicht mehr angegeben zu werden

Die Zahlung aus den USA könnte man als Ausschüttung aus einer stillen Beteiligung am Unternehmen deines Freundes sehen. Die Zahlung wäre dann als Einkünfte aus Kapitalvermögen (§ 20 Abs. 1 Nr. 4 EStG) der Abgeltungssteuer (25 %) zu unterwerfen.

Im Rahmen der Einkommensteuer erfolgt dann eine Günstigerprüfung mit der tatsächlich auf alle einkommensteuerpflichtigen Einkünfte zu zahlenden Einkommensteuer (sog. tarifliche Einkommensteuer). Dazu gehören die Einkünfte aus der stillen Beteiligung und die Einkünfte aus deinem Ferienjob, wenn es sich dabei um die oben erwähnte kurzfristige Beschäftigung handelt. Ist die tarifliche Einkommensteuer vom Prozentsatz günstiger als die 25 % Abgeltungssteuer, wird die tarifliche Einkommensteuer angewandt.

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Aus Sicht des polnischen Unternehmers liegt hier eine innergemeinschaftliche Lieferung vor, die in Polen umsatzsteuerfrei ist und von euch als innergemeinschaftlicher Erwerb hier in Deutschland anzumelden ist.

Der polnische Händler stellt euch daher eine Netto-Rechnung ohne Ausweis von polnischer Umsatzsteuer.

Ihr zahlt also in Deutschland Umsatzsteuer auf den Erwerb und habt in gleicher Höhe Vorsteuerabzug - so gesehen ein Nullsummenspiel.

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Bitte sucht euch einen Steuerberater!

Der Einkauf und Verkauf von Waren ins EU-Gemeinschaftsgebiet und ins Drittland ist kompliziert und bietet einige steuerrechtliche Fallstricke. Fehler können im Falle einer Prüfung durch das Finanzamt teuer werden.

Ihr müsst sowohl deutsches Steuerrecht als auch das Steuerrecht der jeweils anderen Staaten beherrschen und unter Umständen in diesen Staaten Steueranmeldungen abgeben.

Die paar Fragen, die ihr hier im Forum gestellt habt, deuten genau darauf hin, dass ihr einige dieser Fallstricke mitnehmen werdet, wenn ihr keinen Steuerberater zu Rate zieht.

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Der Verkauf von Kryptowährungen stellt ein privates Veräußerungsgeschäft dar, wenn zwischen Anschaffung und Veräußerung nicht mehr als ein Jahr liegen, § 23 Abs. 1 Nr. 2 EStG.

Private Veräußerungsgeschäfte unterliegen der Einkommensteuer, wenn der Gewinn mehr als 600 € pro Jahr beträgt.

Bei der Einkommensteuer gibt es einen Grundfreibetrag von 9.744 € pro Jahr für alle Einkünfte.

Die Gewinne aus dem Handel mit Kryptowährungen hast aber Du zu versteuern und nicht deine Mutter. Daher wird wohl keine Einkommensteuer anfallen, weil Du wohl nicht mehr als 9.744 € Gewinn im Jahr machen wirst. Das sollte jeder halbwegs fähige Steuerberater so auch wissen.

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Interessanter und seltener Fall :-)

Schreib einfach dem Finanzamt, dass Du die Steuererklärungen nicht elektronisch übermitteln kannst, weil eine Registrierung mangels Volljährigkeit nicht möglich ist.

Außerdem bittest Du darum, Dir die für deine Einkünfte erforderlichen Vordrucke in zweifacher Ausfertigung (falls Du dich verschreibst) zuzusenden.

Und damit die Kollegen Dir das auch glauben und keine Standard-Ablehnung kommt, fügst Du am besten einen Ausdruck oder einen Link der Website bei, auf der die Volljährigkeit als Voraussetzung genannt wird.

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Gerade bei Fahrzeugen gibt es so viele Parameter, auf die man achten muss...

Ich persönlich kaufe kein Auto, das älter als 5-6 Jahre ist und mehr als 50.000-60.000 km gelaufen ist.

Ich kaufe außerdem nur von „richtigen Autohäusern“, also keine Schotterplatz-Händler und auch nicht von privat.

Mir ist eine geringe Laufleistung und ein stabiler Motor wichtiger als eine Vollausstattung.

Ein nachvollziehbar ausgefülltes Scheckheft und ein Kilometernachweis anhand TÜV-Bericht ist obligatorisch.

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Finanzamt Über die Verwendung des Guthabens gesonderter Mitteilung?

Guten Tag zusammen,

ich habe heute meinen Einkommens Steuerbescheid für das Jahr 2020 erhalten. Ich habe schon gesehen das diese Frage hier öfter gestellt wurde, allerdings bin ich in meinem Fall, nicht ganz schlau raus geworden.
Laut Steuerbescheid habe ich ein Guthaben, und auch bei mir steht „ über die Verwendung des Guthabens erhalten sie eine besondere Mitteilung“ ich habe in den anderen Beiträgen gelesen das man evtl KFZ Steuer Schulden hat deswegen erkläre ich kurz meinen Fall. Es gibt für mich zwei Erklärungen weshalb das Geld noch nicht ausgezahlt wurde. Ich habe für meine Autosteuer die im Februar fällig wurde, vorher schon (bevor sie fällig wurde im Januar) eine Ratenzahlung vereinbart da ich wie viele seit November und auch bis heute noch komplett in Kurzarbeit bin. Das Zollamt hat mir eine Ratenzahlung für 3 Monate zu je 102€ zugestimmt. Die erste Rate wurde am 01.03.21 fällig und die Rate habe ich auch pünktlich bezahlt. Könnten die jetzt trotz das ich eine Ratenzahlung vereinbart haben, und meiner Meinung nach ja nie in Verzug war, da ich mich ja schon vor der Fälligkeit drum gekümmert habe, das Guthaben einbehalten?
Oder die zweite Erklärung wäre, ich musste kurzfristig meine Bankdaten beim Finanzamt ändern da mir die Bank das Konto gekündigt hat. Da ich noch kein neues Konto hatte, habe ich das Finanzamt gefragt ob ich ein anderes Konto angeben könnte (das meiner Schwester) die haben gesagt das es möglich ist, allerdings müsste ich schriftlich eine Abtretungserklärung zukommen lassen. Das habe ich vor ca. zwei Wochen beim Finanzamt eingeworfen.
Verzögert sich die Auszahlung jetzt weil ich die Bankdaten geändert haben, oder wegen der offene KfZ Steuer? Was meint ihr dazu? Beim Finanzamt habe ich heute keiner mehr erreicht und morgen haben die nicht geöffnet also könnte ich erst Montag anrufen.

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Ich berichte mal aus eigener Erfahrung:

Eine Abtretungserklärung wird nicht bei den normalen Personenstandsdaten hinterlegt sondern wie eine Pfändung gespeichert. Das heißt dein Steuerkonto wird für automatische Erstattungen für diesen Veranlagungszeitraum gesperrt.

Die Abtretung muss jetzt manuell an die Finanzkasse zur Zahlung angewiesen werden. Das kann durchaus 2-3 Wochen dauern.

Dazu sei gesagt, dass der Finanzbeamte Dir bezüglich der Abtretung eine falsche Auskunft gegeben hat. Selbstverständlich können Erstattungen auch ohne Abtretung an Konten Dritter ausbezahlt werden. Der Mantelbogen der Einkommensteuererklärung sieht hier ja sogar ein Feld für einen abweichenden Kontoinhaber vor. Einer Abtretungserklärung bedarf es nur, wenn der Erstattungsanspruch tatsächlich abgetreten wurde um bspw Schulden bei dritten Gläubigern zu zahlen.

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Nein darfst Du nicht :-)

Du kannst aber eine sog. Gutschrift erstellen. Das ist wie eine Rechnung, nur umgekehrt.

Du erstellst also quasi ein Schreiben an deinen indonesischen Unternehmer, gibst darauf seine Anschrift und seine Umsatzsteuer-ID an und schreibst dann, dass er aufgrund seiner Leistung XY von Dir eine Gutschrift in Höhe von XY erhält. Du weist ihn darauf hin, dass die Gutschrift als genehmigt gilt, wenn er nicht innerhalb von 14 Tagen widerspricht und das das Geld an seine Bankverbindung / Paypal etc bezahlt wird.

Falls Du mehrere Leistungen bezogen hast, die zusammen abgerechnet werden, kannst Du den Teil natürlich auch als Tabelle ausführen.

Nähere Infos gibt es auch im Netz. Bspw unter https://sevdesk.de/lexikon/gutschrift/

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Nein eine Hunde-Krankenversicherung kann nicht abgesetzt werden.

Haftpflicht und ähnliche Versicherungen haben steuerlich aber auch oft gar keine Auswirkung. Das liegt daran, dass die Günstigerprüfung nach neuem Recht meist zu einem günstigeren Ergebnis führt.

Auf die Günstigerprüfung will ich nicht näher eingehen. Das ist sehr kompliziert.

Du kannst Dir aber merken, dass es bei den Versicherungen relativ geringe Höchstbeträge gibt. Diese Beträge werden zuerst mit den Krankenversicherungskosten für die sog. Basis-Versorgung (entspricht der gesetzlichen Krankenversicherung) aufgefüllt. Sind diese Basis-Aufwendungen höher als der Höchstbetrag, können sie zwar auch über diesen Betrag hinaus geltend gemacht werden, es bleibt dann aber kein Höchstbetrag mehr für die übrigen Versicherungsaufwendungen (Haftpflicht, etc) übrig.

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Du kannst bei Dienstreisen grundsätzlich die tatsächlichen Kosten absetzen. Die Arbeitgebererstattung musst Du dann aber dagegen rechnen.

Zu den Kosten zählt:

  • Benzinkosten
  • Versicherung
  • Steuer
  • Wartung
  • Inspektion und Reparatur
  • Kaufpreis (abgeschrieben über die Nutzungsdauer)
  • Schuldzinsen bei einer Finanzierung

Die Gesamtkosten ermittelst Du für das Jahr und teilst sie dann auf die Gesamtfahrleistung. Der so ermittelte Wert sind die Kosten deines Fahrzeugs pro Kilometer.

Du kannst jetzt in der Steuererklärung deine dienstlich gefahrenen Kilometer mit dem von Dir ermittelten Wert ansetzen und anschließend die Erstattung des Arbeitgeber (vermutlich 0,30 € pro km) gegenrechnen.

Wenn die von Dir ermittelten Kilometerkosten geringer sind als die Erstattung des Arbeitgebers, kannst Du natürlich nichts weiter geltend machen.

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