Wildunfall nach ausweichmanöver wer zahlt?

14 Antworten

Dazu eine Antowrt aus dem Internet:

"Ein Wildschaden ist ein besonderer Versicherungsfall und gehört nicht in den Leistungsumfang der gesetzlich vorgeschriebenen Kfz-Haftpflichtversicherung. Für Schäden und Unfälle dieser Art muss eine zusätzliche Kasko-Versicherung abgeschlossen werden. Bei den meisten Versicherungsunternehmen ist in diesen Fällen eine Teilkasko-Versicherung ausreichend."

Die Quelle (auch wenn BILD, denke ich wolh, dass der Text stimmt) zum Weiterlesen hier:

http://www.bild.de/infos/kfz-versicherung/kfz-versicherung/wildschaden-9050476.bild.html

ist ja teilkasko versichert

@flogolf5

Dann lies den entsprechnden Passus in deinem Vetrag und kontaktiere ggf. deine Versicherung zwecks Kostenübernahme.

Versicherung ist schon kontaktiert aber der Gutachter meint es könnte sehr knapp werden

Wenn du es beweisen kannst  dass du einen Wildunfall hattest und du eine Wildschadenversicherung in der Teilkasko hast, dann zahlt die Versicherung. Wenn du es nicht beweisen kannst, wird es schwierig, aber rede mal mit deiner Versicherung

Ja die warten jetzt auf das Gutachten.... werde am Donnerstag Bescheid bekommen.... Aber ich habe angst Fass ich drauf sitzen bleibe da es ein wirtschaftlicher totalschaden ist

Ob die Versicherung  trotz Ausweichmanöver zahlt, wenn sie es lt Vertrag machen soll, hängt uU auch von der Uhrzeit ab, an dem der Unfall stattgefunden hat. Wildwechsel findet hauptsächlich in den Dämnerstunden statt, also früh am Morgen und spät am Abend. LG 

Es War spät am Abend

Du bist zunächst einmal in der Beweispflicht, dass du einem großen Reh ausgewichen bist. Wenn dir dieser Beweis gelingt, dann sind deine Schäden als so genannte "Rettungskosten" über die Teilkasko versichert.

Großen Tieren darf man ausweichen, da bei diesen ein Aufprall mit erheblichem Risiko verbunden ist. Kleinen Tieren darf man (nach Versicherungsrecht) nicht ausweichen, da das Risiko geringer ist wenn man auf das Tier aufprallt. Die Grenze zwischen Groß und klein wird nach Rechtsprechung genau bei den Rehen gezogen.

Entscheidend ist ob dir dieser Beweis z.B. durch Zeugen gelingt und ob es sich um ein Ausweichen (Rettungsversuch) gehandelt hat. 

beweisen kann ich es nicht es ist offensichtlich das da Wildwechsel ist und dass ich an die Leitplanke bin da diese blau ist vom Lack links und rechts Wald keine ausreichende Beleuchtung

@flogolf5

"offensichtlich" heißt nicht, dass dir deine Versicherung glaubt dass du einem großen Reh ausgewichen bist.

Ja dass ist klar aber mal schauen was die sagen

grundsätzlich ist in der Teilkasko nur der ZUSAMMENSTOSS mit Wild bzw. mit Tieren aller Art versichert. Deine Argumentation, dass Du einen (vergeblichen) Rettungsversuch unternommen hast, um einen Teilkaskoschaden zu verhindert, zielt auf § 82 VVG. Allerdings muß es sich um einen bewußten Rettungsversuch gehandelt haben, damit der Versicherer über die Rettungskosten zahlt. Leider hast Du geschrieben, dass Du "vor Schreck" ausgewichen bist. Eine Schreckreaktion ist keine bewußt gesteuerte Rettungshandlung. Demnach zahlt der Versicherer nicht. Selbst ohne diese Formulierung in der Schadenanzeige würde der Versicherer vermutlich nur auf ausdrückliche Nachfrage zahlen, da lt. AKB ja nur Zusammenstoß mit Wild versichert ist.

Ja da es aber drin steht dass ich nicht verpflichtet bin großes wild zusammen zu fahren könnte das eine Streit sache werden.... die Argumentation ist eine reaktionshandlung gewesen... und wo steht Bitte geschrieben dass man großes wild zusammen fahren muss ? bei Hasen usw... sollte man nicht ausweichen aber ein Reh steht nicht geschrieben dass ich es zusammen fahren muss da es ja auch schlecht für mich ausgehen könnte.

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